Du hast Fragen?
Wir nehmen uns gerne Zeit für dich und beantworten deine persönlichen Fragen rund um ein Studium bei der Hochschule Fresenius.
Eigentlich hast du dich auf deine Ausbildung gefreut, aber im Laufe der ersten Jahre merkst du, dass du doch lieber studieren würdest? Je nach Schulabschluss hast du die Möglichkeit, von der Ausbildung ins Studium zu wechseln. Zuerst einmal stellt sich aber die Frage, ob du direkt wechseln oder zunächst deine Ausbildung fertig machen solltest. Die Antwort ist fast immer klar. Wir sagen dir, worauf du beim Wechsel achten musst, welche Optionen du hast und was wichtig ist.
Viele Auszubildende fühlen sich nach dem Ende ihrer Ausbildung zwar fachlich gut vorbereitet, möchten aber die Tür zu besseren Karrieremöglichkeiten öffnen. Das gelingt mit einem Bachelor- oder Masterstudium.
Mit einem Studium erweiterst du theoretisch und wissenschaftlich das Wissen, das du dir in der Ausbildung bereits praktisch angeeignet hast. Ein akademischer Abschluss bietet dir eine Reihe von Vorteilen, die ein Ausbildungsabschluss alleine nicht mit sich bringt.
Dazu gehören:
Triffst du schon während deiner Ausbildung die Entscheidung, dass du ein Studium anstrebst, musst du eine Wahl treffen. Du kannst deine Ausbildung zu Ende machen und hast dann einen ersten Berufsabschluss. Alternativ kannst du deine Ausbildung auch abbrechen und direkt an die Hochschule wechseln. Das setzt aber voraus, dass du eine Hochschulzugangsberechtigung hast.
Wenn deine Ausbildung noch läuft, du aber erkennst, dass du sie nicht zu Ende machen willst, kannst du wechseln.
Dieser Schritt will wohlüberlegt sein und hängt auch davon ab, wie weit du in der Ausbildung schon fortgeschritten bist. Bist du im letzten Lehrjahr und kannst vielleicht sogar verkürzen, ist es oft sinnvoll, den Abschluss noch zu machen und dich danach direkt an der Hochschule einzuschreiben.
Stehst du noch am Anfang und merkst, dass die Ausbildung deine beruflichen Träume nicht erfüllt, informiere dich über die Kündigungsfristen und sprich mit deinem Ausbildungsbetrieb. Um rechtliche Konflikte zu vermeiden, kannst du mit deiner Arbeitgeberin oder deinem Arbeitgeber über einen Aufhebungsvertrag sprechen.
Gut zu wissen: Du kannst dich noch während deiner Kündigungsfrist an der Hochschule einschreiben, um einen nahtlosen Übergang zu gewährleisten. Beachte aber, dass Studiengänge häufig nur zweimal pro Jahr beginnen, zum Sommer- oder Wintersemester. Einige Studiengänge fangen auch nur einmal pro Jahr an, eventuell musst du also noch Zeit überbrücken.
Niemand kann dir die Entscheidung abnehmen, ob du die Ausbildung abbrechen und direkt studieren oder deine Ausbildung abschließen und dann studieren solltest. Du kannst unsere Pro- und Contra-Liste aber als Richtwert und Inspiration nutzen.
| Pro | Contra |
| Du sparst Zeit und bist früher mit dem Studium fertig. | Du musst dich bei potenziellen Arbeitgeber:innen im Bewerbungsverfahren rechtfertigen. |
| Du nimmst niemandem einen Ausbildungsplatz weg. | Klappt das Studium nicht, hast du gar keinen Abschluss in der Tasche. |
| Du sparst Geld, denn während der Ausbildung benötigst du meist finanzielle Unterstützung. | Wenn du ein gutes Ausbildungsgehalt hast, kannst du davon schon etwas fürs Studium zur Seite legen. |
| Du kannst aus einer Situation ausbrechen, die dich unglücklich macht. | Eine abgeschlossene Ausbildung wird dir großzügiger aufs Studium angerechnet. |
| Die Übergangszeit kannst du mit einem Praktikum nutzen. | Ein Ausbildungsabschluss plus Berufserfahrung dienen vielerorts als Hochschulzugangsberechtigung. |
Du siehst selbst, dass es „Für und Wider“ für den Abbruch der Ausbildung und den direkten Studienbeginn gibt. Wenn du an der Hochschule Fresenius studieren möchtest, bieten wir dir gern ein Gespräch mit unserer Studienberatung an. Wir können gemeinsam mit dir die Pros und Contras in deiner Situation abwägen.
