Du hast Fragen?
Wir nehmen uns gerne Zeit für dich und beantworten deine persönlichen Fragen rund um ein Studium bei der Hochschule Fresenius.
Kaum ein Thema hat so sehr „eingeschlagen“ wie Künstliche Intelligenz (KI). Mit der Entwicklung von Open AIs ChatGPT hat sich die Art zu lernen und Hausarbeiten zu schreiben für viele Studierende massiv verändert. An Universitäten und Hochschulen entbrannten Diskussionen darüber, ob KI ein Umdenken im Prüfungswesen mitbringen muss. Denn was ist eine Hausarbeit noch wert, wenn sie von ChatGPT geschrieben wurde? Trotz aller Warnungen und Mahnungen, ist KI im Alltag von Studierenden angekommen und in der Lage, das Studium deutlich zu erleichtern. Wie sie deinen Studienalltag erleichtern kann, verraten wir dir in diesem Beitrag.
Zu den größten Herausforderungen beim Lernen gehört die Informationsflut. Du hast hunderte Seiten an Pflichtlektüre, wissenschaftlichen Artikeln und umfassenden Forschungsberichten vorliegen. Als menschliches Wesen bist du kaum in der Lage, all das zu lesen, wenn du parallel noch Vorlesungen besuchen und dich auf Klausuren vorbereiten willst.
Hier kannst du eine der Vorteile von KI nutzen. Mit wenigen Klicks kann dir das passende KI-Tool eine prägnante Zusammenfassung liefern, die dir die Hauptargumente eines Textes herausarbeitet. Du sparst dir damit, jede Fußnote im Detail zu studieren, und kannst dich auf wesentliche Inhalte konzentrieren.
Das bringt dir:
Wenn du das nächste Mal einen 40-seitigen Artikel in einer Fachzeitschrift vorliegen hast, kannst du dir von einer KI eine Zusammenfassung von 500 oder 1.000 Wörtern erstellen lassen. Du hast schnell einen Überblick, bevor du dir relevante Stellen für deine Arbeit genauer anschaust.
Karteikarten haben sich zum Lernen etabliert und auch im digitalen Zeitalter sind sie sehr gefragt. Viele Studierende scheuen allerdings den Aufwand, solche Karten manuell zu erstellen, und hier kann dir KI ebenfalls helfen.
Du kannst deine Texte, Vorlesungsfolien oder eigene Mitschriften hochladen und die KI darum bitten, daraus für dich Fragen und Antworten zu formulieren. So erstellst du ein automatisiertes Karteikartensystem, das du in Apps wie Anki oder Quizlet weiternutzen kannst. Das spart Zeit und ermöglicht dir, selbst zu bestimmen, wie die Fragen gestaltet sein sollen.
Manchmal willst du etwas zu Papier bringen, kommst aber über die ersten drei Sätze nicht hinaus. Das nennt sich Schreibblockade und ist unter Studierenden ein weitverbreitetes Phänomen.
KI kann dir in dieser Phase helfen, indem sie dir Inspirationen gibt. Das heißt nicht, dass du deine Hausarbeit komplett von KI erstellen lässt, denn das wäre riskant und (häufig) unerlaubt.
Stattdessen kannst du KI auf andere Weise effektiv nutzen:
Viele Studierende nutzen Künstliche Intelligenz mittlerweile auch als digitale Rechtschreib- und Grammatikkontrolle. Während Grammarly und Word oft nur formale Fehler erkennen, kann eine KI zusätzlich auf die Argumentationslogik achten und dir Hinweise geben, wo du Missverständnisse in deinen Text eingebaut hast.
Wenn du unsere Studierenden fragst, welche KI sie verwenden, wirst du verschiedene Antworten bekommen. Ein bisschen ist es wie bei der Frage nach dem richtigen Browser. Die einen lieben Firefox, für die anderen gibt es nur Google Chrome. Wieder andere setzen dauerhaft auf Safari von Apple. Wir stellen dir einige der am häufigsten genutzten KI-Tools unserer Studierenden vor.
