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Welt-MS-Tag: Easy-Bus in Frankfurt vorgestellt

Anlässlich des Welt-Multiple-Sklerose-Tages am 29. Mai präsentierte die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) in Frankfurt den Prototypen eines alters- und behindertengerechten Linienbusses, den “Easybus 2.0”. Konzipiert und entwickelt wurde dieser von der Hochschule Fresenius, DB Regio Bus und IVECO Bus.

Basis für die Umgestaltung des Innenraumes des Busses sind Ergebnisse einer wissenschaftlichen Untersuchung, die das Institut für komplexe Systemforschung unter Leitung von Prof. Dr. Christian T. Haas durchgeführt hat. Messungen gaben Aufschluss darüber, wie lange ältere oder in der Beweglichkeit eingeschränkte Menschen für das Ein- und Aussteigen benötigen und wie sich Anfahren und Bremsen auf einen im Bus stehenden Passagier auswirken.

„Durch diverse Umbauten und Anpassungen konnten wir für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste, die mit dem Rollstuhl, Rollator oder Gehstöcken unterwegs sind, erhebliche Verbesserungen erzielen“, sagt Prof. Dr. Christian Haas. „Im Vergleich zu einem herkömmlichen Linienbus- Modell ist der Ein- und Ausstieg sowie das Einnehmen und Verlassen eines Sitzplatzes erheblich einfacher und gelingt mobilitätseingeschränkten Personen im Schnitt 20 Prozent schneller. Auch kleine Anpassungen wie die Ausrichtung der Sitze in Fahrtrichtung oder die Ermöglichung einer einfachen Kontaktaufnahme zum Fahrer tragen erheblich zum Sicherheitsempfinden bei.“

Beim Umbau wurden sowohl bauliche Erfordernisse als auch psychologische Gesichtspunkte zur einfachen und sicheren Nutzung berücksichtigt. So ist beim „Easybus“ die vordere Tür breiter als sonst, um einfacher mit Rollatoren zusteigen zu können. Eine breite Klapprampe an der Tür bietet noch zusätzliche Unterstützung beim Einstieg. Im Innenraum gibt es gesicherte Abstellplätze für
Rollatoren, große Freiflächen für Rollstühle und E-Scooter, die durch Klappsitze zusätzlich variabel sind, sowie Halter für Krücken und erhöhte, mit Podesten unterbaute Sitze. Farbliche Markierungen erleichtern unsicheren Fahrgästen die Orientierung und weisen im zusätzlich verbreiterten Gang den Weg zum geeigneten Sitzplatz. Auch wurden die Sitze anders angeordnet: So findet sich im vorderen Bereich eine Dreier-Sitzgruppe, die es ermöglicht einen Rollator vor sich zu positionieren. Eine höhere Positionierung einzelner Sitze erleichtert das Hinsetzen und Aufstehen.

“Ohne Barrierefreiheit ist Teilhabe nicht möglich”, betont der Geschäftsführer der DMSG, Landesverband Hessen, Bernd Crusius. „Als Selbsthilfeorganisation für Multiple Sklerose Erkrankte ist Teilhabe ein zentrales Anliegen. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass Menschen, die wegen ihrer Einschränkung einen Rollstuhl oder einen Rollator nutzen, sich so selbständig wie möglich im öffentlichen Raum und Nahverkehr bewegen können. Doch nach wie vor ist ein Einstieg in viele öffentliche Verkehrsmittel für Mobilitätseingeschränkte mit großen und oft unüberwindbaren Hürden verbunden. Die Entwicklung des Easybusses ist der Schritt in die richtige Richtung hin zu einer inklusiveren Gesellschaft.“

Die in Frankfurt lebende MS-betroffene Autorin, Pädagogin und Supervisorin Claudia Hontschik betonte in ihrer kurzen Rede die Wichtigkeit eines weltweiten Aktionstages, um auf die Lebenssituation von MS-Betroffenen aufmerksam zu machen und die Barrieren aufzuzeigen, „die uns immer wieder ausgrenzen. Ich möchte, dass all diese Barrieren verschwinden“.