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Wie lässt sich Künstliche Intelligenz so in die Lehre integrieren, dass Studierende nicht nur über Modelle sprechen, sondern nutzerzentrierte Systeme entwickeln? Masterstudierende des Studiengangs Digital Management & Leadership an der Hochschule Fresenius in Wiesbaden realisieren im Projektkurs „Grundlagen der Human-Computer Interaction/Interface“ (HCI; Mensch-Computer-Interaktion) KI-gestützte Prototypen, die konkrete Use-Cases aus Inklusion, Bildung und Alltagsanwendungen adressieren – von gestenbasierter Endgeräte-Steuerung bis hin zur VR-gestützten Lernförderung.
„Die Integration moderner KI-Tools in die anwendungsorientierte Lehre ermöglicht es unseren Studierenden, nicht nur theoretische Konzepte zu entwerfen, sondern nutzerzentrierte Lösungen für reale gesellschaftliche Probleme bis hin zur funktionsfähigen Vorstufe zu simulieren“, erklärt der Studiengangsleiter und Wirtschaftsinformatiker Prof. Dr. Coskun Akinalp. „Dadurch wird HCI nicht nur als Gestaltungsdisziplin vermittelt, sondern als Schnittstelle zwischen technischer Infrastruktur, Algorithmik und menschlichem Erleben.“
Im Projektkurs durchlaufen die Studierenden einen vollständigen HCI-Entwicklungszyklus: von der Kontextanalyse und Anforderungsdefinition, der Identifikation eines gesellschaftlich relevanten Problems, der Ableitung konkreter Nutzendenbedürfnisse, der Konzeption der Mensch-Technik-Interaktion bis hin zur Entwicklung von Interaktionskonzepten, Wireframes und ersten Prototypen mit Fokus auf Zugänglichkeit, kognitiver Entlastung und intuitiver Bedienung.
Mit der Lese-Rechtschreib-Schwäche-Wortwerkstatt adressieren die Studentinnen Chiara Saparidis und Sonja Wolf die Herausforderung, Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) durch multisensorische, räumliche Lernsettings zu unterstützen:
Erste Tests mit Grundschulkindern liefern Daten zu Verständlichkeit, Bedienbarkeit und Konzentrationsverlauf. Diese Daten fließen in iterative Anpassungen der Nutzerführung und der Interaktionslogik ein.

Das Projekt GestureControl der Studierenden Leonard Klein und Lea Becker setzt auf KI-basierte Gestenerkennung, um Smartphones und Tablets ohne klassische Touch-Eingaben zu bedienen:
Die Entwicklung der Prototypen fördert die technischen und methodischen Kompetenzen der Studierenden und vermittelt Verständnis für komplexe IT-Infrastrukturen, Datenflüsse und Systemarchitekturen:
„Die zentrale Herausforderung besteht darin, nutzerzentriertes Denken systematisch mit den technischen Möglichkeiten aktueller KI-Werkzeuge zu verbinden“, so Student Daniel Kufs-Anschau. Kommilitonin Lea Becker betont: „Die Geschwindigkeit, mit der sich digitale Innovationen heute vom Konzept zum funktionierenden Prototyp realisieren lassen, erfordert ein hohes Maß an agilem Projektmanagement und klarem Testing.“
Mit dem Fokus auf KI-gestützte HCI-Projekte, iteratives Prototyping und reale Anwendungsszenarien bereitet die Hochschule Fresenius ihre Studierenden darauf vor, digitale Transformationsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft nicht nur zu begleiten, sondern aktiv zu gestalten.
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