11-07-2019 • Wiesbaden

Wiesbadener Studierende suchen Sternschnuppen für Zwerg-Nase-Haus

Was nüchtern mit einem Praxisprojekt im Rahmen des Studiums begonnen hat, ist schnell Realität und mittlerweile echte Herzensangelegenheit geworden: Drei Studentinnen und ein Student der Hochschule Fresenius in Wiesbaden sollten eigentlich für das Zwerg-Nase-Haus ein Fundraising-Konzept entwickeln. Jetzt möchten sie noch bis September auf Spendenbasis „Zwergenwünsche“ erfüllen. Insgesamt sollen mindestens 14.000 Euro zusammenkommen.

Wiesbaden. „Nach unserem ersten Besuch im Zwerg-Nase-Haus und den Gesprächen mit den dort dauerhaft wohnenden Kindern war uns sofort klar, dass unser Konzept nicht reine Theorie bleiben kann, sondern unbedingt umgesetzt werden muss“, sagt Alina Lonzick, die im dritten Semester Medien- und Kommunikationsmanagement in der hessischen Landeshauptstadt studiert.

Alle Menschen haben Träume und Bedürfnisse, häufig können sie sich diese aber nicht erfüllen. Das gilt insbesondere für Menschen mit mehr oder weniger starken Beeinträchtigungen: „Für sie sind schon ganz normale Tätigkeiten nicht oder zumindest nicht ohne Hilfestellung anderer durchführbar. Bereits alltägliche Situationen können sie allein nicht meistern. Umso größer wiegt die Freude, wenn sich Sehnsüchte erfüllen lassen“, schildert Lonzick. Deshalb wollen die Studierenden helfen.

Ihre Kampagne trägt den Namen „Zwergenwünsche – sei eine Sternschnuppe und erfülle sie!“. Wiesbadener Unternehmen und Organisationen, aber auch alle Bürgerinnen und Bürger können in die Rolle einer Sternschnuppe schlüpfen und mit ihrer Spende ihren Teil dazu beitragen, dass die kleinen Bewohner des Zwerg-Nase-Hauses in den Genuss eines besonderen Erlebnisses kommen oder eine wichtige Stütze für die Bewältigung ihres Lebensalltages erhalten. „Uns hat positiv überrascht, wie bescheiden die Herzenswünsche vieler Kinder grundsätzlich sind. Aufgrund ihrer Einschränkungen kosten diese mitunter aber eine Menge Geld.“

Manche möchten nur eine schöne Geburtstagsfeier, auf den Weihnachtsmarkt oder einfach mal in die Stadt zum „Shoppen gehen“. Andere wünschen sich den Besuch eines Zweitligaspiels beim SV Wehen-Wiesbaden oder der Augsburger Puppenkiste. „Ausflüge jeder Art sind sehr beliebt“, sagt Lonzick. Aber auch neue Betten müssen erst einmal finanziert werden. Es muss aber nicht immer die Geldspende sein – auch über Gutscheine freuen sich die Kinder – oder über neue Bettwäsche, bunt sollte sie sein.

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