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Welttag der Stimme am 16. April

Hamburg/Idstein. Logopädie-Dozentinnen geben praktische Tipps und zeigen, welche beruflichen Möglichkeiten die Stimmtherapie bereithält. Wir nutzen sie zur Kommunikation mit unseren Mitmenschen, über sie drücken wir Gefühle aus oder nutzen sie als Musikinstrument: Die Stimme ist ein wichtiger Teil unserer Persönlichkeit und für viele Logopädinnen und Logopäden darüber hinaus ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt. Zum Welttag der Stimme am 16. April geben Dozentinnen aus dem Bereich Logopädie an der Hochschule Fresenius praktische Tipps zur Stimmschonung und erzählen aus ihrem beruflichen Alltag. Wie kann ich meiner Stimme etwas Gutes tun? Julia Hansen, Leiterin des Bachelorstudiengangs Logopädie in Hamburg, erklärt, was zur Schonung der Stimme beitragen kann: „Gerade in Berufen mit hoher Stimmbelastung, wie beispielsweise als Moderator oder Lehrer, ist es wichtig, einige Tipps zu beachten, um die Stimme zu schonen. Wenn man sich darum bemüht, besonders deutlich zu sprechen, ist lautes Sprechen meistens gar nicht erforderlich“, so Hansen.
„Bei längeren Sprechphasen ist es außerdem wichtig, ausreichend zu trinken. Und was viele nicht wissen: Regelmäßiges Räuspern verbessert zwar kurzfristig den Stimmklang, ist aber langfristig gesehen für die Stimme äußerst kontraproduktiv. Die Stimmlippen werden dadurch nämlich gereizt.“ Dozentin Beate von Kirchbach kennt einige praktische Tipps, um genau das zu verhindern und die Stimme zu entspannen: „Stellen Sie sich ein leckeres Essen vor und summen Sie ein langgezogenes ‚Mmmmmh‘. Dabei kauen Sie mit lockerem Bewegungen des Kiefers. Alternativ können Sie sich auch vorstellen, bei einem Telefonat ein zustimmendes ‚Hmmm‘ zu brummen, während Ihr imaginärer Gesprächspartner spricht. Diese Übung zeigt Ihnen, in welcher Lage Sie idealerweise sprechen sollten. Sie finden durch dieses entspannte Summen Ihre physiologische mittlere Sprechstimmlage.“ Die Stimmtherapie zum Beruf gemacht Anna Teufel-Dietrich ist Dozentin im Bachelorstudiengang Logopädie an der Hochschule Fresenius in Idstein. Sie entschloss sich nach zehnjähriger Arbeit in einer logopädischen Praxis dazu, den berufsbegleitenden Bachelorstudiengang Logopädie – Angewandte Therapiewissenschaften an der Hochschule Fresenius zu absolvieren. Nach Abschluss ihres Studiums bewarb sie sich initiativ für eine Stelle als Dozentin. Jetzt arbeitet sie bereits seit fünf Jahren an der Hochschule – mit dem Schwerpunkt Stimmtherapie. „An der Hochschule ist die Kombination aus Theorie und Praxis besonders wichtig. Das ist nicht nur spannend für Lehrende und Studierende, sondern es führt auch dazu, dass wir qualifizierte Akademikerinnen und Akademiker mit fundierten praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten ausbilden“, sagt Teufel-Dietrich. „Da entlässt man die Studierenden dann als Dozentin mit Stolz und einem guten Gefühl in die Praxis oder in eine wissenschaftliche Laufbahn. Deshalb arbeite ich sehr gerne hier.“ Den Schwerpunkt Stimmtherapie hat  sie zunächst deshalb gewählt, weil sie ursprünglich  Opernsängerin werden wollte. „Ich habe mich aber dann doch für die Logopädie entschieden. Unter Sängern ist die Konkurrenz enorm groß und ich wollte einen Beruf mit Zukunft, den ich in jedem Alter ausüben kann und der mit einer Familie gut vereinbar ist“, erläutert Anna Teufel-Dietrich. Ihre Entscheidung hat sie nicht bereut: „Ich finde es sehr spannend, dass die Stimme Ausdruck einer Person und ihrer Lebenssituation ist. Deshalb muss die Persönlichkeit eines Menschen in der Stimmtherapie stets berücksichtigt werden. Jede Änderung an der Stimme muss auch zur Person passen. Das ist eine sehr spannende, immer wieder neue und befriedigende Arbeit.“ Gemeinsam mit Dr. Sabine Hammer, Studiendekanin für den Master Therapiewissenschaften, hat sie jetzt das Thema Stimme in der Überarbeitung des Fachbuchs „Stimmtherapie mit Erwachsenen: Was Stimmtherapeuten wissen sollten“ umfassend wissenschaftlich bearbeitet. „Schon bevor ich Mitautorin wurde, war das Buch eines der wichtigsten Grundlagenwerke für Stimmtherapeuten und  -therapeutinnen und Frau Dr. Hammer ist natürlich in der Fachwelt dementsprechend bekannt“, so Teufel-Dietrich. „Als sie vor meiner Tür stand und mich gefragt hat, ob ich das Fachbuch für meinen Bereich überarbeiten möchte, war das natürlich ein ganz besonderer Moment für mich. Und es hat gezeigt: Man kann an der Hochschule Fresenius von der Bachelorabsolventin zur Buchautorin werden, wenn man das Glück des Fleißigen hat.“ (jr)

Tags: School of Therapy & Social Work,Fachbereich Gesundheit & Soziales,Standort Idstein,Standort Hamburg,Startseite,allgemeine News