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Elena studiert Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Fresenius in München. Kürzlich war sie im Study-Abroad-Auslandssemester an der Universitat Autònoma de Barcelona (Spanien). Hier berichtet sie über ihre Eindrücke und Erlebnisse.
Schon lange hatte mich die offene, lebendige und vielfältige Kultur Spaniens fasziniert, und so ist ein Traum für mich in Erfüllung gegangen: ein Semester lang in Barcelona leben und an der Universitat Autònoma de Barcelona studieren zu dürfen. Rückblickend lässt sich festhalten, dass diese Zeit nicht nur akademisch, sondern auch persönlich eine der prägendsten Erfahrungen meines bisherigen Studiums war.
Nach der Zusage verliefen viele organisatorische Schritte unkompliziert: Die Hin- und Rückflüge waren zeitnah gebucht, der Reisepass schnell auf die Gültigkeitsdauer überprüft und der Koffer, mit Schwerpunkt auf den Sommer, schnell gepackt. Etwas mehr Zeit nahm die Wohnungssuche in Anspruch. Diese ließ sich jedoch mithilfe vieler Plattformen wie Spotahome, Idealista und diversen, zentral gelegenen Studierendenwohnheimen gut bewältigen. Empfehlenswert ist es, frühzeitig mit der Suche zu beginnen und Besichtigungen per Videoanruf wahrzunehmen.
Obwohl ich ohne weitere Kommilitoninnen oder Kommilitonen aus dem Standort Hamburg nach Barcelona zog, wirkte sich dies nicht negativ auf meine Motivation oder den Start vor Ort aus. Um mich vor Beginn der Lehrveranstaltungen gut einleben zu können, reiste ich bereits fünf Tage vor Semesterbeginn an, was sich als sehr hilfreich erwies.
Bei meiner Ankunft in Barcelona wurde ich direkt von sonnigem Wetter empfangen, welches bis in den Dezember hinein anhielt. Die ersten Tage nutzte ich, um die Stadt besser kennenzulernen. Zu meinen besuchten Sehenswürdigkeiten zählten unter anderem die Sagrada Família, Casa Batlló, Casa Milà, Catedral de Barcelona sowie der Plaça Catalunya. Barcelona eignet sich besonders gut dafür, die Stadt zu Fuß zu erkunden. Aufgrund der abwechslungsreichen Umgebung bevorzugte ich es häufig, den täglichen Weg zur Universität von etwa 50 Minuten pro Strecke bewusst zu Fuß zurückzulegen, obwohl eine kürzere Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Verfügung stand.
Die Universität befindet sich in zentraler Lage in der Nähe der Sagrada Família. Bereits am ersten Tag lernte man schnell Studierende aus unterschiedlichen Ländern kennen, darunter aus Dänemark, Brasilien, Australien, China und den USA. Diese internationale Zusammensetzung bereicherte den Austausch in den Lehrveranstaltungen erheblich und trug außerdem zu einem offenen, interkulturellen Miteinander bei.
Die Professoren gestalteten den Unterricht interessant und interaktiv, die Meinung der Studierenden wurde als wichtig erachtet und das Miteinander stand an erster Stelle. Nach zwei bis drei Wochen begannen die Prüfungsleistungen in Form von Präsentationen, Quizzen und diversen Aufgabenstellungen. Die Klausuren waren fair gestaltet und inhaltlich gut machbar.
Mein gewählter Schwerpunkt „International Management“ umfasste die vier Module Cross-Cultural-Management, Business in Emerging Markets, Strategic Management of the Firm sowie International Relations and Geopolitics. Jedes dieser Fächer vermittelte neue Perspektiven auf die internationalen wirtschaftlichen Zusammenhänge und förderte sowohl meine fachlichen als auch meine analytischen Kompetenzen. Durch die internationale Zusammensetzung der Studierenden konnten die bereits in meinem Studiengang der Wirtschaftspsychologie erworbenen, theoretischen Kenntnisse unmittelbar in einem praxisnahen, internationalen Kontext angewandt und vertieft werden.
Besonders hervorheben möchte ich das Universitätsgebäude selbst. Das als UNESCO-Kulturerbe ausgezeichnete Gebäude verbindet moderne Glasarchitektur des Modernisme mit kunstvollen Elementen und großzügigen Raumkonzepten, wodurch eine sehr angenehme Lernatmosphäre geschaffen wird. Die zahlreichen Cafés in unmittelbarer Umgebung der Universität dienten häufig als Treffpunkt und förderten den Austausch unter den Studierenden.
Neben dem Studium bot mir Barcelona vielfältige Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Dazu zählten sportliche Aktivitäten, wie Paddle- oder Tennisspielen, Beachvolleyball, Yoga-, Pilates- oder Cycling-Kurse, die unter anderem über Urban Sports oder eine kostenlose Testphase bei ClassPass gebucht werden konnten. Darüber hinaus boten Museen, Strandbesuche (bis in den Oktober hinein) sowie das Erkunden der verschiedenen Stadtviertel zahlreiche Abwechslungen.
In den Sommer- und Herbstmonaten nutzten wir überwiegend E‑Bike-Pässe von Lime, Donkey oder Bolt, um uns innerhalb der Stadt fortzubewegen. Mit Beginn der Wintermonate erwies sich die T-Jove-Karte für den öffentlichen Nahverkehr als besonders praktisch. Diese ermöglicht für 44 EUR eine unbegrenzte Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel über einen Zeitraum von drei Monaten.
Das Stipendium stellte eine wertvolle Unterstützung zur Deckung der Lebenshaltungskosten in Barcelona dar. Darüber hinaus bot Barcelona verschiedene Möglichkeiten, auch unabhängig davon Kosten zu sparen. Lebensmittel sind teilweise günstiger als in Deutschland und über die App „TooGoodToGo“ können überschüssige Lebensmittel stark vergünstigt erworben werden. Zusätzlich ermöglicht die App „Studentfy“ Studierenden beim Ausgehen zahlreiche Aktivitäten verbilligt oder kostenlos zu genießen.
Auch wenn oft vor Taschendieben gewarnt wurde, fühlten wir uns immer sicher und hatten keine negativen Erfahrungen oder Verluste von Gegenständen zu verzeichnen. Barcelona eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für weitere Reisen. Über Erasmus-Barcelona besteht beispielsweise die Möglichkeit, eine fünftägige Reise nach Marokko (für 180 EUR all inclusive) zu buchen, bei der man viel von dem Land, inklusive einem Teil der Sahara-Wüste, entdecken kann.
Darüber hinaus ist Madrid in etwa 2 ½ h mit dem Zug erreichbar. Auch Ausflüge nach Bilbao, San Sebastián oder an die Costa Brava bieten sich an. Zu den empfehlenswerten Aussichtspunkten innerhalb Barcelonas zählen die Bunker del Carmel sowie das Piscina Municipal de Montjuïc, von dessen Tribünen aus sich ein weiter Blick über die Stadt genießen lässt.
Mein Auslandssemester in Barcelona war in jeder Hinsicht eine große Bereicherung. Ich habe nicht nur fachlich viel gelernt, sondern auch Freundschaften mit Menschen aus aller Welt geschlossen und mich persönlich weiterentwickelt. Die Stadt, die Kultur und die Offenheit der Menschen haben maßgeblich dazu beigetragen, dass Barcelona für mich zu einem zweiten Zuhause geworden ist. Für diese Erfahrung bin ich sehr dankbar– und sicher, dass ich immer wieder dorthin zurückkehren werde.
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