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Teilnehmerrekord bei der 7. Sommerakademie zur Gebärdensprache in Idstein

Mit einem Rekord von 41 Teilnehmern ging die diesjährige 7. Sommerakademie rund um die Deutsche Gebärdensprache zu Ende. Auch in diesem Jahr fanden sich Interessierte aus ganz Deutschland und dem nahen europäischen Ausland an der Hochschule Fresenius am Standort Idstein ein, um in Gebärdensprachkursen verschiedener Niveaus ihre Sprachkompetenz zu erweitern. Erste Schritte zum Dolmetschen und Übersetzen wurden versucht und mehr über Geschichte und Kultur der Gehörlosen sowie die linguistischen Aspekte der Gebärdensprache gelernt. Unter den Teilnehmern befanden sich unter anderem Sozialpädagogen, Schauspieler, Dolmetscher und Opernsäger. So vielfältig wie die Professionen der Teilnehmer war auch deren Motivation die Deutsche Gebärdensprache (DGS) kennenzulernen oder zu verbessern. Dr. Carsten Wenzel ist Zahnarzt, seine Frau Claudia ist schwerhörig und von Gehörlosigkeit bedroht. Um auch in Zukunft problemlos miteinander kommunizieren zu können, „suchen wir eine Alternative zur Lautsprache“, so Wenzel und weiter: „Ich habe auch gehörlose Patienten, mithilfe der Gebärdensprache wird die Behandlung so viel angenehmer.“ Jörg Stehrenberger ist Anwalt in der Schweiz und sieht sich und seinen Berufsstand in der Pflicht: „Ich habe an der Sommerakademie in Idstein teilgenommen, weil DGS eine Sprache ist, die den Rechtsstaat durchaus in die Pflicht nimmt. Als Anwalt und als Dozent muss ich mich mit der Frage auseinandersetzen, ob die Ansprüche der Gehörlosen genügend ernst genommen werden in der Schweiz. Zudem gibt es ein solches Angebot für Gebärdensprache in der Schweiz nicht.“ Aber auch ganz ohne familiären oder beruflichen Bezug, interessieren sich Menschen für Gebärdensprache. Dr. Bärbel Göllner ist Rentnerin und hat bereits mehrere Gebärdensprachkurse belegt: „Ich kam mit dem Ziel mein Empfänger- und Sprachverständnis zu verbessern. Das ist mir gelungen und ich bin sehr motiviert, weiterzumachen.“ Einige weitere Teilnehmer sind ebenfalls motiviert und haben bereits Interesse am Master und der Weiterbildung zum Gebärdensprachdolmetscher bekundet. Zudem feierte die Sommerakademie eine Premiere: Erstmals hatten ausgebildete Gebärdensprachdolmetscher die Möglichkeit, einen Profikurs zum Dolmetschen in der Schule zu besuchen. Dieses Angebot reizte viele Ehemalige der Hochschule, Absolventen vonMaster undWeiterbildung Gebärdensprachdolmetschen, zu diesem Workshop in ihre Hochschule zurückzukehren, ihre Kommilitonen wiederzutreffen und sich darüber auszutauschen, wie das Berufsleben seither weitergegangen ist. So wurde die Hochschule Fresenius bei strahlendem Sommerwetter mit Temperaturen über 30 Grad zu einem Ort, der Neulinge, fortgeschrittene Lerner und Profis mit dem gemeinsamen Wunsch zusammenführte, die Gebärdensprache weiter zu etablieren. Auch die Presse war vor Ort und berichtete ausführlich:Pressebericht Im Bereich Gebärdensprachdolmetschen in Deutscher Gebärdensprache nimmt die Hochschule Fresenius eine Pionierrolle ein. Seit 2011 hat sie mit dem berufsbegleitenden und konsekutiven Master-Studiengang ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland.

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