Du hast Fragen?
Wir nehmen uns gerne Zeit für dich und beantworten deine persönlichen Fragen rund um ein Studium bei der Hochschule Fresenius.
John studiert Sportmanagement an der Hochschule Fresenius in Köln. Im September hat er in Valencia ein Auslandspraktikum beim Fußball-Traditionsklub FC Villareal aufgenommen. Hier berichtet er über seine Eindrücke und Erlebnisse.
Vor Beginn meines letzten Bachelorsemesters war es mir besonders wichtig, ein Praxissemester einzulegen, um erste echte Einblicke in die Sportbranche zu gewinnen – und um vor meiner Bachelorarbeit bereits praktische Erfahrungen zu sammeln. Dass mich dieser Weg nach Spanien führte, war rückblickend eine meiner besten Entscheidungen. Für zwölf Wochen absolvierte ich ein Vollzeitpraktikum im International Department von Villarreal CF, einem der renommiertesten Fußballklubs Spaniens, und lebte gleichzeitig mitten in der wunderschönen Altstadt von Valencia, einer Stadt, die mich sofort begeistert hat.
Als Sports Marketing & Management Praktikant konnte ich zum ersten Mal praxisnahe Einblicke in das internationale Sportbusiness sammeln. Vieles, was ich zuvor im Studium theoretisch gelernt hatte, konnte ich hier in der Praxis anwenden und gleichzeitig weiter vertiefen.
Im International Department arbeitete ich an unterschiedlichen Projekten und sammelte dabei Erfahrungen in mehreren Bereichen. Besonders prägend waren für mich:
• die Mitarbeit an internationalen Marketingkampagnen, die darauf abzielten, Fans und potenzielle Partner im Ausland stärker für Villarreal CF zu begeistern,
• die Analyse möglicher internationaler Akademiestandorte, inkl. Marktanalysen, Wettbewerbsvergleichen und Standortbewertungen,
• die Unterstützung bei kommerziellen Projekten sowie bei Themen rund um Partner Activation und internationale Kommunikation.
Diese Aufgaben gaben mir einen sehr umfassenden Einblick in die täglichen Abläufe eines professionellen Fußballvereins. Gleichzeitig wurde mir bewusst, wie dynamisch, schnelllebig und vielseitig die Sportbranche tatsächlich ist.
Ein besonderes Highlight war die Möglichkeit, regelmäßig bei den Heimspielen im Estadio de la Cerámica dabei zu sein und hinter die Kulissen eines LaLiga-Spieltags zu schauen.
Zusätzlich durfte ich an zwei Wochenenden zu Auswärtsspielen nach Madrid mitreisen – einmal zu Atlético Madrid und einmal zu Real Madrid. Ein sportliches Highlight war zudem das Derby in Valencia, das wir auswärts mit 0:2 gewinnen konnten.
Frühzeitig planen: Mindestens 3-6 Monate vorher mit der Suche beginnen.
Dokumente vorbereiten: Lebenslauf, Motivationsschreiben, ggf. Portfolio auf Englisch oder in der Landessprache aktualisieren. (Über StudyPlus kann man hier gute Workshops finden, die einem dabei helfen und Input geben)
Visum & Versicherung: Prüfen, ob ein Visum notwendig ist und rechtzeitig eine Auslandsversicherung abschließen.
Unterkunft suchen: Plattformen wie WG-Gesucht, HousingAnywhere, AirBnB oder lokale Gruppen nutzen.
Finanzierung klären: Erasmus+, Stipendien oder Förderprogramme prüfen. (Dafür einen Termin bei Frau Claudia Roth vereinbaren)
Erste Orientierung: Karten-Apps laden, lokale Verkehrsoptionen prüfen, Supermärkte und wichtige Orte in der Nähe erkunden.
Sprachliche Basics: Wichtige Sätze in der Landessprache lernen – erleichtert vieles im Alltag.
Offenbleiben: Kolleginnen, Nachbarinnen oder andere Praktikant*innen aktiv ansprechen. Auch Apps wie z. B. MeetUp bieten viele Angebote, wo man neue Leute treffen und kennenlernen kann.
