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„Your place to be in Digital Reality“: 3D-Expertenrunde bei der Digility-Messe in Köln mit Prof. Chris Wickenden, Studiendekan 3D-Design und Management an der Hochschule Fresenius

Köln (uc) – Bereits zum zweiten Mal fand Anfang Juli in Köln die Messe Digility mit dem Claim „Your Place to be in Digital Reality“ statt. Der Fokus der Fachmesse lag auf den Technologien Augmented Reality, Virtual Reality (VR), 360-Grad-Imaging sowie 3D-Druck. Das versierte Publikum traf hier somit auf ein breitgefächertes Informationsangebot. Einen Beitrag zum umfangreichen Konferenzprogramm lieferte unter anderem der Diplom-Ökonom und 3D-Netzwerk-Manager Werner Koch mit dem Thema: „Wissenschaftliche und industrielle Anwendungen an den Schnittstellen der 3D-Technologien 3D-Scan, 3D-Druck und Virtual Reality“. An die Vortragsreihe des 3D-Netzwerks schloss sich – initiiert durch das skip Institut für angewandte digitale Visualisierung e.V. – die Podiumsdiskussion „Digitalisierung für die Zukunft: Wo liegen die Chancen und Risiken beim Einsatz neuer Technologien?“ an. Unter der Moderation von Ulla Coester, Gründerin von xethix-Diskurs®, diskutierten folgende Experten über Perspektiven und Risiken beim Einsatz der neuen Technologien: Professor Chris Wickenden, Studiendekan 3D-Design und Management an der Hochschule Fresenius Köln, Fachbereich Wirtschaft und Medien, und geschäftsführender Vorstand des skip- Instituts, Michael Albrecht, Technical Director & Audio Solutions, A4VR, The AGENCY for Virtual Reality, Michael Eichmann, Director Business Development, Stratasys GmbH sowie Dr. med. Tobias Daniel Gantner, Gründer und Geschäftsführer der HealthCare Futurists GmbH. Bezogen auf die Fragestellung wies Michael Albrecht direkt in seinem Eingangsstatement darauf hin, dass – obwohl die Auflösung bei VR noch relativ gering sei – sich bereits jetzt nachweisen ließe, dass „das sich Erinnerungsvermögen durch VR viel stärker involvieren ließe“. Dies könne zum einen positiv im Sinne der Empathie, aber zum anderen ebenso missbräuchlich genutzt werden. Auch nach Meinung von Prof. Chris Wickenden sind im Hinblick auf die Nutzung der Technologie noch nicht alle Fragen geklärt. Dies bedeute für ihn, dass hier verstärkt ein Diskurs stattfinden müsse – vor allem, weil der Abstand zwischen der realen und der virtuellen Welt zunehmend größer werde. Außerdem müsste seiner Meinung nach beobachtet werden, ob sich der Wunsch nach Bequemlichkeit nicht zu stark auf Kosten der Qualität der Anwendungen auswirke und somit die Entwicklung eventuell in eine falsche Richtung steuere. In bestimmten Bereichen seien positive Entwicklungen durch den Einsatz der Technologie aber bereits nachweislich vorhanden. So erklärte Michael Eichmann, dass sich aufgrund der Möglichkeiten des 3D-Drucks beispielsweise die Produktion im Bereich Zahnmedizin von China weg wieder verstärkt nach Deutschland verlagert habe. Allerdings werde das Thema 3D-Druck, etwa bei Prothesen, nur ansatzweise in der Öffentlichkeit diskutiert, weil „hier noch die Akzeptanz der breiten Masse dafür fehlt“. In anderen Bereichen sei die Gesellschaft nach Meinung von Dr. Tobias Gantner bereits aufgeschlossener, was sich unter anderem an dem Bedürfnis nach Information über die eigene Gesundheit ausdrücke – insbesondere „Dr. Google“ sei dabei sehr beliebt. Zudem sei die Technologie hier bereits sehr weit: von der Möglichkeit, mittels Digitalisierung den Patienten ohne Medienbruch optimal zu versorgen bis hin zur Herstellung von Tabletten, die passgenau auf den Bedarf des Patienten abgestimmt im 3D-Druck hergestellt würden. Allerdings seien momentan den technischen Mitteln beispielsweise mit dem Fernbehandlungsverbot noch regulatorische Grenzen gesetzt. Jedoch herrschte am Schluss der Diskussion Einigkeit darüber, dass insgesamt der Qualitätsanspruch in den verschiedenen Bereichen durch Standardisierungen und Zertifizierungen steigen müsse. Ebenso einvernehmlich stimmten alle zu, dass für die Umsetzung ethischer Grundsätze bezüglich der Entwicklung auch die Produzenten der Technologie in die Verantwortung genommen werden sollten. Letztendlich müsse nach einhelliger Meinung der Experten auch die Gesellschaft intensiv aufgeklärt werden.

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