Soziale Arbeit und Sozialpädagogik – Unterschiede und Karrierechancen

Soziale Arbeit oder Sozialpädagogik Studieren?

Wo liegen die Unterschiede? Welche Karriereoptionen habe ich? Welches Studium ist besser? Diese und weitere Fragen stellen Sie sich vielleicht, wenn Sie ein Studium anstreben, um im sozialen Bereich tätig zu werden. Und damit sind Sie nicht allein: Wenn es um die Wahl einer der beiden Studiengänge geht, sind viele Studieninteressierte verunsichert. Wir erklären Ihnen, worin sich beide Disziplinen differenzieren und was das Studium an der Hochschule Fresenius so besonders macht.

Arbeitsbereiche der Sozialen Arbeit und Sozialpädagogik

Generell beschäftigen sich sowohl die Soziale Arbeit als auch die Sozialpädagogik mit der Hilfe zur Selbsthilfe. Die Sozialpädagogik legt dabei einen Fokus auf die Prävention. Mit weitreichenden Kompetenzen unterstützen sozialpädagogische Fachkräfte dabei, interfamiliäre Probleme zu erkennen. Außerdem helfen sie Familien bei der Bildung und Erziehung von Kindern und sorgen für eine bestmögliche Integration in die Gesellschaft. Sie beraten Eltern beispielsweise bei Schulproblemen oder fördern positives Verhalten.

Die Soziale Arbeit beinhaltet Bestandteile der Sozialpädagogik, ist jedoch weiter gefasst. So unterstützen Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen nicht nur Familien, sondern auch ältere Menschen oder Begleiten bei der Wohnungs- oder Arbeitssuche. Auch die Integration von Geflüchteten sowie Hilfe für Abhängigkeitserkrankte und Menschen mit Behinderung zählen zu den Aufgabenbereichen.

Die Sozialpädagogik stellt somit einen Schwerpunkt der Sozialen Arbeit dar. Während sozialpädagogische Fachkräfte besonders im Bereich Erziehung und Bildung tätig sind, unterstützen Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen Menschen mit sozialen Schwierigkeiten.

Wenn Sie Soziale Arbeit studieren, können Sie also im Anschluss nicht nur mit Kindern arbeiten, sondern beispielsweise auch älteren Menschen helfen sowie in den Bereichen Integration, Migration oder Resozialisierung tätig werden. Dies macht das berufliche Umfeld der Sozialen Arbeit sehr umfangs- und abwechslungsreich.

Zwei Männer sitzen am Tisch und unterhalten sich

Das passende Studium für Ihre Bedürfnisse

Sie sind sich noch nicht sicher, welchen Weg Sie einschlagen wollen? Ein Studium an der Hochschule Fresenius bietet Ihnen die Gelegenheit, fundierte Kenntnisse aus beiden Spezialisierungen zu erlangen und ein interdisziplinäres Qualifikationsprofil zu erwerben. Nach Abschluss Ihres Studiums erhalten Sie zudem nicht nur den staatlich anerkannten akademischen Grad „Bachelor of Arts“, sondern ebenfalls den Titel „Staatlich anerkannter Sozialarbeiter/Staatlich anerkannte Sozialarbeiterin“ bzw. „Staatlich anerkannter Sozialpädagoge/ Staatlich anerkannte Sozialpädagogin“.

 

 

 

Frank Gusinde

„In intensiven und abwechslungsreichen Lerneinheiten erwerben Sie bei uns nicht nur vielfältige Methoden und Techniken der Sozialen Arbeit, sondern können diese auch in einen gesellschafts­politischen Kontext einordnen. Dank der Auseinandersetzung mit aktuellen Inhalten aus Wissenschaft und Praxis sind Sie für alle Handlungsfelder der Sozialen Arbeit bestens vorbereitet.“ – Prof. Dr. phil. Frank Gusinde, Studiendekan Soziale Arbeit (B.A.)

Soziale Arbeit – Vollzeitstudium

An der Hochschule Fresenius bieten wir Ihnen unterschiedliche Studienmodelle, sodass Sie auf die Weise studieren können, wie es am besten in Ihren Alltag passt. In Frankfurt am Main, Hamburg, Heidelberg, Köln und München bieten wir Ihnen den Studiengang Soziale Arbeit (B.A.) in Vollzeit an. Hier studieren Sie sechs Semester an Ihrem Campus vor Ort und profitieren von enger Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern aus diversen sozialen Bereichen.

Egal ob anhand von Präsentationen, Exkursionen oder anschaulichen Praxisbeispielen im Unterricht: An der Hochschule Fresenius steht der praktische Bezug während des Studiums im Fokus. Auch besondere Aktionen und Veranstaltungen fließen in den Studienalltag mit ein. Neben der Geschichte sowie den Theorien und Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit vermitteln wir Ihnen auch Kenntnisse aus angrenzenden Disziplinen, die für Ihren späteren Beruf zentral sind. Wichtige Praxiserfahrung erwerben Sie im Verlauf des fünften Semesters während Ihres individuellen Praxisprojektes.

