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News

Zwischen Fake News und Public Relations

Am 22.11.2018 hielt Ina Köhler, Fachjournalistin und Leiterin des Studiengangs Fashion Journalism and Communication (B.A.), einen Vortrag über ethische Fragen im Journalismus.

Wie halten es Politiker wie Donald Trump und Emanuel Macron mit Fake News? Und wie können sich Leser und Journalisten vor Falschinformationen im Netz schützen? Nach welchen Leitlinien agieren Modejournalisten, Influencer und Blogger? Gerade den Journalismus bewegen derzeit eine Vielzahl von offenen ethischen Fragen. Darauf warf Ina Köhler ein Schlaglicht in ihrem Vortrag „Zwischen Fake News und Public Relations – wie sich die Rolle des (Mode)-Journalismus durch die Digitalisierung verändert“. Der Vortrag ist Teil der Ringvorlesung „Digital statt Moral“ die gemeinsam von der Hochschule Fresenius mit den Fachbereichen Wirtschaft & Medien und Design (AMD Akademie Mode & Design) veranstaltet wird.

Durch die radikale Veränderung der digitalen Medienlandschaft seien viele Akteure hinzugekommen, die nicht nach den gleichen Regeln spielten wie Journalisten. Gesetze seien nur Teil der Lösung, denn der Wahrheitsgehalt von Informationen lasse sich nicht durch Gesetze einklagen. Mit dem Thema „Fake News“ sind nicht nur Journalisten konfrontiert; sie können Wähler beeinflussen und haben starken Einfluss auf demokratisches Prozesse. Der Journalismus sei gefordert, seine bisherige Rolle zu überdenken und Lösungsansätze für diese Problematik zu liefern. Darüber hinaus sprach Ina Köhler über die Diskrepanz zwischen redaktioneller Unabhängigkeit und der Notwendigkeit, mit Inhalten Erlöse zu erwirtschaften. Dies zeige sich besonders stark an neuen Akteuren der digitalen Modepublizistik wie Modebloggern und Influencern, die in ihren Beiträgen oft nicht zwischen Werbung und redaktionellen Inhalten unterschieden. Welche Auswirkungen das auf die Glaubwürdigkeit habe, erläuterte sie anhand von Beispielen wie Caro Daur oder Vreni Frost. Die abschließende Diskussion zeigte, dass Fragen der Medienethik nicht nur für Journalisten, sondern für alle Nutzer von digitalen Medien relevant sind.