Du hast Fragen?
Wir nehmen uns gerne Zeit für dich und beantworten deine persönlichen Fragen rund um ein Studium bei der Hochschule Fresenius.
Hanna studiert International Business Management an der Hochschule Fresenius in München. Ihr Study-Abroad-Auslandssemester verbrachte Hanna an der Asia Pacific University of Technology & Innovation (APU) in Kuala Lumpur (Malaysia). Hier berichtet sie von ihren Erfahrungen im Study Abroad.
Die Vorbereitung für das Auslandssemester in Kuala Lumpur verlief recht einfach und reibungslos. Die Anmeldung an der Asia Pacific University (APU) wurde über das International Office der Hochschule Fresenius sowie über eine Ansprechpartnerin vor Ort organisiert. Sie stand jederzeit bei Fragen zur Seite, hat bei der Beantragung des Visums geholfen und uns dafür alle notwendigen Dokumente zugeschickt. Der Prozess war relativ einfach und auch nicht sehr kostspielig (ungefähr 25€).
Falls es doch einmal technische Probleme gab, hat mir – wie auch den anderen Studierenden – die Ansprechpartnerin geholfen. Sobald wir die Semesterdaten bekommen hatten, habe ich zeitnah angefangen, nach einer Unterkunft zu suchen und meine Flüge zu buchen. Ich bin recht nah an den Vorlesungszeiten an- und abgereist und hatte keine zusätzliche Zeit für Reisen davor oder danach eingeplant.
Meine Unterkunft habe ich über Airbnb gefunden. In Kuala Lumpur gibt es viele sogenannte „Residences“ – ähnlich wie Hotels – mit Zimmern, kleinen Apartments und Gemeinschaftsbereichen wie Pool, Gym etc. Außerdem gab es Unterkünfte der Universität, sowohl direkt am Campus als auch etwas außerhalb. Laut Erfahrungsberichten anderer Studierender sind die Unterkünfte am Campus eher nicht zu empfehlen, während die Unterkünfte außerhalb sehr gut gewesen sein sollen, da es von dort zusätzlich einen Shuttle-Bus zur Uni gab.
Ich bin ein paar Tage vor dem Orientation Day und dem Vorlesungsbeginn in Kuala Lumpur angekommen und war sofort von dem Land und der Stadt beeindruckt. Die Kultur ist ganz anders als das, was wir hier gewohnt sind, und man musste sich an den einen oder anderen Unterschied gewöhnen. Malaysia ist zudem ein sehr muslimisch geprägtes Land, und gerade zu unserer Ankunftszeit war Ramadan mit vielen religiösen Festen.
Auch das Klima war eine Umstellung, an die man sich aber nach einer Weile gewöhnt hat: Es hatte fast jeden Tag etwa 33 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von rund 70 %, und nachmittags regnete es häufig – dank Klimaanlage überall war das aber kein Problem. Für das Internet hatte ich mir bereits von zu Hause aus eine eSIM bestellt und nach einer Weile vor Ort habe ich dann aber den Anbieter gewechselt und einen lokalen Vertrag für die restliche Zeit abgeschlossen.
Ich habe mir im „Komune Living & Wellness“ ein Apartment mit einer Freundin aus meinem Kurs geteilt. Wir haben für das Apartment pro Monat ungefähr 350€ pro Person gezahlt. Unsere Unterkunft hatte eine Gemeinschaftsküche, einen Waschkeller mit Waschmaschinen und Trocknern, einen Pool, ein Gym sowie einen kleinen Foodcourt im Untergeschoss. Direkt neben dem Gebäude lag außerdem ein schöner Park zum Entspannen, Joggen und Naturgenießen. Die Unterkunft lag verkehrsgünstig zwischen der Universität und dem Stadtzentrum.
Die Universität war die Asia Pacific University of Technology & Innovation (APU) in Kuala Lumpur. Der Campus liegt etwas außerhalb des Stadtzentrums – je nach Verkehr war ich mit dem Auto etwa 20 Minuten unterwegs. Das Gebäude verfügt über eine schöne, große Aula mit vielen Sitzmöglichkeiten sowie eine große Mensa mit sehr leckerem und günstigem Essen, von japanischer über westliche bis hin zu indischer Küche. Die meisten Studierenden dort waren internationale Studierende aus dem Nahen Osten, aus Afrika etc., während die Locals eher die Minderheit bildeten. Alle waren jedoch sehr engagiert, und fast jede Woche fand ein kleiner Markt oder eine Veranstaltung statt.
Ich hatte vor Ort insgesamt vier Fächer, jeweils mit einer einstündigen Vorlesung und einer zweistündigen Übung pro Woche. Im Schnitt hatten wir etwa vier Tage Uni pro Woche, wobei sich der Stundenplan alle paar Wochen änderte. Zusätzlich hatte ich ein Online-Modul der Hochschule Fresenius zu belegen.
