Logo - Hochschule Fresenius - University of Applied Sciences

Schrift

Grafiken

Hintergrund

Study Abroad: Anne war im Auslandssemester in Barcelona (Spanien)

24.04.2026

Anne Ewen

Anne war in Barcelona im Study Abroad - Header

Anne studiert Wirtschaftspsychologie (B.Sc.) an der Hochschule Fresenius in München. Kürzlich verbrachte sie ihr Study-Abroad-Auslandssemester an unserer Partnerhochschule in Barcelona. Hier berichtet sie nun von ihren Erlebnissen und Eindrücken.

Mein Auslandssemester in Barcelona

Das Wintersemester 2025 durfte ich in Barcelona verbringen. Eine Zeit, die für mich in jeder Hinsicht unvergesslich bleibt und zu der ich im folgenden Erfahrungsbericht einige hoffentlich hilfreiche Einblicke geben kann.

Zwischen Vorfreude und Wohnungssuche – meine Vorbereitung auf Barcelona

Die organisatorische Vorbereitung verlief insgesamt unkompliziert, die Wohnungssuche stellte jedoch eine Herausforderung dar. Da ich meine Zusage relativ kurzfristig erhielt, war der Zeitdruck ein zusätzlicher Stressfaktor. Die angespannte Wohnsituation in Barcelona sollte man nicht unterschätzen. Daher empfehle ich, möglichst früh damit anzufangen und, wenn möglich, Wohnungen persönlich zu besichtigen, gerade weil die Wohnungen in der Realität oft anders aussehen als auf Bildern. Mein Zimmer fand ich über Idealista. Hilfreich ist es außerdem, sich mit Kommiliton*innen zusammenzuschließen und gemeinsam nach einer Wohnung zu suchen.

Sprachlich verfügte ich nur über die nötigsten Grundlagen in Spanisch. Im Alltag war das meist kein Problem, da viele gut Englisch sprechen. Dennoch hätte ein höheres Sprachniveau sicher geholfen, noch tiefer in die Kultur einzutauchen und engeren Kontakt zu Einheimischen aufzubauen.

Mein Start ins Auslandssemester – erste Eindrücke aus Barcelona

Schon bei meiner Ankunft war ich sofort von der besonderen Atmosphäre Barcelonas begeistert. Die Stadt vereint auf einzigartige Weise Meer und Berge, eine Kombination, die den Alltag dort außergewöhnlich macht. Morgens in der Vorlesung zu sitzen und den Nachmittag am Strand ausklingen zu lassen, war für mich eine unschlagbare Mischung aus Studium und Lebensqualität.

Auch architektonisch hat Barcelona unglaublich viel zu bieten. Vom historischen Gotischen Viertel mit seinen engen, verwinkelten Gassen bis hin zum klar strukturierten Eixample mit seinem schachbrettartigen Aufbau – jedes Viertel besitzt seinen eigenen Charakter. Gerade diese Vielfalt vermittelt das Gefühl, die Stadt immer wieder neu entdecken zu können.

Da es meine erste Auslandserfahrung war, fühlte ich mich zu Beginn dennoch etwas unsicher. Neue Umgebung, neue Menschen, neue Abläufe. All das bringt zunächst eine gewisse Orientierungslosigkeit mit sich. Doch rückblickend kann ich sagen: Man gewöhnt sich schneller an das neue Umfeld, als man denkt. Als europäische Stadt erleichtert Barcelona das Ankommen zusätzlich und schafft schnell ein Gefühl von Vertrautheit.

WG-Leben im Eixample – Wohnen auf Zeit

Ich wohnte in einer WG im Eixample, einem zentralen und architektonisch sehr schönen Stadtteil, den ich weiterempfehlen kann. Zudem empfand ich ihn auch nachts als vergleichsweise sicher.

Mein Zimmer war hell und schön, allerdings entsprach die Küche nicht meinen Erwartungen und war super veraltet, worauf ich künftig stärker achten würde.

