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Zurück ins Berufsleben – Eine Exkursion ins Berufliche Trainingszentrum Hamburg

Die Studierenden des vierten Semesters im Bachelor-Studiengang Angewandte Psychologie sowie Studierende des Schwerpunktfachs Gesundheitspsychologie begaben sich Ende Mai auf eine Exkursion ins Berufliche Trainingszentrum Hamburg. Dabei erhielten sie nicht nur Einblicke in den möglichen Arbeitsalltag eines Psychologen, sondern auch in die Förderung, Betreuung und Entfaltung von Menschen, die wieder in den Arbeitsalltag zurückfinden wollen.

Wie finden Menschen nach einer psychischen Erkrankung wieder zurück ins Berufsleben? Genau diese Problemstellung geht das Berufliche Trainingszentrum (BTZ) in Hamburg und zwei weitere Zweigstellen in Lübeck und Lüneburg an – denn die Wiedereingliederung in das Arbeitsleben, nach einer langen Auszeit, ist mit vielen Herausforderungen verbunden. Die Teilnehmer des BTZ durchlaufen dabei einen langen Prozess, der mehrere Monate andauern kann. Ein Prozess, in dem sie sich in Begleitung von Psychologen, Ergotherapeuten und Sozialarbeitern weiterentwickeln, ihre eigene Selbstwirksamkeit neu erleben und schließlich die Rückkehr ins Arbeitsleben meistern.

Das BTZ Hamburg gliedert sich in drei große Bereiche: Den ersten Bereich bildet die Hauswirtschaft und Küche. Hier lernen vor allem Menschen, die zuvor in der Gastronomie gearbeitet haben, wieder in ihren Beruf zurückzufinden. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung von Know-how sowie die Versorgung der Teilnehmer und Mitarbeiter des BTZ. Viel mehr zählt, dass sich die Teilnehmer wieder an einen geregelten Tagesablauf gewöhnen, morgens aufstehen, zur Arbeit gehen und damit dem Leben wieder eine Struktur geben. Das sei nämlich mit eines der größten Probleme bei der Wiederkehr in den Beruf nach einer längeren Auszeit, so eine Teilnehmerin des BTZ. Auch in den beiden weiteren Bereichen Handwerk/Technik und Büromanagement geht es nicht nur um fachliche Kompetenzen und das Erledigen interner Aufgaben, sondern um die Entwicklung von Strategien für das Berufsleben, darum den Glauben an die eigenen Stärken wiederzufinden und sich neuen Herausforderungen zu stellen. An ihrer Seite haben die Teilnehmer dabei immer die psychosoziale Begleitung des BTZ, sodass bei Problemen und Rückschlägen, aber auch bei Fortschritt und Erfolgen immer ein professioneller Rat zur Verfügung steht. Insgesamt gewinnen Einrichtungen wie das BTZ in Zeiten von Burnout und Co. immer mehr an Bedeutung. Sie werden mehr und mehr gebraucht, da eine erfolgreiche Rückkehr in den Beruf zur Genesung einer psychischen Krankheit beitragen kann.

Die Hochschule Fresenius bedankt sich herzlich beim BTZ Hamburg sowie bei Ricarda Gades-Büttrich und Sven Wolter für die Vorbereitung und Begleitung dieser interessanten Exkursion.

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