12-06-2020 • Wiesbaden

Bis 2023 will Hochschule Fresenius Gründer- und Unternehmerhochschule sein

Im Dezember 2019 nahm das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Hochschule Fresenius in das Förderprogramm „EXIST – Potenziale heben“ auf. In den Jahren 2020 bis 2023 erhält die Hochschule vom Staat finanzielle Mittel in Höhe von rund zwei Millionen Euro, um sich als „Leuchtturm der Gründungsförderung“ zu etablieren. Jetzt startet sie im Juni mit ihrem „Pioneer Programm“. Es dient als Accelerator für Gründungspotenzialträger und soll innovative und wachstumsorientierte Gründerteams identifizieren und individuell beziehungsweise intensiv fördern.

Wiesbaden. Das auf ein Jahr ausgerichtete Programm richtet sich an Gründungswillige, die nicht zwingend aus der Hochschule selbst stammen müssen. Sie sollen mit dem Aufbau von Expertenpools – durch Mentoren und deren Expertise – gestärkt werden. „Am Ende der Laufzeit soll jeder Hochschule-Fresenius-Pioneer den nötigen Booster erhalten, um das Geschäftsmodell auf ein neues Level zu bringen, mit einer besseren Positionierung und einer schnelleren und noch besseren Entwicklung. Zudem ist es das Ziel, einen Zugang zu einer angemessenen Finanzierung zu erreichen“, sagt Maximilian Faust, Leiter des Competence Center Entrepreneurship (CCE) an der Hochschule Fresenius. Zugang zu den Finanzquellen möchte die Hochschule über Investorenpitches im Rahmen der eigens dafür gedachten „Investor Days“ ermöglichen.

Während der zwölfmonatigen Laufzeit bekommen alle Teilnehmer des Programms kostenfrei Zugang zu einem eigenen regionalen Arbeitsplatz und zum „Pioneer Lab“, wo sie ihre Kreativität ausleben, Ideen umsetzen und Produkte testen können. „Wir haben kräftig in die moderne und professionelle Umgebung investiert. Zudem haben wir uns mit Vodafone und Merck zwei starke Unternehmenspartner zur Unterstützung des Accelerator-Programms mit ins Boot geholt“, so Faust. „Neben dem Pioneer Programm gehören noch viele weitere Aktivitäten zur ganzheitlichen und strukturierten Gründungsförderung an unserer Hochschule sowie eine eigene Gründer-Online-Welt mit Workshops, Vorträgen und Podcast, eine Art ‚Netflix‘ für Gründerinnen und Gründer, klassische Erstberatungen, Gründerevents, die Vermittlung von Gründerstipendien oder der Aufbau von Netzwerkaktivitäten. Ab dem kommenden Wintersemester gehen wir sogar mit drei Master-Studiengängen im Bereich Entrepreneurship in Wiesbaden an den Start.“

Das Konzept, Gründerinnen und Gründer auf ihrem Weg zur Verwirklichung unternehmerischer Ziele zu unterstützen, passt zur „DNA“ der Hochschule Fresenius: Eine interne Umfrage unter rund 13.000 Studierenden hat ergeben, dass rund 47 Prozent die Gründung eines Unternehmens oder Start-ups „interessant“ beziehungsweise „sehr interessant“ finden. Die Frage, ob es in der Familie schon ein Unternehmen gibt, bejahten 54 Prozent der Befragten. Gründervater Carl Remigius Fresenius wäre wohl stolz, wenn er das erfahren würde: Er hat schließlich selbst – unter schwierigen Bedingungen – 1848 sein chemisches Laboratorium in Wiesbaden eröffnet und damit den Grundstein für die Hochschule Fresenius gelegt.

Wiesbaden und die Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main mit weiteren Hochschulstandorten in Idstein und Frankfurt soll Ausgangspunkt für ein bundesweites Engagement sein. Maximilian Faust: „Es ist unser Ziel, künftig bundesweit an allen neun Standorten der Hochschule Fresenius Gründerinnen und Gründer sowie Unternehmerinnen und Unternehmer ganzheitlich und strukturiert zu unterstützen.“

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