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Spätestens bei deiner ersten Hausarbeit wirst du dich mit Zitierregeln auseinandersetzen müssen. Jetzt tauchen ganz neue Fragen auf, die du aus der Schule bisher nicht kennst. Nach APA zitieren? Fußnoten erstellen? Keine Panik, auch wenn es auf den ersten Blick kompliziert aussieht, lernen die meisten Studierenden die Zitierregeln schnell. Selbst wenn du sie wieder vergisst, kannst du sie jederzeit nachschlagen, und dann gibt es auch noch Software, die dir beim Zitieren hilft. Was die wichtigsten Zitierregeln sind und warum du sie anwenden musst, erfährst du jetzt.
Nutzt du fremde Aussagen und Dokumentationen ohne Zitat, musst du dir im schlimmsten Fall Plagiatsvorwürfe gefallen lassen. Die wichtigste Zitierregel ist daher, dass du fremde Gedanken und fremdes Schriftgut in deinem Text durch die Angabe von Quellen kennzeichnen musst. Außerdem musst du die Herkunft von Zitaten und Aussagen in deinem Literaturverzeichnis deutlich machen.
Die Zitierregeln legen fest, wo du Quellennachweise einbringen musst, wobei es hier verschiedene Schemata gibt.
Zunächst einmal musst du zwischen den APA-Richtlinien und der deutschen Zitierweise unterscheiden. Deine Dozierenden geben dir oft die gewünschte Zitatrichtung vor. Falls nicht, solltest du nachfragen. Es ist wichtig, dass du einheitlich zitierst und nicht mal nach „APA“ und dann wieder der deutschen Regeln zitierst. Du hältst dich während der gesamten Arbeit stringent an die gleiche Methode.
Der APA-Zitatstil ist auch als Kurzbeleg, amerikanischer Zitierstil oder Harvard-Stil bekannt. Bei dieser Variante hinterlegst du die Angabe deiner Quellen direkt im Fließtext, unmittelbar nach dem gesetzten Zitat.
Folgende Fakten musst du angeben:
Verwendest du die gleiche Quelle mehrfach, kannst du später eine Kurzform aus Nachname, Seitenangabe und Jahreszahl anwenden.
So sieht ein korrektes Zitat nach APA-Regeln aus:
Studierende müssen wissen, dass „falsche Zitierungen Einfluss auf die Gesamtbewertung ihrer Arbeit haben können“ (Musterfrau, Maxime: Mustergültiges Studium. Idstein, 2025. S. 190).
Du hast Maxime Musterfrau zitiert und das direkt in deiner Hausarbeit oder Bachelorarbeit kenntlich gemacht.
Diese Zitierweise unterscheidet sich durch den Ort der Quellenangabe. Du erstellst Fußnoten und verweist im Text lediglich darauf. Hierfür kommen hochgestellte Zahlen zum Einsatz, die den Leser oder die Leserin direkt auf die Quelle verweisen. In deine Fußnoten gehören identische Angaben wie bei der APA-Zitierweise.
So sieht ein korrektes Zitat nach deutschen Regeln aus:
Studierende müssen wissen, dass „falsche Zitierungen Einfluss auf die Gesamtbewertung ihrer Arbeit haben können“ ¹.
¹ Musterfrau, Maxime: Mustergültiges Studium. Idstein, 2025. S. 190.
Die Quelle deines Zitates wurde hier erst in den Fußnoten genannt, die kleine, hochgestellte „Eins“ dient als direkter Verweis.
Nicht nur der Zitierstil, sondern auch die Art des Zitates kann unterschiedlich ausfallen. Verwendest du ein indirektes Zitat, gibst du die Argumentation und Gedankenfolge fremder Autor:innen als paraphrasierten Text wieder. Du verwendest keine wörtliche Rede, bist aber trotzdem verpflichtet, ein Zitat zu markieren.
Hast du dich während deines Textes noch nicht auf die Autorin oder den Autoren bezogen, gibst du mit dem Zusatz „Vgl.“ (Vergleiche) an, dass du einen Inhalt sinngemäß wiedergegeben hast. Wurden Autorin oder Autor bereits namentlich erwähnt, fällt dieser Schritt weg.
Ein indirektes Zitat erfordert keine Anführungszeichen, trotzdem musst du den Beginn kennzeichnen. Du drückst ein indirektes Zitat entweder durch eine klare Absatzstruktur oder den Zeitenwechsel in den Konjunktiv aus.
