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Workshop „Klimaanpassungsmanagement“

Führungskräftenachwuchs erarbeitet mit Prof. Dr. Lutz Becker und Prof. Dr. Mahammad Mahammadzadeh Lösungsansätze für Unternehmen zu Klimaschutz und -anpassung.

Zu Beginn des Zertifikatsworkshops, der am 20. September 2018 am Kölner Campus der Hochschule Fresenius im Rahmen des Projektes KLIMA-LO stattfand, führten Prof. Dr. Lutz Becker und Prof. Dr. Mahammad Mahammadzadeh mit Vorträgen in das Thema ein. Prof. Becker, Studiendekan Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) in Köln, beleuchtete das strategische Klimamanagement. Dabei ging er auf die aktuelle strategische Bedeutung von Klimaschutz und Klimaanpassung für Unternehmen ein sowie auf die Frage, wie Unternehmen die Befähigung erwerben können, sich diesen Herausforderungen zu stellen.

Prof. Mahammadzadeh, Studiendekan Automotive & Mobility Management (B.Sc.) am Kölner Standort, zeigte im Anschluss auf, wie Unternehmen Klimabetroffenheit identifizieren und bewerten können. Neben der Frage, wie Unternehmen Lösungen für Klimawandel, Klimaanpassung und -schutz umsetzen können, ging es in seinem Vortrag auch um Auswahl und Implementierung unterschiedlicher Managementsysteme. Hierfür wurde eine pragmatische Vorgehensweise zur Überprüfung der Eignung von verschiedenen Managementsystemen im Bereich Umwelt-, Nachhaltigkeits- und Risikomanagement zur Einbeziehung der Fragen der Klimaanpassung vorgestellt und diskutiert.

Maßnahmen, Chancen und Risiken aus Sicht verschiedener Branchen

Nach den Vorträgen versetzen sich die Workshop-Teilnehmer in die Perspektive von Unternehmen aus der Finanz- und Automobilindustrie sowie des Logistiksektors. Sie befassten sich mit verschiedenen Arten der Klimabetroffenheit und möglichen Maßnahmen in den einzelnen Branchen. Außerdem bewerteten sie aus Branchensicht Relevanz, Chancen und Risiken von Klimaanpassungsmanagement.

Besonders interessierte die Workshop-Teilnehmer dabei auch, wie sie als angehende Fach- und Führungskräfte Klimaschutz und -anpassung im Berufsalltag leben und so in Unternehmen „mit gutem Beispiel vorangehen“ gehen können.

Kompetenzen in Klimafragen vonnöten

„Dass sich sie sich mit Klimafragen strategisch befassen müssen, steht für die meisten Unternehmen völlig außer Zweifel. Was konkret gemacht werden sollte, darüber herrscht erhebliche Unsicherheit. Völlig blank sind Unternehmen aber meist bei der Frage, wer es tun soll. Nicht nur, dass im Tagesgeschäft vordergründig die Kapazitäten fehlen, es fehlen vor allem aber Führungskräfte, die die entsprechenden Kompetenzen mitbringen“, erläutert Prof. Becker.

Prof. Mahammadzadeh ergänzt: „Die deutschen Unternehmen sind bereits direkt und indirekt von Klimafolgen betroffen. Um die negative Betroffenheit zu reduzieren und damit auch die Resilienz zu erhöhen, ist vor allem in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs) der Erhalt und Ausbau von klimarelevanten Anpassungskapazitäten zwingend erforderlich. In diesem Kontext gewinnen insbesondere Fähigkeiten und Ressourcen in personeller, technologischer, infrastruktureller, organisatorischer und wissensbasierter Hinsicht an Bedeutung, die eine Bereitstellung von geeigneten Instrumenten, Verfahren und Konzepten seitens der Wissenschaft/Forschung verlangen.“