Mit meinen vier Mitbewohnerinnen verstand ich mich gut, jedoch entstand kein enger Kontakt, da wir uns in unterschiedlichen Lebensphasen befanden. Rückblickend würde ich bei der WG-Wahl stärker auf Alter und Lebensstil achten, da das Zusammenleben großen Einfluss auf das Auslandssemester haben kann. Angesichts einer monatlichen Miete von 720 € hatte ich insgesamt höhere Erwartungen an die Ausstattung und den Zustand der Wohnung.

International studieren – mein Unialltag an der UAB

Ich studierte ein Semester an der Universitat Autònoma de Barcelona. Der Campus ist wunderschön und für mich gut erreichbar gewesen, ich habe nur 15 Minuten mit der Metro gebraucht.

Das Studium war schulischer als in Deutschland, mit Fokus auf Gruppenprojekten, Präsentationen und kontinuierlichen Abgaben. Ein Großteil der Note entstand bereits während des Semesters, während klassische Abschlussprüfungen weniger Gewicht hatten. Durch Midterms und Final Exams verteilte sich der Lernstoff gut, und die Prüfungen am Laptop waren wirklich gut machbar.

Mein Schwerpunkt lag im Bereich International Management. Besonders Kurse wie Intercultural Management oder Emerging Markets and Geopolitics haben mir gefallen. Die internationale Zusammensetzung der Studierenden, unter anderem aus den USA, Belgien, Dänemark und Brasilien, bereicherte Diskussionen und Projektarbeiten enorm.

Unterschiedliche Motivationsniveaus in Gruppenarbeiten waren gelegentlich herausfordernd, insgesamt war die Zusammenarbeit jedoch sehr lehrreich. Auch die Professorinnen und Professoren erlebte ich als engagiert und unterstützend.

Erasmus-Leben unter blauem Himmel – Alltag und Freundschaften

Das Leben spielte sich viel draußen ab: Tapas essen, Vermouth trinken und bis in den Dezember hinein in Bars und Cafés sitzen. Das gute Wetter hatte einen spürbar positiven Einfluss auf meine Stimmung.

Meine engsten Freundschaften entstanden tatsächlich über Bumble Friends und später über gemeinsame Kontakte. Für mich bedeutete Erasmus: spontane Treffen, viel unterwegs sein und die Stadt gemeinsam erleben.

Barcelona entdecken – Highlights und Ausflüge

Besonders gerne erkundete ich Montjuïc mit seinen Aussichtspunkten und dem olympischen Schwimmbad. Auch die Bäckereien und Food-Spots in Gràcia kann ich empfehlen. Ein weiterer schöner Aussichtspunkt ist der Bunker del Carmel. Im September war es oft noch warm genug für Strandtage. Empfehlenswert sind die Strände etwas abseits der Barceloneta.

Auch Ausflüge in die Berge, etwa nach Montserrat, oder an die Costa Brava, zum Beispiel nach Sitges oder Blanes, sind unkompliziert möglich und super schön. Ein besonderes Erlebnis war zudem unser Trip nach Fès in Marokko. Hier sollte man jedoch auf die Jahreszeit achten, da es Anfang Dezember echt kalt war.

Meine persönlichen Café- und Restaurantempfehlungen

Cafés und Bars: Bar Central Raval, Chelo Café, Bar Salvatge

Restaurants: El Xampanyet, Quiment & Quimet

Fazit – ein Semester, das bleibt

Mein Auslandssemester war geprägt von unvergesslichen Momenten, neuen Freundschaften und wertvollen Erfahrungen. Ich habe gelernt, eigenständiger zu werden und offen auf Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zuzugehen.

Barcelona vereint Meer, Berge, Kultur und internationales Leben auf besondere Weise. Diese Mischung hat mein Semester zu einer einzigartigen Erfahrung gemacht, weshalb ich die Stadt jederzeit weiterempfehlen würde.

Du studierst an der Hochschule Fresenius und interessierst dich für einen Auslandsaufenthalt?

Dann bist du beim International Office genau richtig. Informiere dich jetzt über deine Möglichkeiten!

Du hast Fragen?

Wir nehmen uns gerne Zeit für dich und beantworten deine persönlichen Fragen rund um ein Studium bei der Hochschule Fresenius.

content_3 1