Logo - Hochschule Fresenius - University of Applied Sciences

Schrift

Grafiken

Hintergrund

Studium für Unternehmensberatung

03.09.2025

Finn Richter

Zwei Studenten blicken über den Stadthorizont von einem Dach aus.

Unternehmensberater:innen oder Consultants, wie der Beruf auch bezeichnet wird, stehen Unternehmen vieler Branchen hilfreich zur Seite. Ob inhouse oder als Freiberufler:in – die Aufgabengebiete sind vielfältig und ermöglichen dir, spannende neue Branchen und Menschen kennenzulernen. Du möchtest eine Karriere in der Unternehmensberatung aufbauen? Dann ist ein Studium der passende Grundstein!

Aufgaben von Unternehmensberater:innen

Der Arbeitsalltag von Unternehmensberater:innen ist vielfältig. Grundsätzlich beraten die Consultants Unternehmen bei vielen Entscheidungen. Sie beobachten bestehende Prozesse und machen dann Lösungsvorschläge für definierte Probleme. Auch komplexe Strategien zu entwickeln, gehört zu ihrem Aufgabenbereich.

Neben der Beobachtung und Entwicklung von Lösungsstrategien begleiten die Berater:innen Unternehmen dann oft auch bei der Umsetzung der neuen Strategien und Prozesse. Je nach Branche und Bereich reicht der Einfluss von Consultants von der Effizienzsteigerung in einzelnen Unternehmensbereichen bis zur Umstrukturierung und Implementierung neuer Geschäftsmodelle.

Freiberuflich oder fest angestellt?

Es gibt zwei Möglichkeiten, als Unternehmensberater:in tätig zu sein: freiberuflich oder als fest angestellter Consultant bei einem Unternehmen. Vor allem größere internationale Konzerne haben eigene Unternehmensberater:innen, die nur die internen Prozesse beobachten und optimieren.

Bist du selbstständig, reist du im Arbeitsalltag viel und besuchst Unternehmen direkt am Standort. Das ist für manche Menschen ein absoluter Traum, andere mögen das “aus dem Koffer leben“ gar nicht. Dann kann eine Festanstellung eher für dich infrage kommen.

Vielseitige Spezialisierungen sind möglich

Neben der Frage, ob du selbstständig oder angestellt arbeiten möchtest, solltest du dich auch mit möglichen Spezialisierungen auseinandersetzen. Als Unternehmensberater:in hast du hier zahlreiche Möglichkeiten. So kannst du beispielsweise im IT-Bereich tätig sein oder dich auf Marktforschung spezialisieren.

Auch eine Spezialisierung auf Transaktionsberatung ist möglich. Hier beschäftigst du dich besonders mit Fusionierungen, Eigentümerwechseln oder Verkäufen von Unternehmen(-steilen). 

Weitere Spezialisierungsoptionen sind Management und Unternehmensführung, Marketing und PR, Logistik, Controlling und Projektmanagement. Alternativ kannst du dich breit aufstellen und dich so für viele Unternehmen und Branchen interessant machen.

Das solltest du mitbringen

Es gibt ein paar Eigenschaften und Voraussetzungen, die dir den Start in die Unternehmensberatung erleichtern. Manches kannst du im Studium und in den ersten Berufsjahren lernen, anderes solltest du bereits mitbringen:

  • Kontaktfreude und Kundenorientierung
  • Flexibilität und Anpassungsfähigkeit, wenn du mit verschiedenen Unternehmen arbeitest
  • analytische Fähigkeiten
  • selbstständige Arbeitsweise
  • Organisationstalent
  • wirtschaftliches Denken
  • gute bis sehr gute Fremdsprachenkenntnisse
  • Verständnis von Unternehmensabläufen

Vielfältige Studiengänge führen in die Unternehmensberatung

Es gibt viele verschiedene Studiengänge, die dich auf eine Tätigkeit in der Unternehmensberatung vorbereiten. Manche Hochschulen bieten spezielle Studiengänge “Unternehmensberatung“ an. Diese sind genau auf die Aufgabenbereiche von Berater:innen zugeschnitten und liefern das notwendige Wissen kompakt. Daneben gibt es weitere Möglichkeiten, dich auf die spätere Karriere vorzubereiten.

