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Virtual-Reality-Projekt für Flüchtlinge

Köln. Prof. Chris Wickenden, Leiter des An-Instituts skip der Hochschule Fresenius und Studiendekan desStudiengangs 3D-Design und Management (B.A.), hat mit Studierenden im Rahmen des Virtual Reality-Projekts „Sprach- und Kulturlabor für Geflüchtete“ eine erste Befragung zur Eignung und Akzeptanz der neuen Virtual Reality-Anwendung (VR) durchgeführt. In der Staatskanzlei NRW konnten die Studierenden zusammen mit ihrem Dozenten das neue Projekt dem für Medien zuständigen Staatssekretär Nathanael Liminski vorstellen. In der Testphase des Projektes „Sprach- und Kulturlabor für Geflüchtete“ konnten die Probanden verschiedene Situationen des täglichen Lebens in einem virtuellen Umfeld erleben. Außerdem wurden während eines simulierten Arztbesuchs zugleich auch kulturelle Besonderheiten der Stadt Köln vermittelt: Bilder an der Wand erklärten beispielsweise, was es mit dem rheinischen Grundgesetz und dem 1. FC Köln auf sich hat. Ziel des gemeinsam mit der Stadtbibliothek Köln ins Leben gerufenen Pilotprojektes ist es, den Geflüchteten auf diese Weise einen besseren Zugang zum Kölner Kultur- und Sprachraum zu erleichtern und langfristig eine bessere Integration zu ermöglichen. Jana Kierdorf und Alina Weber, Studentinnen desStudiengangs Angewandte Psychologie (M.Sc.), haben einen Fragebogen zu dem Projekt konzipiert, um herauszufinden, wie die VR-Anwendung bei den Flüchtlingen ankommt. Der Fragebogen umfasst 55 Fragen, beispielsweise zu den demographischen Daten, dem sprachlichen Hintergrund, der allgemeinen Beurteilung von VR, dem Wohlbefinden, dem Sprachverständnis und der Technikbereitschaft der Geflüchteten. „Wir waren überrascht, dass es noch kein VR-Sprachlernangebot für Geflüchtete gibt. Im Projekt war unser eigener Lernzuwachs sehr hoch und vielschichtig. Die Flüchtlinge gaben uns ein positives Feedback beim Test“, so die Studierenden. Eine überragende Mehrheit der Flüchtlinge (96 Prozent) fand die VR-Anwendung sehr hilfreich, um mehr über die deutsche Kultur zu erfahren und die Sprache zu lernen. 76 Prozent beurteilten das Angebot als eine gute Ergänzung, um die Integration zu erleichtern. Auch der verantwortliche Staatssekretär Nathanael Liminski zeigte sich begeistert: „Es ist erstaunlich, wie real die dargestellte Situation wirkte und wie intuitiv die Bedienung war. Mich freut es, dass ein solches Bildungsangebot Geflüchteten dabei helfen kann, sich in Alltagssituationen besser zurecht zu finden. So trägt Virtual Reality zu gesellschaftlicher Integration bei.“ (jn)

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