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Symposium: Gute Führung in Zeiten der Digitalisierung

Köln (mh) – In Zeiten, in denen Präsidenten via Twitter regieren und Bürger ihre Meinungen über soziale Netzwerke weltweit verbreiten, erscheint die Zukunft immer unsicherer und unvorhersehbarer. Auch Unternehmen und deren Führungskräfte stehen damit vor neuen Herausforderungen. Nicht nur die globale politische Lage erfordert ein Umdenken in der Führung, sondern auch die Digitalisierung der Arbeitswelt. Was bedeutet all das für eine gute und effektive Führung? Fragen, mit denen sich die Diskutanten auf dem Podium auseinandersetzten. Gut 150 Gäste folgten am 18. Mai 2017 der Einladung der Hochschule Fresenius, Fachbereich Wirtschaft & Medien, zu der hochkarätig besetzen Diskussionsveranstaltung „Führen in Zeiten von Trump, Facebook & Co“ ins Atrium am Kölner Campus. Einen Einblick in den Stand der aktuellen Leadership-Forschung gaben Prof. Dr. Timo Meynhardt vom Dr. Arend Oetker Center für Wirtschaftspsychologie und Führung der HHL Leipzig Graduate School of Management und Prof. Dr. Lilia Waehlert, Studiendekanin Führung und Management im Gesundheits- und Sozialwesen, Programme Director International Pharmacoeconomics and Health Economics am Ludwig Fresenius Center for Healthcare Management and Regulation der HHL Leipzig Graduate School of Management. In seinem Vortrag betonte Prof. Meynhardt die Bedeutung des Gemeinwohls für eine gute und effektive Führung. So zeige die Forschung am Dr. Arend Oetker Center, dass eine Ausrichtung am Gemeinwohl für viele Mitarbeiter eine motivierende Wirkung besitze. „Es ist daher kein Wunder, dass Unternehmen ernsthaft beginnen, sich ihrer gesellschaftlichen Funktion zu versichern und diese weiterzuentwickeln“, so Prof. Meynhardt. Prof. Waehlert legte in ihren Ausführungen den Fokus auf den Aspekt der Digitalisierung und der daraus resultierenden Verantwortung von Führungskräften gegenüber den Mitarbeitern und der Gesellschaft. Die Digitalisierung verändere die Kommunikations- und Informationsprozesse rasant. Dabei führe die zunehmende Menge von Informationen und Kommunikationskanälen zu einer größeren Unsicherheit, erklärte Prof. Waehlert. Da Führung vor allem über Kommunikation stattfinde, forderte Waehlert von Führungskräften eine moralische Integrität. Denn: Wird Kommunikation auf der Führungsebene zu oft manipuliert, findet ein Vertrauensverlust bei den Mitarbeitern statt. Die Konsequenz: Die Qualität der Arbeit leidet und es gibt kaum mehr Möglichkeiten für Veränderungen. Aus der Praxis berichteten Dr. Andreas Eurich, Vorstandsvorsitzender der Barmenia Versicherungen, sowie Hubert Barth, Vorsitzender der Geschäftsführung, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. So schilderte Dr. Andreas Eurich wie wichtig es ist, die Kulturarbeit und die Unternehmensstrategie miteinander zu verzahnen. Dabei hat auch die gesellschaftliche Funktion für die Barmenia eine hohe Relevanz. „Es soll Freude machen, mit uns und bei uns zu arbeiten“, begann Hubert Barth seinen Impulsvortrag. In Zeiten der ständigen Veränderungen müssten diese gut begründet und auch gut kommuniziert werden, führte er weiter aus. So erreiche man seine Mitarbeiter und schaffe Transparenz und Vertrauen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Anke Henrich, Redakteurin der WirtschaftsWoche.

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