So zitierst du indirekt:
Eine wichtige Rolle spielen Zitate bei wissenschaftlichen Arbeiten. Es sei für Studierende wichtig zu wissen, dass falsches Zitieren ihre Beurteilung verschlechtern können (vgl. Musterfrau, Maxime: Mustergültiges Studium. Idstein, 2025. S. 190).
Eine Alternative ist die direkte Nennung des Autor:innennamens. Das kann dann so aussehen:
Maxime Musterfrau merkt an, dass sich Studierende über die Bedeutung korrekter Zitate im Klaren sein müssen, da Fehler einen Einfluss auf die Benotung haben können. (Musterfrau, Maxime: Mustergültiges Studium. Idstein, 2025. S. 190).
Du kannst indirekte Zitate ebenfalls mit einer Fußnote versehen. In diesem Fall gehst du wie bei der typisch-deutschen Zitierweise vor und erwähnst in der Fußnote: ¹ Vgl. Musterfrau, 2025. S. 190.
Hast du die Autorin oder den Autor direkt namentlich erwähnt, kannst du den Zusatz „Vgl.“ weglassen.
Bei einem direkten Zitat übernimmst du einen Satz, eine Aussage oder eine ganze Passage vollständig und unverändert von einem anderen Autor oder einer anderen Autorin. Du darfst keine Anpassungen vornehmen, selbst bei der Interpunktion oder Grammatik nicht. Wurden im Originaltext Fehler gemacht, musst du sie genauso niederschreiben. Um zu zeigen, dass der Fehler nicht von dir stammt, setzt du ein [sic!] dahinter. Das ist Lateinisch und steht für „wirklich so“.
Der gesamte Teil des Zitates wird mit doppelten Anführungszeichen markiert, anschließend platzierst du (je nach Zitierweise) die Quellenangabe direkt dahinter. Änderst du etwas im direkten Zitat oder fügst du eigene Anmerkungen hinzu, sind eckige Klammern erforderlich. Du kannst dich an den Angaben für Zitate nach APA-Regeln und nach deutschen Regeln orientieren, denn hier wurde „direkt“ zitiert.
Am Anfang wird es dir schrecklich kompliziert vorkommen, korrekt zu zitieren. Für die meisten Studierenden wird es schnell einfacher. Du kannst dir die Arbeit mit einem APA-Generator oder einer App für Literaturverzeichnisse (z.B. BibGuru) erleichtern. Damit stellst du sicher, dass du immer die korrekte Zitierweise verwendest.
Lass uns nun zu den Fehlern kommen, die immer wieder passieren, obwohl sie einfach zu vermeiden sind:
Mit den richtigen Tools erstellst du im Handumdrehen ein wasserdichtes Literaturverzeichnis. Wir raten dir dringend davon ab, dich ausschließlich auf digitale Helfer zu verlassen. Du kannst sie nutzen, sobald du korrektes Zitieren drauf hast.
Plagiatsvorwürfe sind mit das Schlimmste, was dir im Studium passieren kann. Selbst wenn du deinen Abschluss in der Tasche hast und die Plagiate erst Jahre später auffallen, kann das einen Karriereknick zufolge haben. Hinzu kommt, dass du dich eventuell rechtlich mit der Aneignung von geistigem Eigentum auseinandersetzen musst.
An den meisten Hochschulen werden bei jeder Arbeit Plagiatsprüfungen durchgeführt. Du kannst dich nicht durchmogeln, selbst wenn du uralte Bücher zitierst. Die Software erkennt fremdes Eigentum schnell und auch geschulte Dozierende wissen, ob du etwas in deinen Worten schreibst oder dich fremder Quellen bemächtigst.
Hast du fremde Passagen ohne entsprechende Zitate in deiner Hausarbeit stehen, werden dir im schlimmsten Fall bereits erteilte Zeugnisse aberkannt, du musst Bußgelder zahlen und wirst bei laufendem Studium exmatrikuliert. Besonders schlimm ist, dass es oft unabsichtlich zu Fehlern und damit zu Plagiaten kommt.
Genau daher ist es wichtig, dass du korrektes Zitieren beherrschst, bevor du Literaturverzeichnisse mit Software erstellst. Erst dann bist du in der Lage, die korrekte Zitierweise zu prüfen und maschinelle Fehler zu entlarven!
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