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Study Abroad: Selina war im Auslandssemester in Kuala Lumpur

19.08.2026

Selina beim Study Abroad-Auslandssemester in Kuala Lumpur (Malaysia)

Selina studiert Tourismus-, Hotel- und Eventmanagement an der Hochschule Fresenius in Wiesbaden. Ihr Study-Abroad-Auslandssemester verbrachte Selina an der Asia Pacific University of Technology & Innovation (APU) in Kuala Lumpur (Malaysia).

Mein Auslandssemester in Kuala Lumpur, Malaysia

Im Sommersemester 2026 hatte ich die Möglichkeit, mein Auslandssemester an der Asia Pacific University of Technology & Innovation (APU) in Kuala Lumpur, Malaysia, zu absolvieren. Als Studentin des Studiengangs Tourismus-, Hotel- und Eventmanagement war das integrierte Auslandssemester von Februar bis Juli ein fester Bestandteil meines Studiums. Kuala Lumpur gehörte vor meiner Bewerbung nicht unbedingt zu den Reisezielen auf meiner persönlichen Bucket-List. Umso spannender war es für mich, dort für mehrere Monate in einer völlig neuen Kultur zu leben und zu studieren.

Vorbereitung und Organisation

Nach der Zusage für die Destination Malaysia begann die organisatorische Vorbereitung. Besonders wichtig ist es, sich frühzeitig mit dem Visumsprozess auseinanderzusetzen, da dieser aus mehreren Schritten besteht und etwas Zeit in Anspruch nimmt. Die Beantragung erfolgt größtenteils online und ist mit den bereitgestellten Informationen der Hochschule gut zu bewältigen. Außerdem empfehle ich, sich rechtzeitig um die Unterkunft und eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung zu kümmern. Je früher die Zusage für das Visum da ist, desto früher kann auch der Flug gebucht werden. Das hilft bei der Planung enorm, wenn diese Schritte frühzeitig erledigt sind.

Für die Unterkunft während des Auslandssemesters gibt es verschiedene Möglichkeiten vor Ort. Viele Studierende wohnen direkt auf oder in der Nähe des Campus, andere entscheiden sich für private Apartments. Ich selbst habe über Airbnb eine Wohnung im Stadtteil Cheras gefunden und damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Buchung war unkompliziert und ich konnte meinen Alltag außerhalb des Campus gestalten, was mir einen zusätzlichen Einblick in das tägliche Leben vor Ort ermöglicht hat. Eine Unterkunft Off-Campus gibt einem außerdem die Möglichkeit, nach den Vorlesungen besser vom Unistress abzuschalten. Daher kann ich das definitiv nur empfehlen.

Die Lebenshaltungskosten in Kuala Lumpur sind generell sehr studentenfreundlich, daher findet man auch für jedes Budget eine passende Unterkunft. Da es im Stadtzentrum oft viel Verkehr gibt, bin ich froh, dass mein Apartment etwas außerhalb war. Es lag mittig etwa 15 Minuten von der APU und dem Stadtzentrum entfernt. Zum Transport habe ich fast ausschließlich „Grab“ benutzt. Das ist super unkompliziert und definitiv günstiger als die restlichen öffentlichen Verkehrsmittel. Wer also von dem dauerhaften Stadttrubel etwas Abstand nehmen möchte, sollte sich nicht unbedingt direkt eine Wohnung in der City nehmen.

Ankommen in einer neuen Kultur

Da ich vorher noch nie in Asien gewesen war, waren die ersten Tage in Kuala Lumpur besonders aufregend. Ich habe mich vorab nicht großartig mit der Destination auseinandergesetzt und wollte mich voll und ganz überraschen lassen. Dank des Jetlags und der vielen neuen Eindrücke hatte ich daher erst mal einen kleinen Kulturschock, was auch ganz normal ist.

Die Stadt ist geprägt von ihrer kulturellen Vielfalt. Malaiische, muslimische, chinesische und indische Einflüsse begegnen einem im Alltag überall. Sei es durch Tempel, Moscheen, Feste oder die vielfältige Küche. Gerade diese Mischung macht Kuala Lumpur zu einer so faszinierenden Stadt, in der es immer etwas Neues zu entdecken gibt. Trotz der kulturellen Unterschiede gehen die Menschen hier offen mit anderen Nationalitäten um.

Um mich vor dem Semesterbeginn schon etwas einleben zu können, bin ich bereits eine Woche vor der offiziellen Orientation angereist. Das kann ich jedem nur empfehlen. Ein großer Vorteil für internationale Studierende ist, dass Englisch in Malaysia weit verbreitet ist und hauptsächlich gesprochen wird. Sowohl an der Universität als auch im Alltag kann man sich damit problemlos verständigen. Dadurch fällt die Eingewöhnung deutlich leichter.

Um sich in den ersten Tagen besser zurechtzufinden, empfehle ich, sich direkt möglichst viel von der Stadt anzuschauen. So lernt man nicht nur die neue Umgebung kennen, sondern kann auch schnell Kontakte knüpfen. Das hilft nicht nur gegen den Jetlag, sondern auch gegen erstes potenzielles Heimweh. Die erste Zeit des Semesters eignet sich hervorragend dafür, da dann noch keine Prüfungsleistungen oder Abgaben anfallen.

Studium an der Asia Pacific University

Die Asia Pacific University in Kuala Lumpur unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von der Hochschule Fresenius in Deutschland. Mit rund 13.000 Studierenden aus über 130 verschiedenen Nationen ist der Campus deutlich größer als das, was ich aus Wiesbaden gewohnt war. Auf dem Campusgelände gibt es zahlreiche Essensmöglichkeiten, Veranstaltungen und Freizeitangebote, sodass immer etwas los ist. An die Menschenmassen sowohl auf dem Campus als auch außerhalb muss man sich erst mal gewöhnen. Die verschiedenen kulturellen Einflüsse machen das tägliche Unileben ziemlich aufregend.

