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Zwei neue Professuren an der Hochschule Fresenius Hamburg: Antrittsvorlesungen von Prof. Anke Turner und Prof. Philipp Walther

Mit Prof. Dr. Anke Turner und Prof. Dr. Philipp Walther hat die Hochschule Fresenius in Hamburg zwei weitere Professoren berufen. Am 15. August 2016 hielten beide Lehrbeauftragten ihre Antrittsvorlesungen am Campus in der Alten Rabenstraße und bekamen anschließend vom Hochschulpräsidenten Prof. Dr. Tobias Engelsleben ihre Urkunden überreicht. Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung durch den Hochschulpräsidenten stellte Prof. Dr. Uta Lieberum, die Hamburger Prodekanin für den Fachbereich Wirtschaft & Medien, den im Audimax anwesenden Zuhörern noch einmal beide Kandidaten vor, ehe die obligatorischen Vorlesungen starteten. Die erste Antrittsvorlesung bestritt Prof. Dr. Anke Turner. In ihrem Vortrag mit dem Titel „Chinas Direktinvestitionen im Ausland: Welche Erklärungsansätze bietet die Internationale Managementtheorie?“, zeigte sie zunächst den rasanten Anstieg Chinas ausländischer Direktinvestitionen seit dessen WHO-Beitritts in 2001 auf. Allein im ersten Halbjahr 2016 wurden 37 deutsche Unternehmen durch chinesische Investoren übernommen. Auffällig ist zudem der hohe Anteil chinesischer Staatsunternehmen unter den Auslandsinvestoren. Zur Beantwortung der daraus abgeleiteten Fragestellungen führte sie internationale Managementtheorien an. Diese seien zur Erklärung des enormen Wachstums chinesischer Direktinvestitionen im Ausland brauchbar und hilfreich, jedoch nicht vollumfänglich, so die Professorin für Betriebswirtschaftslehre und internationales Management, und erweiterte zur Erklärung die Betrachtungsperspektive. Im Anschluss widmete sich Prof. Dr. Philipp Walther dem Alkoholkonsum, Mortalität und Gesundheitspolitik in der Russischen Föderation. In seiner Antrittsvorlesung präsentierte der Hamburger Studiendekan für den Bachelor-Studiengang Management und Ökonomie im Gesundheitswesen unter dem Titel „Bier ohne Wodka…?“ zunächst die Datenlage zum Alkoholkonsum der russischen Bevölkerung in der Vergangenheit und Gegenwart und räumte mit dem Vorurteil auf, dass in Russland der hohe Alkoholkonsum eine jahrhundertelange Tradition hat. Insbesondere aber der nach wie vor hohe Alkoholkonsum und auch die aktuell hohe Sterblichkeitsrate bei Männern als direkte oder indirekte Folge des hohen Alkoholkonsums bewegte russische Regierungen zur Ergreifung drastischer gesundheitspolitischer Maßnahmen, deren Umsetzung und unterschiedliche Wirksamkeit Prof. Walther den Zuhörern schilderte. Resümierend hielt der Professor für Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitsökonomie fest, dass es der russischen Regierung in der Vergangenheit zeitweise gelungen sei, den Verbrauch von Alkohol zu senken, jedoch blieb und bleibt die alkoholbedingte Mortalität im Land unverändert hoch und nachhaltig eine große Herausforderung. Nach den öffentlichen Antrittsvorlesungen und der Urkundenüberreichung fand der offizielle Anlass am Hamburger Hochschulstandort seinen Abschluss  in einem kleinen Empfang und gemeinsamen Anstoßen der beiden neu berufenen Professoren mit ihren Vorgesetzen, Kollegen, Freunden und Familien.

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