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Willkommensgruß von höchster Stelle

Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich bringt in einer Ansprache im Kurhaus seine Freude über die Rückkehr der Hochschule Fresenius zum Ausdruck.

Für die Vortragsreihe „Zukunft im Kulturerbe Wiesbaden 2018“ hat Sven Gerich, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, das Thema „Hochschule Fresenius – Zurück in die Zukunft“ gewählt. Für ihn ist der Neubau in der Moritzstraße in mehrerer Hinsicht wichtig: „Jede Bildungseinrichtung, jeder Studierender sind für Wiesbaden eine positive Nachricht. Auf die Hochschule Fresenius freuen wir uns besonders, weil es sich einerseits um eine Rückkehr handelt, zum anderen aber auch das Areal um das Alte Gericht wiederbelebt wird“, sagte er in seiner Rede im Salon Carl Schuricht des Kurhauses. Er betonte, dass der Wegzug des Instituts Fresenius 1975 und der der Hochschule 1995 etwas ist, „das ich nicht verstehen kann. Da hätte man seinerzeit von der Stadt aus sicherlich mehr tun können.“ Ihm sei seit der Enthüllung der Gedenkstätte im Jahr 2013 – kurz nach Beginn seiner Amtszeit als Oberbürgermeister – klar gewesen, „die Hochschule Fresenius muss zurück.“ Er berichtete von den intensiven Verhandlungen in der Folgezeit, bei denen eines aber immer erkennbar gewesen sei: Der intensive Wille aller Beteiligten, die Neuansiedlung in der hessischen Landeshauptstadt zur Erfolgsgeschichte zu machen.

Gerich würdigte in seiner Ansprache den freien und unternehmerischen Geist des Gründervaters und Wiesbadener Ehrenbürgers Carl Remigius Fresenius, der in der Hochschule weiterlebe. Anwendungsorientierung und Praxisnähe seien heute sehr gefragt, außerdem stehe die Hochschule Fresenius als private Hochschule für die intensive Unterstützung ihrer Studierenden. Er zeigte sich außerdem angetan von der Vielseitigkeit, Selbstständigkeit und dem gesunden Ehrgeiz Carl Remigius Fresenius – der es in Wiesbaden nicht immer leicht hatte. Es fehlte in den unruhigen Zeiten des Vormärz an Zustimmung und Geld. So investierte der als „Vater der analytischen Chemie“ bezeichnete Fresenius erst einmal selbst in sein Chemisches Laboratorium, dessen Gründung 1848 in der Kapellenstraße auch als Geburtsstunde der heutigen Hochschule gilt. „Fresenius war sicher kein Revolutionär, ich sehe ihn eher als liberal-konservativen Mann, der sich gerade für die Entwicklung seines Laboratoriums stabile Verhältnisse wünschte.“ Nachdem die Revolution vorüber war, widmete Fresenius daher seine ganze Kraft auch wieder dem Laboratorium, das in den Folgejahren in ungeahntem Ausmaß aufblühte. Die Absolventen der Ausbildung genossen stets einen sehr guten Ruf und das Laboratorium lockte international junge Menschen nach Wiesbaden. Das ist etwas, was sich Gerich auch heute für seine Stadt wünscht – möglichst viele Studierende sollen Leben und ein dynamisches Miteinander hierherbringen und sie sollen bleiben und die ansässige Wirtschaft mit ihren Ideen stärken. Ein Gedanke, den Kai Metzner, Geschäftsführer der Akademie für Mode und Design, sogleich aufgriff: „Wir wollen attraktiv sein für Studierende, auch aus dem Ausland. Wir möchten den Unternehmen in Wiesbaden die Fach- und Führungskräfte ausbilden, die sie sofort weiterbringen.“ Er bedankte sich sehr für die Unterstützung der Stadt bei der Umsetzung des Vorhabens neuer Standort. „Das ist in dieser Form sicher nicht selbstverständlich. Wir möchten etwas zurückgeben, ein offener Campus sein und beispielsweise mit Veranstaltungsreihen für alle Bürger fester Bestandteil Wiesbadens werden.“

Sven Gerich schloss seine Rede mit den Worten ab: „Wir freuen uns, dass wir wieder Teil der Geschichte der Hochschule Fresenius sein dürfen, Sie sind uns wichtig, Sie tun uns gut!“