 

Soziale Arbeit – Fernstudium

Sind Sie bereits berufstätig und möchten berufsbegleitend einen akademischen Abschluss erwerben, studieren Sie Soziale Arbeit/Sozial Pädagogik (B.A.) im Fernstudium. Entscheiden Sie sich für eine Studiendauer zwischen 6 und 12 Semestern, je nachdem, wie viel Zeit Sie in das Studium investieren können. Auf unserer eLearning-Plattform studynet erwerben Sie die benötigten Kompetenzen und tauschen sich mit Dozierenden und Mitstudierenden aus. Ihr Lernfortschritt wird durch unterschiedliche Prüfungsformen wie z. B. Referate, Hausarbeiten oder (Online) Klausuren überprüft. Bleiben Sie während Ihres Studiums flexibel und lernen Sie wann und wo Sie wollen.

Egal, ob Vollzeit- oder Fernstudium – unsere Studiengangsinhalte entsprechen den Empfehlungen des Bundesverbands der Sozialen Arbeit sowie der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit. Wir bereiten Sie optimal auf Tätigkeiten in unterschiedlichen Arbeitsfeldern vor und durch die Wahl Ihrer persönlichen Studienschwerpunkte schärfen Sie Ihr berufliches Profil in besonderem Maße. Ihnen stehen Schwerpunktmodule aus den verschiedenen Bereichen der sozialen Arbeit sowie Sozialpädagogik zur Auswahl. Im Fernstudium Soziale Arbeit (B.A.) haben Sie zudem die Möglichkeit, das geforderte 100-tägige Praktikum auf Wunsch direkt bei Ihrem Arbeitgeber zu absolvieren.

Zwei Frauen sitzen auf einer Couch und unterhalten sich

Zulassungsvoraussetzungen für ein Soziale Arbeit (B.A.) Studium

Um Soziale Arbeit studieren zu können, müssen Sie eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Allgemeine Hochschulreife (Abitur)
  • Fachhochschulreife
  • Fachgebundener Hochschulreife (Fachabitur)

Möchten Sie Soziale Arbeit (B.A.) ohne Abitur studieren, müssen Sie eine der beiden Zulassungsvoraussetzungen für ein Studium ohne Abitur erfüllen:

  • Ohne Abitur, mit Meisterprüfung oder vergleichbarer Aufstiegsfortbildungsprüfung: Sie müssen einen Meisterbrief besitzen oder eine staatlich anerkannte Aufstiegsfortbildung mit mindestens 400 Unterrichtsstunden erfolgreich abgeschlossen haben
  • Ohne Abitur, mit abgeschlossener zweijähriger Ausbildung, anschließender zweijähriger Berufstätigkeit und Hochschulzugangsprüfung (HZP): Beruflich Qualifizierte mit abgeschlossener zweijähriger Ausbildung und anschließender mindestens zweijähriger hauptberuflicher Tätigkeit in einem dem angestrebten Studium fachlich verwandten Bereich erhalten nach abgeschlossener Hochschulzugangsprüfung (HZP) die Zulassungsberechtigung

 

Ist das Studium Soziale Arbeit (B.A.) das Richtige für mich?

Als künftiger Sozialarbeiter, künftige Sozialarbeiterin oder sozialpädagogische Fachkraft sollten Sie einige Eigenschaften mitbringen und großes Interesse an der Arbeit mit hilfsbedürftigen Menschen haben. Sie sollten Menschen gegenüber eine positive und offene Grundeinstellung haben und eine große Sozialkompetenz sowie Kommunikationsstärke vorweisen. Des Weiteren sind Flexibilität, Motivationsfähigkeit und Durchsetzungsvermögen weitere wertvolle Eigenschaften, über die Sie verfügen sollten, wenn Sie Soziale Arbeit (B.A.) studieren möchten. Ebenfalls ist die Fähigkeit, Balance zwischen Nähe und Distanz zu wahren, eine obligatorische Voraussetzung für die Arbeit im sozialen Bereich. Möchten Sie lieber Managementaufgaben im Sozialwesen und der Sozialwirtschaft übernehmen, kann der Bachelorstudiengang Sozialmanagement (B.A.) für Sie interessant sein.

Mann kniet vor Kind und hilft einen Gesichtsschutz anzuziehen

Karrierechancen nach dem Studium

Haben Sie Ihr Studium der Sozialen Arbeit abgeschlossen, stehen Ihnen zahlreiche Türen in unterschiedlichen sozialen Arbeitsbereichen offen. Je nach Ihren individuellen Schwerpunktmodulen sind unter anderem folgende Arbeitsbereiche möglich:

  • Kinder- und Jugendhilfe
  • Klinische Sozialarbeit
  • Familienhilfe
  • Drogenhilfe
  • Bewährungshilfe
  • Berufliche Rehabilitation
  • Sozialpolitik
  • Interkulturelle Pädagogik/Migration
Zurück zum Seitenanfang