Kuratorium der Hochschule Fresenius „Hochschulen müssen Treiber für Nachhaltigkeit und Innovation sein!“

Am 25. November fand die 13. Kuratoriumssitzung der Hochschule Fresenius München virtuell statt. Der Einladung von Prof. Dr. Jörg Buchtal, Professor für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Fresenius in München und Leiter des Kuratoriums, folgten rund 30 hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft wie Johanna Oetker, Ronald Focken (CEO Serviceplan) oder Christoph Knorn (Director Strategy & Transformation, Siemens AG), um sich über die nachhaltige Zukunft der Hochschulen auszutauschen.

München. Unter dem Titel „Hochschulen im Spannungsfeld einer auseinanderdriftenden Gesellschaft: Wie müssen sich Hochschulen heutzutage ausrichten, um zentrale Werte zu verkörpern und verantwortungsvolle Orientierung zu stiften?“ hielt Dr. Wolfgang Heubisch (FDP), ehemaliger bayerischer Wissenschaftsminister und heute Mitglied sowie Vizepräsident des Bayerischen Landtags, einen Impulsvertrag.

Den Fokus seines Vortrags legte er auf das Thema Nachhaltigkeit: „Hochschulen zählen zu den wichtigsten Impulsgebern für eine nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft“, betonte er. Die heutige Generation habe die Aufgabe, die ökologische Tragfähigkeit zu erhalten, soziale Gerechtigkeit zu ermöglichen und ökonomische Leistungsfähigkeit zu sichern. Eine wichtige Rolle dabei würden die Sustainable Development Goals (SGDs) der Vereinten Nationen spielen. Mit der Agenda 2030 hat sich die Weltgemeinschaft 17 Ziele für eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung gesetzt. Die Ziele gelten universal und für alle Länder gleichermaßen. Sie reichen von der Beseitigung des weltweiten Hungers über die Stärkung von nachhaltigem Konsum und nachhaltiger Produktion bis hin zu Maßnahmen für den Klimaschutz.

Dr. Heubisch hob die Bedeutung des neunten Ziels „Industry, Innovation and Infrastructure“ hervor. Technische und soziale Innovationen seien unabdingbar für eine gesamtgesellschaftliche Nachhaltigkeitstransformation unserer Gesellschaft. Hierbei komme den Hochschulen eine besondere Verantwortung zu. „Es ist nicht selbstverständlich, dass sich Hochschulen intensiv dem Thema widmen“, stellte der Politiker fest. „Hochschulen müssen aber Treiber für den Wandel und gesellschaftliche Entwicklungsprozesse sein und technische wie soziale Innovationen schaffen, um die globalen Herausforderungen zu meistern“, forderte er. Hierfür müssten sie das Thema Nachhaltigkeit strategisch verankern, ihre inter- und transdisziplinäre Forschung stärken, technologische und soziale Trends identifizieren, die Gleichstellung im Hochschulsystem verbessern sowie wirtschaftliche und gesellschaftlichen Akteure in den Forschungsprozess integrieren.

Hochschulpräsident Prof. Dr. Tobias Engelsleben, der als Schirmherr für das Thema Nachhaltigkeit an der Hochschule Fresenius fungiert, fügte hinzu: „Die Hochschule Fresenius ist sich dieser Verantwortung bewusst. Wir sind der festen Überzeugung, dass unsere eigene organisatorische Praxis wie auch die Haltung des gesamten Kollegiums als Beispiel für die Werte und Einstellungen dienen sollten, die wir unseren Studierenden vermitteln. Wir sind davon überzeugt, dass die Hochschule Fresenius künftigen Manager*innen und Führungskräften eine hervorragende Orientierungshilfe bietet, wie sie Organisationen zu sozial verantwortlichem und nachhaltigem Wirtschaften führen können, sowohl für die heutige als auch für zukünftige Generationen“. So biete die Hochschule Fresenius ihren Studierenden nicht nur Studiengänge mit nachhaltigen Modulen und auf Nachhaltigkeit spezialisierte Studiengänge wie zum Beispiel den Master „Sustainable Marketing & Leadership“ an, sondern auch die Möglichkeit, sich in dem studentischen Nachhaltigkeitsbüro „Green Office“ zu engagieren und an der Gestaltung einer nachhaltigen Hochschule zu partizipieren.

In der anschließenden Diskussionsrunde wurde im Sinne einer humanistischen Allgemeinbildung über das Angebot eines Studiums generale diskutiert. Nach einer lebhaften Diskussion regten die Teilnehmer*innen an, dem Thema Nachhaltigkeit eine eigene Sitzung zu widmen.

 

Zurück zum Seitenanfang