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04-11-2019 • Wiesbaden

Alle sprechen von Digitalisierung – aber was steckt tatsächlich dahinter?

Jeder spricht heute über Digitalisierung. So manchen mag das schon ermüden. Unternehmen müssen sich aber intensiv damit beschäftigen – und zwar alle, sagt Prof. Dr. Dennis Lotter, Studiendekan des Masterstudiengangs Sustainable Marketing & Leadership an der Hochschule Fresenius in Wiesbaden. Und da wird es holprig: Die meisten meinen immer noch, es dreht sich alles um Technologie. Dabei geht es vielmehr um Kultur.

Wiesbaden. „Die Technologie ist nur ein Treiber oder „Enabler“. Digitale Transformation ist ein hoch gestalterischer Akt, den immer noch Menschen initiieren und umsetzen müssen. Das kann keine Technik leisten“, sagt Prof. Dr. Dennis Lotter. „Viele haben noch nicht verstanden, dass die erfolgreiche digitale Transformation vor allem die Veränderung der Unternehmenskultur voraussetzt.“ Und es müssten sich wirklich alle damit befassen, unabhängig von der Branche oder der Größe: Immer mehr Wertschöpfungsketten verzahnen sich und wer sich der Vernetzung verschließt, droht den Anschluss zu verlieren.

Was heißt das konkret – Veränderung der Unternehmenskultur? Die Digitalisierung, neue Technologien heben Grenzen auf und eröffnen vollkommen neue Methoden des Zusammenwirkens. „In vielen Bereichen können wir heute zum Beispiel schon zeit- und ortsunabhängig arbeiten“, erklärt Lotter. „Die Technologie zu haben und bereitzustellen, bringt aber nichts, wenn ich als Geschäfts- oder Bereichsleiter dann doch eine festgelegte Präsenz im Büro erwarte.“ Digital Leadership heißt für Lotter, Trainer oder Coach zu sein, der eine Vision hat, diese vorlebt und als Mentor begleitet. Er oder sie lässt dem Team einen hohen Freiheitsgrad bei der Beantwortung der Frage, wie dieses Ziel, diese Vision erreicht werden kann.

Digitale Transformation hat mit „Design“ zu tun. Wie gehen Designer vor? Sie experimentieren, werten Misserfolge als Lernprozess. Man mag einwenden, dass Unternehmen sich Experimente nicht leisten können. Das Risiko des großen Fehlwurfs vermeiden sie indes, wenn sie einerseits zwar schnell in den Realitätscheck gehen, andererseits aber kleine Schritte machen. „Wir arbeiten in kleinen Iterationen, wechseln vom Marathon zum Sprint. Wir legen die Mentalität ab, lange Zeiträume für Projekte zu haben. Das entspricht der heutigen Dynamik“, führt Lotter aus.

Er sagt auch, dass es „Unternehmen heute gelingen muss, einer Organisation eine Sinnstiftung zu geben, die über das Gewinnmaximierungsmantra hinausgeht.“ Digital Natives stellen heute andere Ansprüche an Unternehmen, ob in der Rolle als Arbeitgeber oder Dienstleister. „Geschäftsführer müssen die Frage beantworten, wie sie ein ganzheitliches Kundenerlebnis erschaffen können. Nur mit einzelnen technischen Features werden sie in Zukunft nicht mehr punkten können.“

Wie funktioniert die digitale Transformation? Lotter hat drei Transformationsebenen ausgemacht, die in jedem Betrieb vorhanden sind. Jeder hat eine Unternehmenskultur, jeder hat mindestens ein Geschäftsmodell und jeder hat Strukturen und Prozesse, die das Ganze im Inneren zusammenhalten. „Dazu kommen neun Transformationsfelder, die wir den Transformationsebenen zuordnen können. Dazu gehören Aspekte wie die Kundenorientierung, der normative Orientierungsrahmen oder auch die Arbeitsweise.“ Von einem digital transformierten Unternehmen lasse sich nur sprechen, wenn wirklich alle Ebenen und Felder den Weg durchlaufen haben.

Lotters Empfehlungen sind Kern seines Buches „Digital Transformation Design – 33 Prinzipien, wie Sie Organisationen ins intelligente Zeitalter führen“. Visuelles Herzstück ist ein Canvas mit den Transformationsebenen und –feldern, das als Masterplan dienen kann. Das Buch ist erhältlich unter https://www.institut-slc.de/buch-digitale-transformation/