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Symposium in Idstein beschäftigt sich mit der Zukunft der Osteopathie

Die Osteopathie erfreut sich wachsender Beliebtheit und immer Menschen vertrauen auf die Methoden der Heilkunde. Teilnehmer des Studiengangs Osteopathie an der Hochschule Fresenius nahmen diese Entwicklung zum Anlass, unter der Leitung von Studiendekanin Hester van Wijnen in Idstein ein Symposium zu veranstalten. Unter dem Motto „Osteopathie im Dialog“ diskutierten rund 120 Teilnehmer, unter ihnen Studenten, Dozenten und Vertreter von Verbänden, den Status quo und die Zukunft der Disziplin. Den Rahmen der Veranstaltung bildeten Vorträge, Workshops und Präsentationen von Forschungsprojekten. Aktuell gilt die Osteopathie als Heilkunde und darf als solche nur vom Arzt oder Heilpraktiker eigenständig ausgeübt werden. Heiß diskutiert wird zurzeit die Frage, ob das Berufsbild des Osteopathen der Reglementierung in einem eigenen Bundesgesetz bedarf. Das beschäftigt mehrere Landtage und die Gesundheitsministerkonferenz der Länder hat das Bundesgesundheitsministerium aufgefordert zu prüfen, wie die derzeitige Rechtsunsicherheit zum Wohle des Patienten ausgeräumt werden kann. Die Podiumsdiskussion „Osteopathie als Eigenes Berufsbild“ anlässlich des Symposiums brachte die Vorteile des Bundesgesetzes zutage: Es würde Transparenz und Klarheit für die gesetzlichen Krankenkassen schaffen und die verantwortbare Verwendung der Beitragsmittel ausschließlich für qualifizierte Osteopathen und qualifizierte Behandlungen sichern.    Im Fokus der Veranstaltung  stand außerdem das Thema Interdisziplinarität. Unter den Teilnehmern des Symposiums ist es vorherrschende Meinung, die Zusammenarbeit mit anderen therapeutischen Disziplinen und der Medizin künftig zu intensivieren. „Der Austausch und das gegenseitige Verständnis sind extrem wichtig, um Patienten eine effiziente, ganzheitliche Therapie angedeihen zu lassen“, fasst Hester van Wijnen zusammen. „Osteopathie zum Anfassen“ erlebten die Teilnehmer im Workshop „Praktische Osteopathie für Nicht-Osteopathen“. An Probanden wurden verschiedene Behandlungsmethoden gezeigt, an Modellen – beispielsweise von der menschlichen Wirbelsäule – durfte „selbst Hand angelegt werden“. „Auf diese Weise haben die Teilnehmer die Untersuchung des Körpers durch Betasten – im Fachjargon Palpation genannt – erfahren. Die Modelle setzen wir auch in Unterricht und Forschung ein“, so van Wijnen. Und woran erkennt man nun einen guten „Osteopathen“? Van Wijnen: „An seiner vier- bis fünfjährigen Ausbildung mit einem hohen Praxisanteil und an seiner persönlichen Art, wie er behandelt.“

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