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Wir nehmen uns gerne Zeit für dich und beantworten deine persönlichen Fragen rund um ein Studium bei der Hochschule Fresenius.
Seit künstliche Intelligenz (KI) für den Mainstream verfügbar ist, wird an Schulen, Universitäten und Hochschulen heftig über den Einsatz diskutiert. Was ist eine Hausarbeit noch wert, wenn niemand weiß, ob sie von einer KI generiert wurde? KI-Detektoren arbeiten nicht zuverlässig und der Zeitaufwand einer manuellen Prüfung ist für Dozierende nicht zumutbar. Dennoch profitieren Studierende während der Prüfungsphasen und des Studiums allgemein von Künstlicher Intelligenz. Erfahre bei uns, wie du KI verantwortungsvoll einsetzt, Plagiatsvorwürfe vermeidest und weiterhin auf Eigenleistung setzt.
Ein Plagiat ist im Studium nicht einfach nur „Mogelei“, sondern einer der schwersten Verstöße, die du begehen kannst. Du verstößt damit gegen die akademische Integrität und verletzt die grundlegenden Prinzipien der Wissenschaft. Die Konsequenzen wiegen schwer und reichen von schlechten Noten über die Aberkennung von Leistungsnachweisen bis hin zur Exmatrikulation.
Das Problem bei KI ist, dass Plagiate oft unbeabsichtigt entstehen. Übernimmst du einen Text einfach ungeprüft, hast du ihn zwar nicht aus irgendeinem Buch kopiert, er ist aber auch nicht deine Eigenleistung. Wenn eine KI deine Hausarbeit schreibt, ist sie daher von einem Plagiat kaum mehr zu unterscheiden. Das Ziel einer akademischen Arbeit ist es nicht, irgendeinen Text zu produzieren. Du bist verpflichtet, auf dein eigenes Verständnis, deine Argumentation und deine wissenschaftliche Arbeitsfähigkeit zurückzugreifen.
Unter dem Begriff Plagiat ist der geistige Diebstahl zu verstehen oder auch die Verletzung des Urheberrechts an einem wissenschaftlichen oder künstlerischen Wort. Genau hier liegt das Problem, denn KI generiert erst einmal Inhalte, die mit einem Plagiatsscanner nicht als solche erkennbar sind. Trotzdem kann es sich um ein Plagiat handeln, wenn du keine Quellen und Inhalte als Eigenleistung ausweist. Die wortwörtliche Übernahme von Voll- oder Teilsätzen ist die offensichtlichste Form des Plagiats.
Als solche gelten aber auch:
Nutzt du generative KI, erstellt sie ihre Antworten auf Basis von Trainingsmaterialien. Dabei handelt es sich um menschlich erstellte Werke. Die KI gibt dir ihre Antwort zwar „unique“ wieder, hat sie aber einer anderen Quelle entnommen. Das Plagiat wird womöglich verschleiert, die meisten Texte fallen dadurch aber in die Kategorie Paraphrasierung.
Gut zu wissen: Bittest du die KI, eine von dir erstellte Hausarbeit stilistisch zu verbessern, handelt es sich dabei nicht um ein Plagiat. Du hast den Inhalt selbst erstellt, die KI übernimmt für dich den Feinschliff. Achte jedoch darauf, dass die KI wirklich nur verbessert und nicht neue Sätze oder Inhalte generiert.
Nicht nur Studierende stehen vor neuen Herausforderungen, sondern auch Dozierende. Deine Profs und Tutor:innen haben die Aufgabe, eingereichte Arbeiten zu prüfen und zu bewerten. Durch KI müssen sie dabei nicht nur auf den Inhalt achten, sondern auch eigenständig erarbeitete Leistungen von KI-generierten Inhalten unterscheiden. Jede Arbeit soll schließlich zeigen, dass du in der Lage bist, eine Forschungsarbeit oder eine Fragestellung zu bearbeiten.
Hast du nun stellenweise oder vollständig Texte von KI generieren lassen, verschwimmt die Grenze des Ursprungs. KI-Detektoren sind keine Lösung, denn sie erkennen selbst Werke wie Goethes Faust als KI-generiert, und Goethe hatte mit ChatGPT garantiert noch nichts zu tun. Selbst OpenAI hatte seinen KI-Textklassifikator wieder eingestellt, weil die Ergebnisse nicht zuverlässig waren.
Es könnte Usus werden, dass Hochschulen und Universitäten künftig auf neue Prüfungsformate setzen. Dazu wird dann auch ein transparenter Umgang mit der Nutzung von Künstlicher Intelligenz gehören. Denkbar sind Ansätze wie KI-Protokolle oder von Studierenden unterzeichnete Eigenständigkeitserklärungen bei der Abgabe von Arbeiten.
Das Thema mündliche Prüfungen und Kolloquien wird ebenfalls an Bedeutung gewinnen. Eine perfekt geschriebene Hausarbeit fliegt spätestens auf, wenn du im Kolloquium das Verständnis des Inhaltes nicht nachweisen kannst.