Die Klassengröße in den Vorlesungen war etwa drei- bis viermal so groß wie zu Hause in München, mit ungefähr 100 bis 120 Studierenden; in den Übungen lag sie bei etwa 20 bis 30 Studierenden. Insgesamt waren rund 50 deutsche Internationals an der Uni, davon etwa 30 von der Hochschule Fresenius. Ich habe dort viele neue Freundschaften geschlossen.
Die Dozierenden waren alle sehr nett, der Schwierigkeitsgrad war ähnlich wie in München, und es wurde insgesamt fair bewertet. Die Arbeitsbelastung war etwas gleichmäßiger über das Semester verteilt, was ich als sehr angenehm empfand. In jedem Fach gab es eine Gruppen-Seminararbeit, eine Gruppen-Präsentation sowie eine Prüfung am Semesterende. Ein kleiner kultureller Unterschied zeigte sich darin, wie sehr auf ein ordentliches äußeres Erscheinungsbild geachtet wurde – vor allem bei Präsentationen – sowie auf angemessenes Verhalten im Unterricht.
Kuala Lumpur hat touristisch viel zu bieten: Es gibt ein Chinatown mit vielen Gassen zum Bummeln und netten Cafés, ein Little India mit gutem Essen, wo ich mir auch das ein oder andere Henna-Tattoo machen ließ. Da ich außerdem leidenschaftlich gerne tanze, habe ich ein paar Tanzstudios ausprobiert und bin schließlich bei einer Heels-Gruppe sowie bei Salsa- und Bachata-Socials hängengeblieben. Dort habe ich sehr nette Leute kennengelernt – das Tanzen war für mich Hobby, Ausgleich zur Uni und Zeitvertreib zugleich.
An ein paar Wochenenden habe ich zudem Ausflüge innerhalb Malaysias mit dem Mietwagen unternommen, unter anderem in die Cameron Highlands sowie nach Melaka, Port Dickson, Ipoh und Penang. Gegen Ende des Semesters war ich außerdem ein Wochenende in Phuket, Thailand, und in Singapur. Mitten im Semester hatten wir zudem eine Woche Ferien; in dieser Zeit war ich mit zwei Freundinnen auf den Philippinen – einer der schönsten Urlaube meines Lebens, den ich jedem nur empfehlen kann.
Beim Thema Transport bin ich fast immer mit Grab oder Bolt gefahren – das ist dort sehr gängig und günstig. Die Kosten summieren sich zwar etwas, lassen sich aber gut reduzieren, wenn man sich die Fahrten mit anderen teilt (eine Fahrt in die Uni zu zweit hat ungefähr 1,50€ oder weniger gekostet). Die Bahn ist noch einmal deutlich günstiger und vor allem in der Innenstadt sehr einfach zu nutzen, solange man in der Nähe einer Bahnstation wohnt. Auch als Frau habe ich mich dabei sehr sicher gefühlt – es gibt sogar ein eigenes Abteil für Frauen. Generell bietet die Stadt viele Freizeitmöglichkeiten: zahlreiche Cafés, tolle Restaurants und große Malls zum Shoppen – neben den vielen Reisemöglichkeiten also genug, um sich auszutoben.
Mit etwas Planung und Struktur ist es gut möglich, auch neben der Uni Ausflüge zu machen und zu reisen. Viele Studierende sind nach Semesterende noch weiter durch Asien gereist. Was diese Erfahrung für mich zusätzlich so besonders gemacht hat, war das Kennenlernen von Locals. Für mich bot das Tanzen dafür die Möglichkeit, und die Leute haben mich immer sehr herzlich aufgenommen und überall einbezogen. Der Kontakt zu Menschen vor Ort stärkt die Verbindung zum Land und zu dieser Erfahrung auch über den Aufenthalt hinaus.
Das Leben in Asien und der dortige Alltag haben meine kulturelle Perspektive sehr erweitert, und ich kann diese Erfahrung jedem nur ans Herz legen. Egal wie skeptisch man bezüglich Klima, Kultur oder dem Kennenlernen neuer Leute sein mag – ich kann nur empfehlen, es trotzdem einfach auszuprobieren. Wer weiß, vielleicht wird es die beste Zeit deines Lebens.
Du studierst an der Hochschule Fresenius und interessierst dich für einen Auslandsaufenthalt?
Dann bist du beim International Office genau richtig. Informiere dich jetzt über deine Möglichkeiten!
Du hast Fragen?
Wir nehmen uns gerne Zeit für dich und beantworten deine persönlichen Fragen rund um ein Studium bei der Hochschule Fresenius.
Du hast Fragen?
Wir nehmen uns gerne Zeit für dich und beantworten deine persönlichen Fragen rund um ein Studium bei der Hochschule Fresenius.