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Annika studiert Tourismus-, Hotel- und Eventmanagement an der Hochschule Fresenius in Hamburg. Ihr Study-Abroad-Auslandssemester verbrachte Annika im spanischen Barcelona.
Für mein Auslandssemester im Sommersemester 2026 habe ich mich für die Universitat Autònoma de Barcelona (UAB) in Bellaterra entschieden. Die Bewerbung war insgesamt unkompliziert und da Spanien zur EU gehört, war auch kein Visum notwendig.
Aus meinem Studiengang in Hamburg war ich die einzige Studentin, die nach Spanien gegangen ist. Deshalb habe ich mich entschieden, direkt auf dem Campus zu wohnen. Mir war wichtig, schnell Kontakte zu knüpfen und gleichzeitig einen kurzen Weg zur Uni zu haben. Rückblickend war das eine gute Entscheidung. Gerade deshalb war ich froh, dass ich auf dem Campus schnell Anschluss gefunden habe. Allerdings sollte man sich frühzeitig um einen Wohnplatz kümmern, da die Plätze schnell vergeben sind.
Vor meiner Abreise hatte ich nur wenige Spanischkenntnisse. Im Alltag war das aber kein großes Problem, da viele Menschen, besonders in Barcelona, Englisch sprechen. Trotzdem würde ich empfehlen, ein paar spanische Wörter zu lernen – einfach, weil sich die Einheimischen darüber freuen.
Schon am ersten Tag hatte ich Glück und lernte eine Spanierin kennen, die mir die Umgebung zeigte und mir viele hilfreiche Tipps gab. Das hat mir den Einstieg deutlich erleichtert.
Man sollte sich bewusst sein, dass die UAB nicht direkt in Barcelona liegt. Bellaterra ist ein kleiner und ruhiger Ort mit viel Natur. Dort gibt es einen Supermarkt, einen sehr guten Bäcker und die Bahnstation, von der aus man mit der Metro in ungefähr 30 Minuten nach Barcelona fahren kann. Mir hat diese Kombination aus ruhigem Campusleben und der Nähe zur Großstadt sehr gefallen. Wer jedoch mitten im Stadtleben sein möchte, sollte eher eine Unterkunft in Barcelona wählen.
Meine Unterkunft befand sich direkt auf dem Campus. Ich wohnte in einer Vierer-WG und teilte mir mein Zimmer mit einer Studentin aus Hongkong, mit der ich mich sehr gut verstand und mit der ich bis heute Kontakt habe. Die beiden anderen Mitbewohnerinnen kamen aus Spanien.
Der Campus selbst hat viele Vorteile. Es gibt einen kleinen Supermarkt, Cafeterias, Lernräume und zahlreiche Sportangebote. Besonders praktisch war für mich, dass die Tourismusfakultät direkt neben dem Campus lag und ich nur zwei Minuten zu Fuß zur Uni gebraucht habe.
Ich belegte sechs Module mit dem Schwerpunkt Tourismusmanagement und hatte von Montag bis Freitag Uni. Die Vorlesungen waren meist nicht sehr lang, dafür gab es während des gesamten Semesters regelmäßig Abgaben, Präsentationen und Klausuren. Das Studium an der UAB unterschied sich deutlich von meinem Studium in Deutschland. Ich entschied mich für das Continuous Assessment, bei dem die Leistungen kontinuierlich während des Semesters bewertet werden. Gerade die vielen Abgaben waren manchmal eine Herausforderung, wenn man gleichzeitig möglichst viel von Spanien sehen wollte. Man kann aber auch das Single Assessment wählen, bei dem hauptsächlich die Final Exams zählen.
Rückblickend würde ich empfehlen, sich über die jeweiligen Dozierenden und Prüfungsformen zu informieren. Mit den meisten Dozenten war ich sehr zufrieden. Bei zwei Modulen hätte ich mir allerdings eine objektivere Bewertung gewünscht. Was mir aber besonders gefallen hat, war die internationale Atmosphäre an der UAB. In meinen Kursen waren Studierende aus vielen verschiedenen Ländern, wodurch der Uni-Alltag sehr interessant war und man viele Menschen aus unterschiedlichen Kulturen kennenlernen konnte.
Barcelona selbst hat mich von Anfang an begeistert. Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten wie der Sagrada FamÃlia gibt es unzählige Restaurants, Cafés, Bäckereien und Möglichkeiten, die Stadt zu entdecken. Die spanische und besonders die katalanische Küche hat mich sehr überzeugt. Ich kann vor allem Tapas, gefüllte Churros sowie typisch katalanische Gerichte wie Calçots mit Romesco-Sauce empfehlen.
Außerdem finden dort das ganze Jahr über verschiedene Feste und Veranstaltungen statt. Besonders schön fand ich den katalanischen Feiertag Sant Jordi, an dem die Stadt mit Rosen und Büchern geschmückt ist und traditionell Rosen verschenkt werden. Auch zum Shoppen eignet sich Barcelona sehr gut – von kleinen Boutiquen bis hin zu bekannten Marken findet man dort alles. Die lange Strandpromenade lädt außerdem zu einem entspannten Spaziergang am Meer ein.
Besonders empfehlen würde ich aber auch Ausflüge in die Umgebung. Meine persönlichen Highlights waren Sitges und Tossa de Mar. Ein besonderes Erlebnis war mein Ausflug nach Manresa, wo ich die traditionellen Castellers – die bekannten menschlichen Türme – erleben durfte. Manresa selbst ist ebenfalls eine wunderschöne Stadt. Neben meinen privaten Ausflügen besuchten wir im Rahmen des Önologie-Moduls ein traditionelles Weingut. Dort erhielten wir spannende Einblicke in die Weinherstellung, nahmen an einer Weinverkostung teil und ließen den Tag bei einem gemeinsamen Essen mit Blick auf die Landschaft ausklingen.
Rückblickend war mein Auslandssemester eine sehr wertvolle Erfahrung. Besonders in Erinnerung bleiben mir die Menschen, die ich kennengelernt habe, die vielen Ausflüge durch Katalonien und die Möglichkeit, eine neue Kultur aus nächster Nähe zu erleben. Natürlich gab es auch Herausforderungen, aber ich nehme viele schöne Erinnerungen und neue Erfahrungen mit nach Hause.
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