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06-11-2018 • Idstein

Hochschule Fresenius gründet Informatik-Cluster

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Die Hochschule Fresenius gründet ein Informatikcluster für die Metropolregion FrankfurtRheinMain. Dieses besteht aus zunächst zwei Kernelementen: Ab dem Wintersemester 2019/2020 bietet die Hochschule in Idstein und Wiesbaden die Bachelorstudiengänge Bioinformatik, Angewandte Informatik und Wirtschaftsinformatik an. Außerdem eröffnet sie ein zentrales Informatik-Kompetenzzentrum. Dort arbeiten Experten aus allen Fachbereichen zusammen, um Lehrkonzepte durch digitale Elemente zu erweitern und die Arbeit an digitalen Forschungsprojekten auf ein neues Level zu heben. Geplant ist zudem der enge Austausch mit Start-ups und Gründerzentren in der Region.

Idstein. „Der Markt hat einen sehr hohen Bedarf an praxisnah ausgebildeten Fachkräften, die schnell umsetzbare Lösungen für reale und aktuelle Fragestellungen entwickeln und eine unternehmerische Denke mitbringen“, sagt Prof. Dr. Ekkehart Baumgartner, Vizepräsident für Studium und Lehre an der Hochschule Fresenius. „Wir haben mit zahlreichen Unternehmen gesprochen, deren Fachabteilungen dringend Mitarbeiter suchen, die mit hohem Verständnis für den jeweiligen Geschäftsbereich Projekte planen, umsetzen und führen können. Diese Mitarbeiter bilden wir künftig aus. Dabei legen wir Wert auf Praxisnähe.“ Aus diesem Grund wird es nicht wie an anderen Hochschulen einen eigenen, neuen Informatik-Fachbereich geben, sondern IT-Wissen wird immer in Kombination mit dem Fachwissen aus der jeweiligen Branche kombiniert und an die Studierenden vermittelt. „Denn Interdisziplinarität ist der Schlüssel für übergreifende Lösungsansätze“, so Baumgartner.

Maximal 40 Studierende pro Fach

Schon jetzt verfügt die Hochschule Fresenius über ein großes Unternehmens-Netzwerk. Davon sollen künftig auch die Studierenden der Informatik-Studiengänge profitieren: Sie knüpfen wertvolle Kontakte und lernen mögliche künftige Einsatzgebiete kennen, beweisen ihre Fähigkeiten in echten Projekten und können neben Praktika auch ihre Abschlussarbeit direkt im Unternehmen ihrer Wahl machen. Ein weiterer Vorteil: Während an vielen Universitäten mehrere hundert Studierende ein Informatikstudium beginnen, nimmt die Hochschule Fresenius maximal 40 Studierende pro Fach auf. „Bei uns erfahren sie eine intensive Betreuung und werden zielgerichtet auf die Bedürfnisse des Marktes vorbereitet. Die Abbruchquoten in unseren Studiengängen sind äußerst gering und die Aussichten auf einen Job sehr gut“, sagt Prof. Dr. Thorsten Daubenfeld, Dekan des Fachbereichs Chemie & Biologie an der Hochschule Fresenius. Ein Beispiel für die besondere Unterstützung ist das Angebot spezieller Kurse in Mathematik. „Häufig sind fehlende Mathekenntnisse oder auch Ängste vor dem Fach der Grund für ein Scheitern des Informatikstudiengangs. Dem beugen wir mit unserem Kursangebot direkt vor“, erklärt Daubenfeld.  „Die Digitalisierung ist eines der beherrschenden Themen in den Bereichen Wirtschaft und Medien. Wir möchten, dass unsere Studierenden Zusammenhänge verstehen und sie dazu befähigen, Change-Prozesse in den Betrieben voranzutreiben beziehungsweise neue Entwicklungen auf den Weg zu bringen“, ergänzt Prof. Dr. Rainer Türck, Dekan des Fachbereichs Wirtschaft & Medien an der Hochschule Fresenius. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass unsere Studierenden diese aktive Rolle einnehmen können und nicht bloß Auftragsarbeiten erledigen.“ Der Fachbereich Wirtschaft & Medien zieht im Sommer 2019 nach Wiesbaden um. „Dort gibt es eine sehr lebendige Gründerszene, mit der wir jetzt schon zusammenarbeiten“, so Türck. „Das wollen wir in Zukunft noch deutlich ausbauen.“ Prof. Dr. Thorsten Daubenfeld und Prof. Dr. Rainer Türck werden den neuen Kompetenzbereich leiten.

Landespolitische Bedeutung

Der Landtagsabgeordnete Marius Weiß gratulierte der Hochschule Fresenius im Rahmen des Festaktes zur neuen Schwerpunktsetzung: „Wir werden in den nächsten 20 Jahren eine enorme, von der Digitalisierung geprägte Entwicklung erleben. Schon jetzt haben wir eine ganze Reihe landespolitischer Themen, die unmittelbar von diesem Thema betroffen sind und fast alle Berufsfelder haben damit zu tun. Bildung und Weiterbildung spielen eine ganz wesentliche Rolle, wenn es um die richtigen Antworten auf künftige Fragen geht.“

Über die Hochschule Fresenius

Die Hochschule Fresenius mit ihren Standorten in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Idstein, Köln und München sowie dem Studienzentrum in New York gehört mit über 13.000 Studierenden zu den größten und renommiertesten privaten Hochschulen in Deutschland. Sie blickt auf eine 170-jährige Tradition zurück. 1848 gründete Carl Remigius Fresenius in Wiesbaden das „Chemische Laboratorium Fresenius“, das sich von Beginn an sowohl der Laborpraxis als auch der Ausbildung widmete. Seit 1971 ist die Hochschule staatlich anerkannt. Sie verfügt über ein sehr breites, vielfältiges Fächerangebot und bietet in den Fachbereichen Chemie & Biologie, Design, Gesundheit & Soziales, onlineplus sowie Wirtschaft & Medien Bachelor- und Masterprogramme in Vollzeit sowie berufsbegleitende und ausbildungsbegleitende (duale) Studiengänge an. Die Hochschule Fresenius ist vom Wissenschaftsrat institutionell akkreditiert. Bei der Erstakkreditierung 2010 wurden insbesondere ihr „breites und innovatives Angebot an Bachelor- und Master-Studiengängen“, „ihre Internationalität“ sowie ihr „überzeugend gestalteter Praxisbezug“ vom Wissenschaftsrat gewürdigt. Im April 2016 wurde sie vom Wissenschaftsrat für weitere fünf Jahre reakkreditiert.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website: www.hs-fresenius.de