Klare Kommunikation: Aufgaben nachfragen, Feedback einholen, Erwartungen klären.
Eigeninitiative: Vorschläge einbringen, kleine Projekte übernehmen, Zuverlässigkeit zeigen.
Kulturelle Unterschiede akzeptieren: Arbeitsstile, Pünktlichkeit, Hierarchien und Meetingkultur können stark variieren.
Netzwerken: Teilnahme an Events, Stammtischen oder Erasmus-Treffen.
Kulturelle Erlebnisse nutzen: Museen, Feste, Märkte, lokale Küche ausprobieren.
Mit Einheimischen austauschen: Bringt authentische Einblicke und hilft beim Spracherwerb.
Budget im Blick behalten: Kosten für Miete, Transport und Lebensmittel vergleichen; günstige Mittagsmenüs nutzen.
Reisen planen: Wochenendausflüge in die Region einbauen – fördert Kulturverständnis und macht Spaß.
Gesund bleiben: ausreichend trinken, Pausen im Arbeitsalltag machen, auf Selbstfürsorge achten.
Kontakte pflegen: Supervisor/-innen und Kolleg/-innen auf LinkedIn hinzufügen.
Erfahrungen dokumentieren: Fotos ordnen, Bericht schreiben, Fähigkeiten im Lebenslauf ergänzen.
Gelernte Skills reflektieren: Sprachkenntnisse, interkulturelle Erfahrungen, Soft Skills.
Obwohl mein Arbeitsort in Vila-real lag, war Valencia mein Lebensmittelpunkt. Ich wohnte direkt in der Altstadt, umgeben von historischen Gebäuden, kleinen Cafés und einer sehr lebendigen Atmosphäre. Nach der Arbeit bin ich oft durch die Gassen der Altstadt geschlendert, habe Tapas gegessen oder die Straßenkünstler beobachtet.
Ein persönlicher Lieblingsort war für mich die Atenea Skybar, von der man einen großartigen Blick über die Stadt hat. Besonders in den Wintermonaten war Valencia wunderschön dekoriert, was der Altstadt eine sehr warme und stimmungsvolle Atmosphäre verliehen hat.
Auch der Jardín del Turia (ein kilometerlanger Park im alten Flussbett) wurde schnell einer meiner liebsten Orte, um nach einem langen Arbeitstag runterzukommen und einfach den Kopf freizukriegen.
In meiner Freizeit habe ich viel mit anderen Praktikant/-innen, Mitbewohner/-innen oder neu kennengelernten Freund/-innen unternommen. Valencia hat unglaublich viel zu bieten, und wir haben es uns nicht nehmen lassen, die Stadt wirklich in all ihren Facetten kennenzulernen. Wir haben oft verschiedene Stadtviertel erkundet, waren in Tapas-Bars, kleinen Cafés oder einfach am Strand, um den Sonnenuntergang zu genießen.
Da Sport schon immer ein wichtiger Teil meines Lebens ist, haben wir hin und wieder auch gemeinsam etwas Sport gemacht. Wir waren zum Beispiel joggen, Paddle-Tennis oder Beach-Volleyball spielen.
An den Wochenenden sind wir außerdem öfter aus Valencia herausgefahren, um die Natur und
Umgebung zu entdecken. Die Region bietet unglaublich schöne Ecken – von kleinen Küstenorten bis hin zu beeindruckenden Landschaften, die sich perfekt für Tagesausflüge eignen.
Natürlich haben wir auch das Nachtleben Valencias erlebt. Ab und zu waren wir am Wochenende in Bars oder Nachtclubs unterwegs, um den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen und das spanische Lebensgefühl noch intensiver zu erleben.
Ein besonderes Highlight waren Besuche von Freunden aus Deutschland, denen ich „mein“ Valencia zeigen konnte. Dadurch habe ich die Stadt nochmal aus einer ganz neuen Perspektive erlebt. Parallel zum Praktikum habe ich außerdem Spanischunterricht genommen, wodurch ich meine Sprachkenntnisse Schritt für Schritt verbessern konnte. Gleichzeitig habe ich durch das internationale Umfeld – ich habe Menschen aus Sri Lanka, Italien, Australien und vielen weiteren Ländern kennengelernt – auch mein Englisch weiter vertieft.