Ein Wechsel von der Ausbildung ins Studium ist nur dann möglich, wenn du eine Hochschulzugangsberechtigung hast. Das Abitur ist eine klassische Voraussetzung und befähigt dich zu einem Universitäts- oder Hochschulstudium.
Hast du die Fachhochschulreife absolviert, kannst du an Fachhochschulen und privaten Hochschulen studieren.
Berufliche Qualifikationen dienen ebenfalls als Einstieg ins Studium, eine angefangene und abgebrochene Ausbildung reicht hier aber nicht. Du benötigst mindestens eine abgeschlossene Berufsausbildung und vielerorts sogar mehrjährige Berufserfahrung, um mit Realschulabschluss studieren zu können.
Tipp: Manche Hochschulen bieten dir Eignungsprüfungen oder Zugangsprüfungen ohne Hochschulzugangsberechtigung an. Wenn du diese Prüfung absolvierst, weist du nach, dass du befähigt bist, den von dir gewählten Studiengang abzuschließen.
Wenn du die Ausbildung abbrechen oder direkt nach dem Ausbildungsabschluss ins Studium wechseln möchtest, solltest du dir Gedanken über deine Ziele machen. Du hast nun bereits Berufserfahrungen in einer Branche gesammelt und verschaffst dir einen Vorteil, wenn du thematisch „dranbleibst“. Liegt dir dein bisher gewählter Beruf überhaupt nicht, ist auch ein Branchenwechsel möglich.
Stell dir vor dem Wechsel an die Hochschule folgende Fragen:
Über den Hochschulkompass, Beratungsgespräche an Hochschulen und Info-Veranstaltungen kannst du dir Orientierung verschaffen.
Jede Hochschule hat eigene Bewerbungsfristen. Wir an der Hochschule Fresenius nehmen deine Bewerbung allerdings ganzjährig entgegen. Wenn du in einen zulassungsbeschränkten Studiengang (NC) wechseln möchtest, ist eine frühzeitige Bewerbung nötig.
Bereite deine Bewerbungsunterlagen rechtzeitig vor, sodass du auf Wunsch direkt von der Ausbildung ins Studium wechseln kannst.
Bewerbungen kannst du bei den meisten Hochschulen direkt online einreichen, wenn du die Zugangsvoraussetzungen erfüllst. Nach Prüfung deiner Unterlagen erhältst du die Zulassungsentscheidung. Bist du angenommen, muss die Immatrikulation fristgerecht erfolgen. Du beginnst dann zum vereinbarten Semesterstart mit deinem Studium.
Hast du deine Ausbildung abgeschlossen, bist du vielleicht im Besitz von Modulen, Lehrinhalten oder Qualifikationen, die dir fürs Studium anerkannt werden können? Damit sparst du Geld, Zeit und Prüfungen.
Was kann angerechnet werden?
Angerechnet werden deine Leistungen, wenn sie inhaltlich und vom Umfang her den Studienmodulen entsprechen. Standard ist eine Gleichwertigkeit von mindestens 70 bis 80 Prozent der Lerninhalte oder Workloads des entsprechenden Modells. Die Ausbildung muss abgeschlossen sein und durch gültige Zeugnisse nachgewiesen werden.
Informiere dich vor der Bewerbung bei deiner Wunschhochschule, welche Leistungen anerkannt werden, und lege alle geforderten Nachweise vor. Du musst dann einen formlosen Antrag bei deiner Hochschule stellen. Die Gleichwertigkeit wird von hierfür zuständigen Gremien geprüft, die Anerkennung anschließend entschieden. Sofern eine Anerkennung erfolgt ist, zählen die entsprechenden Module fürs Studium und verkürzen deine Studienzeit.
Gut zu wissen: Hast du die Ausbildung nicht abgeschlossen, war sie dennoch nicht ganz nutzlos. An vielen Hochschulen kannst du dir die Ausbildungszeit als Praktikum anrechnen lassen. Frage hierzu deine gewählte Hochschule.
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