Wirtschaftliche Studiengänge als Grundlage

Ein Grundwissen in wirtschaftlichen Zusammenhängen ist unabdingbar für erfolgreiche Consultants. Ein Bachelorstudium der Betriebswirtschaftslehre (BWL) bringt dir genau diese Grundlagen bei. Andere Wirtschaftsstudiengänge, die dir den Einstieg in die Unternehmensberatung ermöglichen, sind:

Fachspezifische Erweiterungen für bestimmte Branchen

Neben allgemeinen, wirtschaftlichen Studiengängen kannst du auch fachspezifische Studiengänge belegen. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn du dich später auf bestimmte Branchen oder Bereiche festlegen möchtest. Im Idealfall kombinierst du Wirtschaft und Fachspezifisches. An der Hochschule Fresenius etwa kannst du viele Studiengänge berufsbegleitend studieren und so gleichzeitig erste Berufserfahrung sammeln.

Möchtest du später in der Immobilienbranche als Berater:in tätig sein, kann ein Studium der Immobilienwirtschaft dir wichtiges Fachwissen vermitteln.  Möchtest du Unternehmen aus der Tourismusbranche beraten, hilft dir ein Studium in einem einschlägigen Bereich, beispielsweise Tourismus-, Hotel- und Eventmanagement oder Gesundheits- und Sporttourismus.

Selbst geisteswissenschaftliche Studiengänge können dir den Einstieg ins Berufsleben erleichtern, wenn du vor allem mit ausländischen Kund:innen zu tun hast. Hier hilft dir das Wissen um die jeweilige Sprache oder Kultur weiter.

Internationales Know-how als Karrierebooster

Für langfristigen Erfolg solltest du dir überlegen, welche Karriereziele du verfolgst. Viele Unternehmensberater:innen möchten international tätig sein. Hier helfen entsprechende Sprachkenntnisse, insbesondere in Englisch, Chinesisch und Spanisch, weiter. Auch passende Studiengänge mit internationalem Bezug sind ein absoluter Booster für deine Karriere.

Studiengänge wie International Business Management oder International Business mit Schwerpunkt International Management bringen dir die Grundlagen bei, um dich auf dem internationalen Parkett zu bewegen. Je nachdem, in welchen Ländern du später tätig sein möchtest, können spezifische Studiengänge hilfreiche Ergänzungen sein.

Sprachkurse werden an vielen deutschen Hochschulen und an Volkshochschulen angeboten und liefern dir das notwendige Wissen, um dich mit internationalen Kund:innen zu verständigen. Business English ist eine praktische Zusatzqualifikation für Consultants.

Ist es möglich, mit einer Ausbildung Unternehmensberater:in zu werden?

Interessanterweise ist ein Studium bei vielen Unternehmen, die Berater:innen einstellen, keine Zugangsvoraussetzung. Gerade, wenn du dich selbstständig machen möchtest, ist ein einschlägiges Wirtschaftsstudium jedoch ratsam, da du neben deiner Beratertätigkeit auch selbst ein Unternehmen erfolgreich führen musst.

Möchtest du mit einer Berufsausbildung in die Unternehmensberatung gehen, sind folgende Abschlüsse ein guter Einstieg:

  • Kaufmännisch: Industriekaufleute, Kaufleute für Büromanagement oder IT-Kaufleute haben grundlegende wirtschaftliche Kenntnisse erworben, die in der Beratung hilfreich sind.
  • IT-Bereich: IT-Kaufleute (s. o.), IT-Systemkaufleute oder Fachinformatiker kombinieren ihr IT-Wissen mit betriebswirtschaftlichen Kenntnissen und können so in der IT-Beratung arbeiten.
  • Marketing und Kommunikation: Marketingkaufleute, Kaufleute für Marketingkommunikation, Mediengestalter:innen und Kommunikationsfachleute können insbesondere im Bereich Marketing und PR als Consultant tätig sein.
  • Recht: Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte bringen wichtige Voraussetzungen mit, um Unternehmen in rechtlichen Fragen zu beraten.

Fazit: Viele Wege führen in die Unternehmensberatung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, als Unternehmensberater:in tätig zu sein, und ebenso viele Wege, die in die Beratung führen. Wichtig ist ein Gespür für betriebswirtschaftliche Zusammenhänge und die Arbeitsweise von Unternehmen. 

Auch analytisches Denken und eine selbstständige Arbeitsweise sind wichtig. Mit einem BWL-Studium schaffst du gute Voraussetzungen, wenn du dich als Consultant selbstständig machen möchtest.

Du hast Fragen?

Wir nehmen uns gerne Zeit für dich und beantworten deine persönlichen Fragen rund um ein Studium bei der Hochschule Fresenius.

content_3 1