Du hast Fragen?
Wir nehmen uns gerne Zeit für dich und beantworten deine persönlichen Fragen rund um ein Studium bei der Hochschule Fresenius.
Homeoffice klingt ein wenig nach Ausschlafen, Faulenzen und Dauerpause, aber in Wahrheit ist oft das Gegenteil der Fall. Menschen im Homeoffice neigen dazu, die Grenzen zwischen Privatleben und Arbeit nicht mehr einzuhalten und auch über die Arbeitszeiten hinaus erreichbar zu bleiben. Das artet schnell in Stress aus, vor allem wenn du nebenbei studierst oder Kinder erziehst. Überlastest du dich, lässt die Effektivität mit der Zeit nach und du bekommst Probleme damit, Deadlines einzuhalten und gute Arbeit zu leisten. Um das zu verhindern, verraten wir dir, worauf du im Homeoffice achten musst.
Arbeitest du zu Hause, verbringst du einen großen Teil deiner Zeit am Schreibtisch. Für ein schnelles Meeting reicht der Laptop auf dem Sofatisch aus, für einen langen Lern- oder Arbeitstag benötigst du einen gut eingerichteten Platz. Dein Körper zeigt dir sonst rasch, dass er Improvisation für einen Fehler hält. Verspannungen im Nacken, Kopfschmerzen und Rückenschmerzen belasten dein Studium oder deine Arbeit deutlich.
Auch wenn das Geld knapp ist, benötigst du einen ergonomischen Arbeitsplatz. Investiere in einen ergonomischen Schreibtischstuhl, einen stabilen Schreibtisch und einen Monitor (oder eine Laptop-Erhöhung) auf Augenhöhe.
Tipp: Wenn du dir eine Neueinrichtung nicht leisten kannst, gibt es in vielen Städten Co-Working-Spaces oder Cafés, in denen du dich mit anderen zum Lernen und Arbeiten treffen kannst. Wenn du nicht gerade Ruhe zum Telefonieren oder für Business-Meetings benötigst, ist das eine kostengünstige Alternative. Außerdem steuern viele Firmen auf Anfrage etwas zum Arbeitsplatz zu Hause bei. Manchmal werden auch die Kosten für eine Bildschirmbrille übernommen. Fragen kostet dich nichts.
Arbeitest du remote, bist du häufig zeitlich flexibel unterwegs. Auch wenn du parallel zum Job ein Fernstudium absolvierst, bist du an keine Zeiten gebunden. Was einerseits ein großer Vorteil ist, kann beim Zeitmanagement zum Nachteil werden. Wenn du dir keine feste Struktur zurechtlegst, verlierst du dich schnell in Aufgaben oder hast Schwierigkeiten bei der Tagesgestaltung.
Selbst wenn du feste Anwesenheitszeiten an deinem Arbeitsplatz im Homeoffice hast, besteht nach Feierabend die Gefahr zu unbezahlter Mehrarbeit. Hier noch schnell eine E-Mail beantworten und da noch schnell einen Fehler vom Tag ausbessern, sind typische Anfänge. Du wirst für diese Mehrarbeit meist nicht bezahlt, wenn du sie in deiner Freizeit erledigst, daher beende den Tag zum Feierabend!
Definiere auch bei freier Zeiteinteilung feste Arbeitszeiten, als würdest du morgens ins Büro fahren. Richte insbesondere deinen Kalender auf diese Zeiten ein und plane Meetings ausschließlich in diesen Zeiten, damit du deine Freizeit auch nicht für die Arbeit opferst.
Wenn du dir klare Start- und Endzeiten setzt, fällt es dir leichter, den Fokus zu bewahren und anschließend abzuschalten. Dein Kopf benötigt das, sonst fühlt er sich 24/7 „irgendwie berufstätig“.
Dein:e Arbeitgeber:in teilt dir mit, welche Aufgaben du zu erledigen hast. Bist du allerdings selbstständig oder weitestgehend autonom in deinen Aufgaben, teilst du dir die Aufgaben selbst zu. In allen Fällen droht am heimischen Schreibtisch die Gefahr, dass du dich verzettelst. Deswegen ist eine Prioritätenliste ein wichtiges Hilfsmittel im Arbeitsalltag.
So könnte das aussehen:
Es bringt dir nichts, wenn du alles zur gleichen Zeit machen möchtest. Wähle daher deine Prioritäten gezielt aus und integriere sie in dein Zeitmanagement.
Nichts nervt mehr als technische Probleme direkt am Morgen. Stell dir vor, du willst pünktlich zur Tagesbesprechung mit dem Team da sein, und dann funktioniert deine Kamera wegen eines Updates nicht. Solche Pannen kosten Zeit und Nerven.
