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05-09-2018 • Hamburg

„Tausche-Ideen-aus-Tag“: Tipps für die Entwicklung von kreativen Ideen (ganze PM)

Am 10. September ist der „Tausche-Ideen-aus-Tag“. Ins Leben gerufen hat ihn der amerikanische Patentamts-Bibliothekar Robert Birch mit dem Ziel, dass Menschen sich durch den Austausch von Ideen gegenseitig inspirieren. Die Psychologin Dr. Yvonne Glock, die den berufsbegleitenden Studiengang Wirtschaftspsychologie (B.Sc.) und den Masterstudiengang Digital Psychology (M.Sc.) an der Hochschule Fresenius in Hamburg leitet, erklärt, worauf es ankommt, damit kreative Austauschprozesse gelingen.

Hamburg. Ob Design Thinking, Mind Mapping oder Brainstorming – es gibt zahlreiche Ansätze und Methoden, die für die Entwicklung von kreativen und innovativen Ideen förderlich sein sollen. Ein wichtiger Aspekt dabei ist, sich mit anderen auszutauschen. „Damit auch tatsächlich wertvolle Ideen entstehen, sollten einige Dinge beachtet werden“, so Dr. Yvonne Glock.
Grundsätzlich gilt: „Man braucht vor allem Zeit. Wichtig ist natürlich darüber hinaus, dass es zwischen den Teilnehmern keine großen Konflikte gibt, die die gemeinsame Ideengenerierung behindern“, betont die Psychologin. „Um die Kreativität in Gruppen zu fördern, sollten Ideen keinesfalls direkt bewertet werden, die Teilnehmer sollten zudem bereit sein, ihre Denkmuster zu hinterfragen und die Stimmung in der Gruppe sollte positiv sein“, führt sie weiter aus.

Effektive Formen der Ideenfindung

Das klassische Brainstorming steht mittlerweile häufig in der Kritik. „Dies liegt daran, dass bei wenig geübten Moderatoren keine Trennung der Ideen von der Bewertung stattfindet. Am Ende entstehen dann oft weniger Ideen, als wenn sie von Einzelpersonen entwickeln werden“, erklärt Glock. Daher empfiehlt sie als alternative Form das Brainwriting, da es auch ohne einen geübten Moderator durchgeführt werden kann. Beim Brainwriting gibt es verschiedene Formen, zum Beispiel die 6-3-5 Methode, bei der sechs Teilnehmer jeweils drei Ideen auf ein Blatt Papier notieren, dieses dann an den nächsten Teilnehmer weitergeben, der jeweils neue Ideen auf dem Blatt notiert.

Sofern etwas mehr Zeit zur Verfügung steht, bieten sich zur Ideengenerierung in Projekten laut Glock auch die Methode der Denkhüte oder die Disneymethode an, bei denen verschiedene Perspektiven wie z.B. die des Träumers, des Visionärs, des Kritikers oder des Realisten eingenommen werden -– unabhängig davon, welche Position man selbst vertritt.

Zur Ideensammlung eignen sich auch die Anfertigung von Mindmaps oder die Arbeit mit der Reizwortmethode. Hierbei schreiben die Teilnehmer zu vorgegebenen Stichworten ihre Gedanken auf. Zur Förderung von Ideen lässt sich auch die sogenannte Kopfstandtechnik einsetzten. Hier wird die eigentliche Fragestellung zunächst in das Gegenteil umgewandelt. Es wird also beispielsweise nicht gefragt, wie man die eigenen Verkäufe als Unternehmen erhöhen kann, sondern stattdessen, warum Kunden bei der Konkurrenz kaufen. Die gesammelten Ideen werden dann in einem zweiten Schritt genutzt, um breiter gefächerte Ideen für die Ausgangsfragestellung zu erhalten.