Die Altstadt von Valencia ist besonders schön und lädt mit ihren historischen Gassen zum Schlendern ein. Zu den Highlights gehören die Kathedrale, die Plaza de la Virgen und die Lonja de la Seda, die sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.
Unterwegs findet man zahlreiche Tapasbars und Straßenkünstler, die für eine lebendige Atmosphäre sorgen. Für einen perfekten Ausblick über die Stadt empfiehlt sich die Atenea Skybar. Besonders in der Winterzeit ist die Altstadt mit ihrer festlichen Dekoration ein echtes Highlight.

Valencia hat viele Sandstrände, die sich perfekt zum Entspannen nach einer Arbeitswoche eignen, aber auch, um mit Freunden eine Runde Beach-Volleyball zu spielen.
Zudem findet man hier auch viele gute Restaurants sowie den Marina Beach Club.

Auch die Landschaft außerhalb von Valencia ist wunderschön! Empfehlen kann ich hier Folgendes:
Beide Standorte eignen sich im Sommer für eine schöne Abkühlung in einer idyllischen Umgebung.

Der 9 km lange und sehr schöne Jardín del Turia eignet sich perfekt zum Joggen, für Fahrradtouren oder um sich mit Freunden zu treffen.
Zu finden sind hier auch die „Palau de la Musica“ oder spektakuläre Architekturen wie der „Reina Sofia Palace of the Arts“ oder das „Ciudad de las Artes y las Ciencias“.

Ob für eine Stadiontour oder für ein Spieltagserlebnis, das Mestalla ist auf jeden Fall sehenswert und zeigt einem ein Stück der spanischen Fußballkultur. (Fun Fact: Es ist zudem das älteste Stadion aus dem spanischen Fußball.)
Die Arbeit in einem spanischen Unternehmen hat mir viele interkulturelle Erfahrungen ermöglicht. Arbeitsstil und Kommunikation unterscheiden sich deutlich von Deutschland. Vieles ist spontaner, persönlicher und teamorientierter. Ich habe gelernt, mich darauf einzustellen, flexibel zu bleiben und in neuen Situationen vor allem selbstsicherer aufzutreten.
Die Kombination aus einem internationalen Arbeitsumfeld, dem Spanischunterricht und
meinem multikulturellen Freundeskreis hat meine sprachlichen und sozialen Fähigkeiten
stark weiterentwickelt. Ich habe gelernt, offener auf Menschen zuzugehen, mich schneller in
neuen Umgebungen zurechtzufinden und interkulturelle Unterschiede nicht nur wahrzunehmen, sondern aktiv als Bereicherung zu sehen.
Mein Auslandspraktikum bei Villarreal CF war eine Erfahrung, die mich sowohl beruflich als auch persönlich enorm geprägt hat. Ich konnte wertvolle Einblicke in die Sportbranche gewinnen, an internationalen Projekten mitwirken und gleichzeitig eine neue Kultur intensiv kennenlernen. Die drei Monate in Spanien haben mich in meiner beruflichen Richtung bestärkt und mir gezeigt, dass ich genau den richtigen Weg gewählt habe.
Ich blicke sehr dankbar auf diese Zeit zurück und kann ein Auslandspraktikum – besonders in Valencia – wirklich nur weiterempfehlen.
Du studierst an der Hochschule Fresenius und interessierst dich für einen Auslandsaufenthalt?
Dann bist du beim International Office genau richtig. Informiere dich jetzt über deine Möglichkeiten!
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