Du selbst kannst schon heute eine Menge dazu beitragen, dass KI nicht die Wertigkeit von Hausarbeiten verändert. Nutze Künstliche Intelligenz fair und ethisch, sodass du die Anwendung deinen Dozierenden gegenüber jederzeit zugeben kannst.
Merke dir: Eigenleistung besteht nicht nur im Tippen von Texten, sondern vor allem im Denken. Holst du dir Inspiration von der KI, bleibt es weiterhin deine Aufgabe, den Forschungsprozess zu gestalten und Schlussfolgerungen zu ziehen.
Wenn an Hochschulen und Universitäten um KI diskutiert wird, handelt es sich dabei auch um eine Fairnessdebatte. Wenn einige Studierende KI wie eine:n Ghostwriter:in verwenden, während du deine Texte mühsam selbst verfasst, ist der Wettbewerb an der Hochschule dann noch fair?
Universitäten und Hochschulen wie die Hochschule Fresenius möchten daher sicherstellen, dass die akademische Integrität gewahrt bleibt. Jede Arbeit muss die Fähigkeit einer Person widerspiegeln, Probleme eigenständig zu analysieren und darzustellen. Wenn diese Kernkompetenz durch KI übernommen wird, schwindet das Grundprinzip akademischer Bildung.
Gehörst du zu den Studierenden der Hochschule Fresenius, wirst du das Thema KI schon während deines Studiums kennenlernen. Wir lehnen Künstliche Intelligenz nicht ab, sondern haben für alle unsere Studierenden sogar eine eigene KI-Plattform entwickelt. Schau dir gernein Interview unseres KI-Projektleiters Uwe Stoklossa an, das er gegenüber der Frankfurter Rundschau gegeben hat.
Unsere Entscheidung war und ist es, ChatGPT und KI nicht zu verbieten, sondern Studierenden den Umgang damit zu ermöglichen. Viele Berufsbilder arbeiten heute und in Zukunft mit KI, es ist für dich im Studium daher essenziell, den Umgang bereits kennenzulernen.
Wir speichern unsere Daten über Microsoft und achten darauf, dass dein Input nicht von außerhalb genutzt werden kann. Mit der Hochschule Fresenius entscheidest du dich im Studium für modernes Lernen, denn wir sind überzeugt davon, dass KI nicht nur zum Schummeln genutzt wird. Das richtige System hilft dir auch zur richtigen Zeit, deine Lern- und Studienergebnisse zu verbessern und deine Stärken zu fördern.
KI ist, was du daraus machst. Nicht nur Dozierenden, sondern auch allen anderen Verantwortlichen in Wissenschaft und Hochschulwesen ist bewusst, dass Studierende mit KI leichter tricksen können als je zuvor. Geschummelt und plagiiert wurde allerdings schon immer. Lange bevor ChatGPT veröffentlicht wurde, gab und gibt es Dienste, die Ghostwriting von Hausarbeiten, Bachelorarbeiten und Masterarbeiten anbieten. Wer schummeln will, findet heute einen Weg und fand ihn auch vor KI.
Wir möchten dir einen Überblick bieten, wie du KI hilfreich und sinnvoll nutzen kannst und wo die Grenzen sein sollen und müssen:
| Sinnvolle Nutzung von KI im Studium | Unsinniger Einsatz von KI im Studium |
| Erstellung von Zusammenfassungen und Kernargumenten | Vollständige Texterstellung durch KI, ohne die Inhalte zu verstehen. |
| Unterstützung beim Schreibprozess und bei der Korrektur. | Übernahme von Zitaten und Texten, ohne Quellen zu klären. |
| Überarbeitung aller Texte durch Kontrolle von KI-Systemen. | KI als Hilfsmittel für kritisches Leben verwenden. |
| Hilfe beim Lernen für Prüfungen. | KI als vollständiger Ersatz für den Besuch in der Bibliothek und eigene Recherchen. |
| Erstellung von Lernhilfsmitteln und Simulationen von Prüfungssituationen. | KI anstelle von Lerngruppen. |
Bei der Nutzung von KI besteht das Risiko nicht nur darin, dass du keine Eigenleistung erbringst. KI kann auch dazu führen, dass du den Kontakt zu deinen Mitstudierenden verlierst.
Wenn du nur noch mit künstlicher Intelligenz lernst und darunter Lerngruppen und direkte Diskussionen mit Dozierenden leiden, verlernst du einen wichtigen Aspekt des Studiums. Fast alle KI-Modelle sind darauf ausgelegt, dir erst mal bei allem rechtzugeben und deine Ansätze zu fördern. Echte Mitstudierende und Dozierende sagen dir, wenn du dich auf dem Holzweg befindest.
Nutzt du KI sinnvoll, ist sie eine echte Bereicherung für dich und dein Studium. Verwendest du sie als Ersatz für dein Gehirn, wirst du vielleicht gute Noten bekommen, aber spätestens beim Wechsel ins Berufsleben wirst du durch mangelndes Wissen auffallen.
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