Mach es dir zur Gewohnheit, deine Technik am Vorabend zu checken:
Wenn du vor dem Tagesstart alles parat hast, beginnst du entspannter und ohne Stress. Wichtig ist außerdem, dass du Ordnung in deinem Dateisystem hältst. Ein übersichtlicher Ordner mit Unterordnern spart dir wertvolle Minuten, die du sonst mit der Suche nach Unterlagen verbringen würdest.
Wenn deine Arbeit am PC stattfindet, verlierst du schnell das Zeitgefühl. Im Büro wird der Zeitrahmen durch verschiedene Faktoren vorgegeben, und spätestens, wenn es in der Kantine nach frisch gekochten Leckereien duftet, kommst du aus deinem Arbeitstrott hoch. Das hast du zu Hause nicht, und ehe du dich versiehst, hast du deinen Kopf überlastet.
Dies führt häufig zu völliger Erschöpfung und dem Verlust von Motivation. Plane deshalb ganz bewusste Pausen ein und stelle dir hierfür eine Erinnerung ein. Du solltest weder das Mittagessen „verschieben“ noch auf ein paar Schritte um den Block oder etwas Bewegung und Sport verzichten. Körper und Gehirn benötigen einen Ausgleich, um das Arbeitspensum am heimischen Schreibtisch zu schaffen.
Genauso wichtig ist, dass du deinen Tag irgendwann beendest. Speichere deine Arbeit, schalte den Laptop aus und verlasse deinen Arbeitsplatz. Wenn du nach Feierabend immer noch ständig auf die Unterlagen schaust, verschwimmt die Grenze zwischen Freizeit und Arbeit. Das führt langfristig zu Stress, unnötigem Druck und Prokrastination.
Tipp: Richte dir Rituale ein. Wenn du deinen Arbeitslaptop nach getaner Arbeit schließt und wegpackst, dann hilft dir das auch mental, für diesen Tag mit der Arbeit und den Themen aus der Arbeit abzuschließen.
Remote zu arbeiten, heißt oft, dass du viele Stunden allein verbringst. Du siehst zwar deine Kolleg:innen bei Teammeetings am Bildschirm, aber das soziale Miteinander in der Teeküche fehlt.
Sorge aktiv für ein gemeinsames Berufsleben. Schau gelegentlich im Büro vorbei (falls vorhanden) und verabrede dich mit sympathischen Kolleg:innen zum Mittagessen oder nach Feierabend. Wenn du parallel zum Job berufsbegleitend studierst, verabrede dich mit deinen Kommiliton:innen zu virtuellen Lerngruppen, chatte mit ihnen oder schaue nach Online-Events deiner Hochschule.
Vergiss dabei auch deine Kontakte außerhalb von Studium oder Arbeit nicht. Nach einem erfolgreichen Arbeitstag gibt es kaum etwas Schöneres, als mit Freund:innen oder Familie etwas zu unternehmen. Das kann ein Restaurantbesuch, ein Ausflug ins Grüne oder einfach nur ein gemütlicher Abend zu Hause sein. Gemeinschaft fördert das Wohlbefinden und lenkt davon ab, dass du im Job viel allein bist.Â
Wenn du neben dem Beruf online studierst, fließt noch mehr Zeit in die PC-Arbeit. Umso wichtiger ist es, dass du deine Freund:innen nicht aus den Augen verlierst und auch mal etwas anderes siehst als Arbeit und Studium.
Tipp: Der Austausch mit anderen hält dich fachlich auf dem Laufenden und verstärkt dein Gefühl, trotz Remote-Arbeit zu einer Gruppe zu gehören. In vielen Städten kannst du übrigens an Meetups zu deinen speziellen Interessen und Themen teilnehmen und so auch neue Menschen mit gleichen Interessen oder Berufsfeldern kennenlernen.
Eine der größten Herausforderungen im Remote-Job ist die Eigenmotivation. Du hast zwar Kontakt zu deinen Vorgesetzten, doch das persönliche und direkte Feedback fehlt. Manchmal dauert es tagelang, bis eine E-Mail beantwortet wird oder die Führungsebene ihr Fazit zum erledigten Projekt gibt. Das kann frustrieren und die Motivation schmälern. Um dem Gefühl entgegenzuwirken, musst du deine Erfolge für dich selbst sichtbar machen.
Setze dir zu Beginn jeder Woche Ziele und belohne dich dafür, wenn du sie geschafft hast. Du selbst entscheidest, wie das aussehen kann. Ein Abendessen mit Freund:innen nach einem geschafften Projekt ist genauso okay wie ein neues Kleidungsstück nach der Hausarbeit im berufsbegleitenden Studium.
Tipp: Auch im Remote-Job gibt es Ansprechpartner:innen für Angestellte. Wenn du dich einsam fühlst, unsicher bist oder nicht klarkommst, kannst du dir jederzeit Hilfe suchen und musst dich dafür nicht schämen. Remote heißt nicht, dass du allein auf dich gestellt bist, sondern nur, dass du einen großen Teil deines Berufs selbst verwaltest.
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