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News

Von Change zu Chance – Digitalisierung und demographischer Wandel als Möglichkeit für Veränderung

Wie hängen Digitalisierung und der demographische Wandel zusammen? Warum machen uns diese Begriffe Angst und wie findet man in ihnen Lösungsansätze für zukunftsorientiertes Handeln? Auf der Suche nach Antworten fand am 18. Mai 2019 der erste Termin der Ringvorlesung „Wirtschaft im Zeitgeschehen“ am Kölner Campus der Hochschule Fresenius statt. Es referierten Bernd Heitkamp (DekaBank), Prof. Axel Beyer (Hochschule Fresenius) sowie Dr. Oliver Stettes (Institut der Deutschen Wirtschaft Köln).

Das Thema Innovation stand dabei im Vordergrund: Sei es aus Sicht einer Investmentgesellschaft oder aus Forschungsergebnissen empirischer Studien – Innovation fungiert als Treiber und fordert neue Strategien für die Arbeitswelt.

Bernd Heitkamp (DekaBank) verwies auf die Auswirkungen des digitalen Wandels auf klassische Geschäftsmodelle wie zum Beispiel im Einzelhandel: Ein Kunde betritt das Geschäft, kauft seine Ware und bezahlt an der Kasse. Solche Modelle gelangen aufgrund der Digitalisierung jedoch unter Druck. Bernd Heitkamp führte als Beispiel das chinesische Einzelhandelsunternehmen Alibaba auf, das in kürzester Zeit zum größten Anbieter für Onlineshopping wurde. Wie konkurriert jedoch ein traditioneller Einzelhandel mit einem Unternehmen, das gar keine eigenen Waren hat und trotzdem für jeden Bedarfswunsch tausende von Möglichkeiten anbietet?

Handlungsansätze konnten in dem Vortrag des Hochschulprofessors Axel Beyer gefunden werden. Dieser sprach über Chatbots, welche künstliche Intelligenz und den menschlichen Kundenkontakt vereinbaren. Prof. Axel Beyer nahm Bezug auf einen tragenden Leitsatz: „Persönlich und schnell als neuer Standard.“ Bestehende Geschäftsmodelle könnten hier ansetzen. Die menschliche Komponente im Zeitalter der Digitalisierung spiele nämlich immer noch die größte Rolle und biete Potenzial, um auf traditionellen Modellen aufzubauen und diese digital zu wandeln.

Daran knüpfte auch Dr. Oliver Stettes vom Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln an. „Die teilweise hysterische öffentliche Diskussion um potenziell negative Folgen der Digitalisierung auf Beschäftigung und Beschäftigte steht in einem markanten Kontrast zur derzeitigen empirischen Realität“, so der Referent. Er ergänzte, das Normalarbeiterverhältnis sei nicht bedroht. Jedoch könne bis dato noch kein Schluss gezogen werden, wie sich zukünftige Arbeitsbedingungen entwickeln werden oder wie der Leistungsdruck und die Stressbelastung zunehmen könnten.

Demographie und Digitalisierung müssen nicht immer Angst machen: Kombiniert und analysiert man Entwicklungen beider Megatrends gemeinsam, liegen in ihnen innovative Potenziale, um dem schnelllebigen Wandel der Gegenwart gerecht zu werden. Denn das Geheimnis der Veränderung liegt nicht darin, am Alten festzuhalten – sondern darauf aufzubauen, Innovation vorzunehmen und Chancen zu ergreifen.

Dr. Oliver Stettes sprach über die "Arbeitswelt 4.0 – Bleibt alles anders?".