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17-12-2018 • Köln

Sechs neue Professoren an der Hochschule Fresenius in Köln und Düsseldorf

Dr. Dominic Gansen-Ammann, Dr. Petra Ludäscher, Dr. Kathrin Schütz, Dr. Klaus Rösgen, Dr. Oleksiy Khoroshun und Dr. Sabine Behn wurden auf Antrag der Hochschule Fresenius, Fachbereich Wirtschaft & Medien, vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst zu Professoren berufen. Diese Woche wurden ihnen im Rahmen ihrer Antrittsvorlesungen die Berufungsurkunden verliehen.

Köln. Wer seine Karriere vorantreiben will, kann sich beispielsweise coachen lassen oder Ratgeber lesen. Dass auch ein Besuch im Fitnessstudio besonders für Männer in wirtschaftsnahen Tätigkeitsfeldern hilfreich sein kann, scheint zunächst absurd, so Prof. Dr. Dominic Gansen-Ammann in seinem Vortrag. Das für den Muskelaufbau notwendige körperliche Training könne jedoch mit einem hohen Maß an Leistungsorientierung und Selbstmanagement einhergehen – Eigenschaften, die auch in der Berufswelt gefragt seien, führte der Psychologe weiter aus. Zudem könne die Zuschreibung wünschenswerter Attribute durch einflussreiche Dritte in Unternehmen zu besseren Chancen auf der Karriereleiter führen. „Körperliche Aktivität und Muskulösität gehen mit Attributen einher, die im Arbeitskontext leistungsförderlich sind und für Arbeitgeber wünschenswert erscheinen. Zum Beispiel: ein besserer körperlicher und psychischer Gesundheitszustand, höhere Kreativität und geistige Flexibilität, Leistungs- und Wettbewerbsorientierung, höhere Gewissenhaftigkeit und niedrigerer Neurotizismus“, erklärt der Psychologe

Prof. Dr. Petra Ludäscher beschäftigte sich in ihrer Antrittsvorlesung mit dissoziativen Zuständen bei Trauma-assoziierten psychischen Störungen. Sie führte zunächst in die Phänomologie ein und zeigte anhand eines Beispiels auf, wie sich dissoziative Zustände äußern können. Zu dem Zeitpunkt eines traumatischen Ereignisses würden sie kurzfristig dabei helfen, die Situation aushalten zu können, langfristig würden dissoziative Zustände allerdings häufig unkontrolliert, automatisiert und in unspezifischen Situationen auftreten, was die meisten Betroffenen sehr belaste, so die Psychologin. „Dissoziative Zustände kommen in unterschiedlichen Ausprägungen vor“, erklärte Ludäscher weiter. „So gibt es beispielsweise in belastenden Situationen den Eindruck des Nebensichstehens, der durchaus noch im Bereich des Normalen liegt, bis hin zu Bewusstseins- und Identitätsphänomenen pathologischen Ausmaßes.“ Ausgelöst würden sie vor allem durch Stress und begünstigt durch bestimmte Persönlichkeitsmerkmale oder auch situative Anfälligkeitsfaktoren wie wenig Schlaf, unausgewogene Ernährung oder reduzierte Trinkmengen. Therapeutische Maßnahmen könnten die Betroffenen dabei unterstützen, ihr Leben trotz dieser Einschränkungen zu meistern, indem sie bspw. lernen, Frühsignale zu erkennen und adäquat darauf zu regieren. Ob eine Therapie überhaupt von Nutzen sein kann, hänge in bedeutendem Maße davon ab, ob dissoziative Symptome kontrolliert werden können, weil ansonsten das Lernen neuer Verhaltensweisen deutlich erschwert sei.

Der Frage, ob jüngere und ältere Models in der Werbung attraktiv und kompetent wirken, ging Prof. Dr. Kathrin Schütz in ihrem Vortrag nach. Aufgrund des demographischen Wandels gewinne die Generation 50+ an Bedeutung: Sie verfüge über eine hohe Kaufkraft, konsumiere gerne und stelle eine medienaffine und heterogene Zielgruppe dar, so die Psychologin. Trotzdem werde sie von der Werbeindustrie nur in geringem Maße beachtet. Dies zeige sich auch daran, dass vergleichsweise wenig ältere Models auf Plakaten oder in Anzeigen zu sehen seien. Schütz ging dabei auf drei Forschungsansätze zum Einsatz von Models in der Werbung sowie auf eigene Forschungsergebnisse ein. Dem evolutionsbiologischen Ansatz zufolge wird Schönheit mit einem jugendlichen Alter assoziiert, wonach ausschließlich jüngere Models in der Werbung eingesetzt werden sollten. Laut der Identifikationstheorie sollte auf die Ähnlichkeit zwischen Models und Rezipienten geachtet werden. Laut der Match-up-Hypthose spiele jedoch auch die Passung (Fit) bzw. Kongruenz zwischen beworbenem Objekt und Model eine wichtige Rolle, um glaubwürdig und somit erfolgreich zu sein. Ihren Forschungsergebnissen zufolge spielt die wahrgenommene Kompetenz eines Models eine große Rolle, wonach nicht nur ältere Models z.B. in der Arzneimittelwerbung als passend und kompetent wahrgenommen werden, sondern auch Jüngeren in verschiedenen Bereichen eine hohe Kompetenz zugesprochen wird, wie beispielsweise im Technikbereich.

