Vortrag über Studie zum Sportverhalten und den gesundheitlichen Belastungen Studierender

Zum 10. Mal fand am 04. März 2021 das renommierte Innsbrucker Sportökonomie & – Management Symposium statt. Das Institut für Sportwissenschaft der Universität Innsbruck hatte gemeinsam mit der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz zu dieser Online-Tagung eingeladen, in deren Rahmen Prof. Dr. Torsten Wojciechowski, Studiengangsleiter Sportmanagement (B.A.) an der Hochschule Fresenius Heidelberg, zusammen mit seiner Kollegin aus Österreich, Prof. Dr. Claudia Stura, die Ergebnisse einer Studie präsentierte.

Für die Studie zum Gesundheits- und Sportverhalten Studierender hatten Prof. Dr. Torsten Wojciechowski und Prof. Dr. Claudia Stura Studierende einer österreichischen Fachhochschule befragt. In ihrem Vortrag berichteten sie darüber, dass vor allem die Ausarbeitung von Seminar- und Abschlussarbeiten, Gruppenarbeiten, Vorbereitungen auf Prüfungen und die Prüfungen selbst, die Erfüllung der eigenen Ansprüche, die Vereinbarkeit von Studium und (Neben-)Beruf sowie unterschiedliche Anforderungen über das Semester hinweg als Stressauslöser benannt wurden. Dabei schildern weibliche Studierende in vielen Bereichen eine signifikant stärkere Belastung als männliche Studierende, Bachelorstudierende fühlen sich stärker beansprucht als Masterstudierende und Vollzeitstudierende stärker als berufsbegleitend Studierende. Zentrale gesundheitliche Auswirkungen zeigen sich in Glieder-, Rücken- und Nackenbeschwerden bis hin zu Magen-Darm-Beschwerden, depressiven Verstimmungen und Depressionen. Zur Stressbewältigung setzen die Studierenden laut Studie unterschiedliche Handlungsstrategien ein, wobei das Sporttreiben an vierter Stelle steht. Die befragten Studierenden zeigten sich dabei überdurchschnittlich sportaktiv, insbesondere im Ausdauer-, Gesundheits- und Fitnesssport sowie im Bergsport.

Die Ergebnisse decken sich – so die Erkenntnis der beiden Professor*innen – mit denen vorangegangener Studien aus anderen Ländern. Neben weitergehenden Analysen sei nun die systematische Entwicklung zielgruppenorientierter Interventionsmaßnahmen notwendig. „Die Hochschulen stellen einen wichtigen Teil der Lebenswelt von Studierenden dar und sie können durch gezielte Angebote zur Prävention und Bewältigung von Stress einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit ihrer Studierenden leisten“, resümiert Prof. Dr. Torsten Wojciechowski.

Portraitfoto von Prof. Dr. Torsten Wojciechowski

 

Prof. Dr. Torsten Wojciechowski

Studiengangsleiter Sportmanagement (B.A.)
an der Hochschule Fresenius Heidelberg

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