Am Tag der offiziellen Orientation erhält man viele Informationen zum weiteren Semesterablauf. Der Tag gibt auch die Möglichkeit, den verwinkelten Campus der APU auf eigene Faust zu erkunden. In den ersten Tagen kann man sich hier schon ziemlich oft verlaufen, aber das wird mit der Zeit besser. Um den finalen Visumsprozess abschließen zu können, wird direkt auf dem Campus vor Ort ein verpflichtender Medical Check gemacht. Dieser besteht aus diversen ärztlichen Untersuchungen, Blutabnahmen und Röntgenaufnahmen. Nach bestandenem Gesundheitscheck bekommt man den finalen Stempel für das Studentenvisum. Dieser ist wichtig, um das Land während des Semesters verlassen zu können und ohne Probleme wieder nach Malaysia einzureisen.

Der Schwerpunkt in meinem Auslandssemester lag im Bereich International Business Management. Die Lehrveranstaltungen an der APU bestanden aus Vorlesungen, Tutorien und Gruppenarbeiten. Die Stundenpläne wurden jede Woche gleich gestaltet, sodass man gut planen konnte. In meinen Schwerpunkt fielen die Module E-Business Management, Managing Finance, International Culture und Communications sowie Behavioral Science in Organisation. Die Prüfungsleistungen hierin bestanden aus verschiedenen Teilleistungen, wie Hausarbeiten, Präsentationen und Exams am Ende des Semesters. Neben dem Studium bietet die Universität auch zahlreiche Clubs und Sportangebote an. Ich habe mich dem Volleyballteam der APU angeschlossen und durfte mit dem Team an diversen Competitions teilnehmen. Dadurch konnte ich Kontakte zu sowohl einheimischen als auch anderen internationalen Studierenden knüpfen und das Campusleben nochmal aus einer ganz anderen Perspektive kennenlernen.

Freizeit und Reisen

Einer der größten Vorteile eines Auslandssemesters in Malaysia ist die Möglichkeit, die Region zu erkunden. Kuala Lumpur eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Reisen innerhalb Südostasiens. Dank der günstigen Flugverbindungen lassen sich viele Länder innerhalb kurzer Zeit erreichen. Während meines Semesters hatte ich die Gelegenheit, nach Thailand zu reisen und dort verschiedene Inseln zu besuchen. Ebenso haben mir die Reisen innerhalb von Malaysia, zum Beispiel nach Penang oder Langkawi, gefallen. Dort konnte ich neben dem Großstadtleben in Kuala Lumpur auch die Strände, die Natur und das entspanntere Inselleben kennenlernen. Dank der vielen Feiertage konnte ich auch während des Semesters mal an einem verlängerten Wochenende verreisen. Das sollte man definitiv ausnutzen, denn durch das Reisen lernt man Land und Leute nochmal ganz anders kennen.

Aber auch direkt auf dem Campus gab es immer wieder besondere Veranstaltungen. In Erinnerung geblieben ist mir vor allem der Color Run der APU, bei dem Studierende gemeinsam gelaufen, gefeiert und Farbe geworfen haben. Solche Events bieten eine tolle Möglichkeit, neue Menschen kennenzulernen und Teil der internationalen Studierendengemeinschaft zu werden.

Meine Tipps für zukünftige Studierende

Für zukünftige Studierende in Kuala Lumpur empfehle ich, sich frühzeitig mit dem Visum und der Wohnungssuche zu beschäftigen. Außerdem lohnt es sich, offen auf andere Menschen zuzugehen und die zahlreichen Freizeit- und Sportangebote der Universität vor Ort zu nutzen. Kuala Lumpur ist außerdem ein Paradies für alle, die gerne neue Restaurants und Cafés entdecken.

Die Auswahl reicht von lokalen Spezialitäten bis hin zu internationaler Küche. Besonders für Street-Food-Begeisterte gibt es hier unzählige Märkte mit außergewöhnlichem Essen. Oft ist es sogar viel günstiger, essen zu gehen, als selbst zu kochen. Über soziale Medien lassen sich viele spannende Food Spots finden, die man sonst vielleicht übersehen würde.

Der Stundenplan an der APU bietet einem viel Freizeit. Diese sollte man definitiv zum Reisen nutzen. Besonders Malaysia und die Nachbarländer kann man unkompliziert und günstig bereisen. Die Lage des Landes macht es leicht, während des Semesters viele unterschiedliche neue Orte kennenzulernen.

Die Wetterlage in Kuala Lumpur ist unberechenbar, daher ist mein Tipp: immer einen Regenschirm dabeihaben. Denn auch wenn die offizielle Regenzeit vorbei ist und die Wetter-App nur Sonnenschein anzeigt, kann sich das Wetter innerhalb von Sekunden ändern. Da sind tägliche heftige Monsunfälle und Gewitter schon mal keine Seltenheit.

Mein Fazit

Mein Auslandssemester in Kuala Lumpur war eine Erfahrung, die mich sowohl persönlich als auch kulturell bereichert hat. Das Leben in einer multikulturellen Millionenstadt, das Studium an einer internationalen Universität und die Möglichkeit, Südostasien zu bereisen, haben meinen Horizont erweitert und mir viele neue Perspektiven eröffnet.

Rückblickend bin ich sehr dankbar für die Chance, Malaysia für mehrere Monate mein Zuhause nennen zu dürfen. Ich habe nicht nur neue Orte entdeckt, sondern auch viele Erfahrungen gesammelt, die mich weit über das Studium hinaus begleiten werden.

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