Die bekanntesten textbasierten KIs sind ChatGPT, Gemini und Claude.
Sie können:
Du bekommst nicht zwingend sofort ein fertiges Ergebnis, sondern kannst im Dialog mit der KI dafür sorgen, dass du Schritt für Schritt an dein Ziel kommst. Vieles kannst du bereits in der Basis-Version der jeweiligen KIs nutzen, für ein umfassendes Lernergebnis ist eine Pro-Version die bessere Lösung.
ChatGPT und Co. greifen auf ihren aktuellen Lernstand zurück, während Perplexity AI darauf spezialisiert ist, Antworten mit belegten Referenzen zu liefern. Es durchsucht für dich wissenschaftliche Datenbanken, Artikel und News, um deine Forschungsfrage mit überschaubaren Quellen zu belegen. Wenn du an einer wissenschaftlichen Arbeit sitzt und valide Literatur benötigst, ist das eine praktische Option. Doch Vorsicht! Auch hier gilt, dass du die gelieferten Ergebnisse genau prüfen solltest. Manchmal liefert auch die beste KI eine falsche Quellenangabe und das muss nicht mal die eigene Schuld (Halluzination) sein.
Die KI Consensus ist bei Studierenden mittlerweile sehr beliebt, weil sie speziell auf die Auswertung wissenschaftlicher Studien ausgelegt ist. Sie gibt dir, anders als ChatGPT und Co., keine allgemeinen Antworten, sondern fasst dir zu deiner Forschungsfrage die wichtigsten Ergebnisse verschiedener Paper zusammen.
Du erkennst daran schnell, ob die Forschungsergebnisse eher einheitlich sind oder ob es starke Widersprüche gibt. Bei deinem Literaturreview ist das eine enorme Hilfe für dich.
Diese KI bildet eine Brücke zwischen den wissenschaftlichen Datenbanken wie PubMed und JSTOR oder auch Google Scholar und deiner Recherche. Sie hilft dir, relevante Paper zu suchen und komplexe Texte durch Übersetzungen zu verstehen. Auf Wunsch erstellt dir das System auch Zusammenfassungen. Die KI erleichtert die Recherche, übernimmt sie aber nicht vollständig. Manches findet sie nicht, hier musst du dann in der Bibliothek noch einmal selbst ran.
Arbeitest du viel mit Skripten und PDFs, ist Wisdolia ein praktisches Tool für dich. Deine hochgeladenen Inhalte werden automatisch in digitale Flashcards umgewandelt, die du in gängigen Lern-Apps weiter nutzen kannst.
Du kannst die KI nutzen, um individuelle Frage- und Antwort-Sets zu generieren, die auf deine nächste Prüfung zugeschnitten sind.
Die vielen Vorteile liegen auf der Hand, aber KI birgt auch Risiken. Im Dialog mit ChatGPT und Co. entsteht schnell der Eindruck, dass du mit einer Fachperson rund um dein Thema diskutierst. Generative Chatbots präsentieren dir Studien, Lösungen und Ideen mit einem solchen Selbstvertrauen, dass es beeindruckend wird.
Trotzdem besteht immer die Gefahr, dass hinter einer Information eine Falschinformation steckt. KI-Modelle können falsche Informationen generieren, und das ist bei wissenschaftlichen Arbeiten gefährlich.
Du darfst bei allen Vorteilen nicht vergessen, dir Alternativen bereitzuhalten. Manchmal fällt ein KI-System aus, manchmal gibt es durch Updates Probleme. In solchen Situationen benötigst du ein Backup und musst in der Lage sein, selbstständig zu lernen.
Nutzt du KI und die vorhandenen Programme ethisch korrekt und verantwortungsvoll, kannst du dir dein Studium an vielen Stellen erleichtern. Lernen mit KI kann dir wertvolle Zeit ersparen, die du dann für andere Aspekte deines Studiums nutzen kannst.
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