 „Controlling in Versicherungsunternehmen – Anforderungen und Ausgestaltung“ lautete der Titel der Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Klaus Rösgen, in der er sich mit den besonderen Herausforderungen des Controllings in Versicherungen auseinandersetzte. Dabei beschrieb er die spezifischen Auswirkungen der Branche auf Planung, Kostenrechnung und Kennzahlensysteme. Wichtige Stellhebel habe das Controlling in den Bereichen Vertrieb, Schaden und Kapitalanlagen, so der Versicherungsexperte. Notwendig sei allerdings eine wertorientierte Steuerung und auch das bereichsbezogene Controlling müsse auf die Ertrags- und Risikoorientierung hin ausgerichtet werden.

Prof. Dr. Oleksiy Khoroshun beschrieb in seinem Vortrag, wie ein effektives Marktdesign bei der Bereitstellung öffentlicher Güter funktionieren kann. Öffentlich sind jene Güter, die weder eine ausschließbare noch einen revalisierenden Nutzen aufweisen dürften, erklärte der Volkswirt. Davon ausgehend hielt er fest, dass Märkte öffentliche Güter nicht bereitsstellen können und staatliche Förderungen häufig nicht effizient seien. Anhand eines Straßenbauprojektes zeigte er, wie wahre Präferenzen mithilfe des aus der Spieltheorie stammenden Vickrey-Clarke-Groves-Mechanismus aufgedeckt werden können. „Dieser Mechanismus ist jedoch mit hohen Kosten verbunden“, so Khoroshun. Diese könne man aber mithilfe der Clarke-Steuer verringern. Dabei handelt es sich um eine Methode, um die Nachfrage nach Kollektivgütern aufzudecken. Diese Nachfrage wird festgestellt, indem jeder Teilnehmer angeben muss, welchen Geldbetrag er auszugeben bereit wäre, wenn sich bei der Wahl seine Güternachfrage durchsetzt. Damit jeder seine Präferenzen aufdeckt und keine Wahlstrategie betreibt, wird bei den Gewinnern der Wahl eine Steuer erhoben.

In ihrer Antrittsvorlesung setzte sich Prof. Dr. Sabine Behn mit dem Thema auseinander, wie Nachhaltigkeit in mittelständischen Unternehmen umgesetzt werden kann. Zu Beginn beschrieb sie das klassische Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit, das die ökologische, soziale und ökonomische Dimension umfasst. „Durch die Umsetzung der neuen EU-Richtlinie (CRS-RUG) sind bestimmte kapitalmarktorientierte Unternehmen ab dem Geschäftsjahr 2017 gehalten, über ihre nachhaltigen Aktivitäten zu berichten. Dies gilt zwar nicht für kleine und mittelständische Firmen“, so die Betriebswirtin. Es gebe jedoch Ausstrahlungseffekte auf die Mittelständler, da große Unternehmen zunehmend darauf achten würden, ob auch ihre Zulieferer sich an nachhaltig Kriterien halten. „Für einige Mittelständler ist die Umsetzung aber schwierig“, so Behn. Dies liege zum einen daran, dass einige Nachhaltigkeitsleitlinien zu umfassend und andere zu wenig konkret seien. Oder es schlicht an personellen und finanziellen Ressourcen fehle. Als Orientierungshilfe für den Mittelstand empfahl sie abschließend den Deutschen Nachhaltigkeitskodex, der mit 20 Kriterien in vier Dimensionen einen umfassenden Nachhaltigkeitsansatz und ein praktikables Berichtskonzept bilde.

Über die Professoren:
Prof. Dr. Dominic-Nicolas Gansen-Ammann studierte Psychologie mit den Schwerpunkten Arbeits-, Organisations-, Wirtschafts- und Klinische Psychologie. 2009 wechselte er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Hochschule Fresenius in Köln und schloss 2014 seine berufsbegleitende Promotion zur Karriereforschung an der Universität Bonn ab. Er leitete die Bachelorstudiengänge Wirtschaftspsychologie in Vollzeit und berufsbegleitend und verantwortet seit 2016 den Vollzeit-Bachelorstudiengang Angewandte Psychologie in Köln.

 Prof. Dr. Petra Ludäscher studierte Psychologie an den Universitäten Heidelberg und Freiburg. Nach erfolgreich abgeschlossener Promotion 2008 zum Thema „Somatosensorik und Schmerzwahrnehmung bei Patientinnen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung“ begann sie in 2016 ihre Tätigkeit als Hochschuldozentin an der Hochschule Fresenius am Standort Köln. Seit September 2018 ist Frau Ludäscher Studiendekanin des in Köln neu gestarteten Masterstudiengangs Psychologie (M.Sc.) sowie des Bachelorstudiengangs Psychologie (B.Sc.).

Prof. Dr. Kathrin Schütz absolvierte ihr Bachelor- und Masterstudium in Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Fresenius. 2015 promovierte sie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und ist seit 2016 als Hochschuldozentin für die Hochschule Fresenius tätig.

Prof. Dr. Klaus Rösgen absolvierte sein Studium der Betriebswirtschaft an der Universität zu Köln. Nach der Promotion wechselte er in die Versicherungs- und Finanzbranche. An der Hochschule Fresenius lehrt er Betriebswirtschaftslehre und ist Studiendekan für Immobilienwirtschaft.

Prof. Dr. Oleksiy Khoroshun studierte an der Universität in Kiew Volkswirtschaftslehre. Im Jahr 2005 schloss er seine Promotion an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ab. Seit 2017 ist er als Hochschuldozent an der Hochschule Fresenius tätig.

Prof. Dr. Sabine Behn studierte BWL an der Universität zu Köln und absolvierte dort auch ihre Promotion. Mehr als zehn Jahre verantwortete sie die Kapitalkommunikation von verschiedenen börsendotierten Unternehmen. Seit 2017 leitet sie als Studiendekanin den Bachelorstudiengang BWL an der Hochschule Fresenius.