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Wie finanziert man ein Start-up?

München. Gastvortrag von Gründer und Managing Partner von Acton Capital Partners, Christoph Braun.

Durch die digitale Revolution wird derzeit nahezu jede Branche ins Netz verlagert. Vor diesem Hintergrund ergeben sich viele neue Geschäftsmodelle und Ideen mit erheblichem Wachstumspotenzial. Es herrscht ein neues Gründerzeitalter in Europa, denn viele haben die Idee, ihr eigenes Unternehmen zu gründen. Was ist bei der Gründung eines Start-ups wichtig und was ist unter Venture Capital zu verstehen? Dr. Christoph Braun, Gründer und Managing Partner von Acton Capital Partners, gab den Studierenden der Hochschule Fresenius München spannende Informationen und Einblicke zu Investments, Start-ups und Venture Capital. Eingebettet war der Praxisbeitrag in dem Kurs „Online Business“ des Dozenten Dr. Hans-Peter Kleebinder.

Venture Capital (kurz VC) stellt eine Investmentform dar, bei der dem Investor Eigenkapital zur Verfügung steht und damit ein gesteigertes Risiko zustande kommt. Es ist aber auch eine Form der finanziellen Entwicklungshilfe für eine Unternehmensidee. Da es ungewiss ist, wie sich das Unternehmen entwickelt, kann das eingebrachte Kapital verloren gehen oder mit hohen Gewinnen zurückfließen. Deshalb ist es sehr wichtig, die Investments bedacht auszuwählen. Braun erklärte, dass in den USA der Start-up-Markt deutlich größer ist und viel mehr in junge Unternehmen investiert wird. Acton Capital ist ein Fonds, hinter dem zahlreiche institutionelle Investoren stehen, ein signifikanter Teil kommt aber vom Team selbst. Christoph Braun schilderte die verschiedenen Investitionsphasen von der Gründung mit ca. 25.000 Euro bis hin zum Exit.

In diesem Zusammenhang wurden die wichtigsten Dinge, die man als Gründer eines Start-ups bedenken sollte, genannt. Bei der Herangehensweise müsse zunächst überlegt werden, welches Problem man mit seinen Grundgedanken überhaupt lösen will. Als zentralen Erfolgsfaktor betonte Braun, immer in einem Team von mindestens zwei Personen zu arbeiten, um über Vorschläge und Anregungen diskutieren zu können. Außerdem sollte man mit seinen Ideen realistisch bleiben und wissen, wie man sein Geld richtig einsetzt. Timing sei alles. Anhand von konkreten Beispielen schilderte er, warum einige Unternehmen heute so erfolgreich sind.

Nach einer Fragerunde wurde im Anschluss von den Studierenden ein vorab ausgewähltes junges Unternehmen (www.outfittery.com) vorgestellt und dann gemeinsam analysiert, warum sich dieses so gut etabliert habe. Danach stellte ein Studierender in einem 90-sekündigen Elevator Pitch Herrn Braun seine eigene Start-up-Idee vor, zu der er dann Feedback bekam. (tr)

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