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28-11-2018 • Köln

Studie der Hochschule Fresenius untersucht, wie krisensicher Familienunternehmen sind

Familienunternehmen gelten als Inbegriff eines erfolgreichen, nachhaltigen und sozialen Unternehmertums. Erbringen familiengeführte Unternehmen aber wirklich langfristig bessere Leistungen als Firmen, in der keine Familie die Geschicke mitbestimmt? Und überstehen sie Krisenzeiten wie die Finanzkrise 2008 besonders gut? Prof. Dr. Matthias Sure, Studiendekan Corporate Finance & Controlling (M.Sc.) an der Hochschule Fresenius in Köln, hat gemeinsam mit Birte Thiemermann, Masterabsolventin der Hochschule Fresenius und Mitarbeiterin im Corporate Risk Management der Covestro AG in einer quantitativen Studie über einen Zeitraum von zehn Jahren die Performance von 26 DAX-30-Unternehmen verglichen.

Köln. Ob BMW, Henkel oder Merck: Börsennotierte Familienunternehmen sind tendenziell weniger stark verschuldet und scheinbar krisenresistenter aufgestellt als Nicht-Familienunternehmen, heißt es. Per Definition zählen alle Unternehmen, in denen die Gründerfamilie mindestens 25 Prozent der Anteile hält oder aber zumindest einen Sitz im Vorstand bzw. Aufsichtsrat innehat und gleichzeitig fünf oder mehr Prozent der Aktien hält, zu der Gruppe der familiengeführten Unternehmen.

In einer quantitativen Forschungsstudie haben Sure und Thiemermann den Einfluss familiärer Gesellschaftsstrukturen auf die Leistung von Kapitalmarktgesellschaften untersucht. Dazu haben sie neben den klassischen KPIs wie der Gesamtkapitalrendite und der Gewinnentwicklung auch eine soziale Kennziffer, die Mitarbeiterentwicklung, von 26 DAX-30-Unternehmen zwischen 2005 und 2015 miteinander verglichen.

Das Ergebnis der Studie zeigt: Die Gesamtkapitalrendite von Familienunternehmen im Vergleich zu nicht-familiengeführten Firmen ist signifikant besser. Die Gesamtkapitalrendite ist eine klassische Messgröße für die Bilanzperformance: Sie zeigt an, wie hoch der Gewinn eines Unternehmens im Verhältnis zum eingesetzten Kapital ist. In puncto Gewinnentwicklung als Indikator für die Unternehmensleistung konnte jedoch nicht festgestellt werden, dass Familienunternehmen signifikant besser performen als nicht-familiengeführte Unternehmen. Auch weiche Faktoren spielen bei der Leistungsfähigkeit von Unternehmen eine wichtige Rolle. Typischerweise sind das die Mitarbeiterzufriedenheit oder die Beschäftigungsentwicklung. Familienunternehmen investieren insbesondere dann in ihre Mitarbeiter, wenn sich ihr Wettbewerbsvorteil auf Qualität und Innovationen statt auf Preisführerschaft stützt. Dies führt zu geringeren Fluktuationsraten und stabilerer Beschäftigungsentwicklung, auch in Krisenzeiten. Tatsächlich konnte nicht nachgewiesen werden, dass die untersuchten DAX-30-Familienunternehmen im Sinne der Mitarbeiterentwicklung eine bessere Leistung zeigen als die anderen Unternehmen.

„Das heißt, bei den von uns untersuchten ökonomischen KPIs schneiden Familienunternehmen nur in Sachen Gesamtkapitalrendite erkennbar besser ab – und zwar über den gesamten analysierten Zeitraum von 2005 bis 2015. Diese Leistung wurde also auch durch die Finanzkrise 2008 nicht beeinträchtigt“, erklärt Sure. „Insofern haben Familienunternehmen die Krise 2008 und ihre Nachwirkungen unter Einbezug aller Kenngrößen zumindest nicht schlechter überstanden als Nicht-Familienunternehmen, bei Betrachtung der Gesamtkapitalrendite sogar besser“, so der Finanzexperte.

Die gesamten Ergebnisse der Studie „Der Einfluss familiärer Gesellschaftsstrukturen auf die Leistung von Kapitalmarktgesellschaften“ sind in der Zeitschrift für Corporate Governance, Ausgabe 4/18, erschienen.