„Transformation Loop“ gestartet

Studierende, Schülerinnen und Schüler, Lehrende und Vertreter gesellschaftlicher Funktionsbereiche tauschen sich regelmäßig zum digitalen und gesellschaftlichen Wandel aus: An der Hochschule Fresenius Heidelberg startete jetzt der „Transformation Loop“ mit einem breitgefächerten ersten Austausch.

Gertrud Hilser, die Regionalchefin des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, hatte gerade betont, wie wichtig der intergenerative Austausch in den Unternehmen und in der Gesellschaft sei, um die Transformation erfolgreich zu meistern, da lieferten die Studierenden, Schülerinnen und Schüler prompt die Idee dazu: „Generation Z trifft die Babyboomer, um gemeinsam über Nachhaltigkeit und Digitalisierung zu diskutieren.“

Ob Wirtschaft, Medien, Bildung, Sport, Tourismus oder Kultur: Alle Bereiche unserer Gesellschaft sind vom (digitalen) Wandel betroffen. Wie definiert und zeigt sich die Transformation? Welche konkreten Herausforderungen, aber auch Chancen bringt sie in den einzelnen Bereichen mit sich, welche neuen Trends und Bedarfe? Zu welchen Aspekten oder Problemen könnten oder sollten Lehrende, aber auch Studierende Forschungsergebnisse, Modelle oder Lösungen liefern? Solchen Fragen widmet sich der „Transformation Loop“, der an der Hochschule Fresenius Heidelberg jetzt gestartet ist.

Lehrende, Studierende und auch Schüler tauschen sich regelmäßig mit Vertretern und Praxisexperten der verschiedenen regionalen Funktionsbereiche aus, um gemeinsam Aspekte der Transformation möglichst perspektivenreich zu erörtern –  darin liegen Sinn und Zweck der neuen Einrichtung, die von den Professorinnen und Professoren der Hochschule Fresenius Heidelberg entwickelt wurde. Damit soll die Transformation einer Region, in diesem Fall der Metropolregion Rhein-Neckar, in ihren zahlreichen Facetten sozusagen in Echtzeit mitbegleitet und mitgedacht werden. Ergebnisse von daraus entstehenden Forschungsstudien und Studierendenprojekten werden an die regionalen Stakeholder jeweils zurückgespiegelt. Und der Loop bewegt sich weiter und weiter in die nahe Zukunft.

Die Digitalisierung, darin waren sich die rund 40 Teilnehmer der – digitalen – Loop-Premiere einig, ist der größte Treiber der Transformation. „Die demografische Entwicklung sollte als weitere Herausforderung aber mitberücksichtigt werden“, meinte Gertrud Hilser. Start-up-Gründer Ben Casserly pochte auf die Bedeutung einer nachhaltigen Entwicklung, die authentisch sein müsse: „Das sollte in die Köpfe der CEOs“ – so Casserly. Dass auch im Tourismus das Bewusstsein für gelebte Nachhaltigkeit als zentraler Faktor der Transformation weiter verstärkt werden müsse, verdeutlichte Dr. Andreas Braun, der Geschäftsführer von Baden-Württemberg Marketing. Sollte es an Schulen künftig das Fach „Nachhaltigkeit“ geben? Die Schülerinnen und Schüler der Friedrich-List-Schule Mannheim, ihre Lehrerin Bibiane Severin und Schulleitungsmitglied Jochen-Kurt Müller sprachen sich klar dafür aus. Den Chefredakteur der Rhein-Neckar-Zeitung, Dr. Klaus Welzel, interessiert wiederum ganz stark, wie die junge Generation kommuniziert, „wie sie tickt“. Er regte eine entsprechende wissenschaftliche Analyse an.

Der Loop-Start brachte viele Denkanstöße, Fragen, Anregungen – die jetzt von den Lehrenden und Studierenden der Hochschule Fresenius Heidelberg gemeinsam erörtert und zu Forschungs- und Studienprojekten weiterentwickelt werden. Das Thema des nächsten Transformation Loops steht dank der eingangs erwähnten Idee der Studierenden und Schüler bereits fest: Generation „Greta“ und Babyboomer tauschen sich über Transformation und Nachhaltigkeit aus.

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