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Luisa studiert International Business mit Schwerpunkt auf Eventmanagement an der Hochschule Fresenius in Heidelberg. Kürzlich war sie im Study-Abroad-Auslandssemester in Sydney (Australien) und hat an der University of Technology (UTS) Organisationspsychologie im Fokus gehabt. Hier berichtet sie über ihre Eindrücke und Erlebnisse.
Im Sommersemester hatte ich die Möglichkeit, ein Auslandssemester an der University of Technology Sydney (UTS) in Sydney zu absolvieren.
Die Vorbereitung für mein Auslandssemester war insgesamt gut machbar, jedoch mit einem hohen organisatorischen Aufwand verbunden. Besonders für das Visum mussten viele Unterlagen eingereicht und sehr detaillierte Angaben gemacht werden. Es ist wichtig, sich hierfür ausreichend Zeit zu nehmen und alle Informationen korrekt anzugeben. In meinem Fall wurde das Visum jedoch sehr schnell genehmigt.
Die Wohnungssuche in Sydney unterscheidet sich deutlich von der in Deutschland, da vieles sehr kurzfristig organisiert wird. Häufig kann man bereits einen Tag nach der ersten Kontaktaufnahme eine Wohnungsbesichtigung haben und muss sich entsprechend schnell entscheiden. Ich habe während meines Aufenthalts im Studierendenwohnheim Scape Darling Square gewohnt und dafür 600 AUD pro Woche bezahlt, was etwa 1.450 EUR pro Monat entspricht. Dafür habe ich in einer 5er-WG gewohnt und mir die Küche geteilt. Der Preis ist sehr hoch, insbesondere im Verhältnis zur Wohnsituation. Alternativ gibt es auch Wohnheime der UTS, wie Yura Mudang, für die man sich sehr früh bewerben muss und etwas Glück benötigt.
Ein Punkt, den viele unterschätzen, ist das Wetter in Sydney. Je nach Semester kann es kühl und sehr regnerisch sein. Zwar gibt es keine Minusgrade, dennoch fühlt sich das feuchte, kühle Wetter teilweise unangenehm an, weshalb wärmere Kleidung empfehlenswert ist. Auch der Jetlag sollte nicht unterschätzt werden, da er häufig erst einige Tage nach der Ankunft spürbar wird.
Für Bankangelegenheiten habe ich ein australisches Konto bei der Commonwealth Bank eröffnet, was insbesondere für Mietzahlungen sinnvoll war, da sonst hohe Gebühren angefallen wären. Mein Handyvertrag lief über die App Felix, bei der ich bereits von Deutschland aus einen Account erstellen konnte. Für etwa 45 AUD (25 €) im Monat hatte ich unbegrenztes Datenvolumen sowie die Möglichkeit, international zu telefonieren. Der öffentliche Nahverkehr in Sydney ist sehr unkompliziert, da man einfach mit der Kreditkarte ein- und auschecken kann. Allerdings summieren sich die Kosten schnell, weshalb man diese im Blick behalten sollte.
Die erste Woche an der University of Technology Sydney ist geprägt von zahlreichen Einführungsveranstaltungen und Aktivitäten, an denen ich sehr empfehlen würde, teilzunehmen. Zusätzlich organisiert Activate UTS regelmäßig Veranstaltungen und Ausflüge zu vergünstigten Preisen, wodurch man schnell neue Leute kennenlernen kann. Das Studiensystem unterscheidet sich deutlich von dem in Deutschland. Neben Präsenzveranstaltungen gibt es viele vorab aufgezeichnete Vorlesungen, die man sich selbstständig erarbeiten muss. Der Arbeitsaufwand ist insgesamt hoch, aber gut machbar. Ich hatte pro Woche etwa sechs Stunden Präsenzveranstaltungen. Prüfungen hatte ich keine, stattdessen nur Abgaben, die über das Semester verteilt waren, was ein gutes Zeitmanagement erfordert.
Bereits vor der Ankunft wurde von der UTS eine WhatsApp-Gruppe für internationale Studierende erstellt, was mir sehr geholfen hat, früh Kontakte zu knüpfen. In meinem Semester war der Anteil deutscher Studierender relativ hoch, weshalb mein Freundeskreis größtenteils aus Deutschen bestand. Grundsätzlich gibt es in Sydney jedoch viele Möglichkeiten, neue Leute kennenzulernen. Wichtig ist, diese Angebote aktiv zu nutzen, da alle neu in der Stadt sind und offen für Kontakte.
Sydney bietet eine große Vielfalt an Freizeitmöglichkeiten. Besonders empfehlen kann ich das Opera House, den Harbour, die Coastal Walks wie Bondi–Coogee, die Strände sowie Märkte wie die Bondi Markets und Glebe Markets. Beliebte Ausflugsziele sind außerdem Manly, die Blue Mountains und der Royal National Park. Während meines Aufenthalts bin ich zudem nach Cairns gereist und habe am Great Barrier Reef geschnorchelt. Ein großer Vorteil ist, dass das Studium bereits im November endet, das Visum jedoch länger gültig ist, wodurch viel Zeit zum Reisen bleibt.
In Bezug auf Sicherheit sollte man sich bewusst sein, dass es in Australien immer wieder Badeunfälle gibt. Man sollte ausschließlich an bewachten Stränden zwischen den Flaggen schwimmen und die starke Sonne nicht unterschätzen. Ohne Sonnencreme kann man sich bereits nach kurzer Zeit verbrennen. Finanziell ist Sydney insgesamt sehr teuer. Abgesehen von der Miete habe ich monatlich etwa 500 bis 700 EUR ausgegeben. Teilweise kann es günstiger sein, essen zu gehen, wenn man die richtigen Orte kennt, beispielsweise auf Foodmärkten oder in kleinen Imbissen. Zusätzlich habe ich neben dem Studium wenige Stunden pro Woche gearbeitet, was ich sehr empfehlen kann, da man dadurch neue Einblicke gewinnt und weitere Kontakte knüpft.
Rückblickend war mein Auslandssemester in Sydney eine sehr prägende und bereichernde Erfahrung. Trotz der hohen Kosten und der Umstellung auf ein anderes Studiensystem überwiegen die positiven Eindrücke deutlich. Die Stadt ist vielseitig, wunderschön und bietet eine einzigartige Kombination aus Großstadt und Natur. Ich habe viele tolle Menschen kennengelernt, neue Perspektiven gewonnen und würde ein Auslandssemester in Sydney und an der UTS jederzeit weiterempfehlen.
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