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Sozialarbeitswissenschaftliches Forschungsprojekt startet an der School of Therapy & Social Work

Die Hochschule Fresenius forscht in allen Bereichen. So auch an der School of Therapy & Social Work. Jens Schneider ist Dozent und wissenschaftlicher Mitarbeiter für Soziale Arbeit am Standort Frankfurt am Main und sein Forschungsthema ist die Forschung selbst. Genauer: das Promotionsrecht.

Ein eigenständiges Promotionsrecht an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften wird seit Jahren vermehrt in den Medien und der Wissenschaft diskutiert. Ein Höhepunkt war die Debatte um die 2016 in Kraft getreteneNovelle des Hessischen Hochschulgesetzes, das unter bestimmten Bedingungen ein Promotionsrecht für die Hochschulen vorsieht. Vor der Umsetzung kam es zu einem Schlagabtausch zwischen den Hochschulen und Universitäten. Nicht nur in Hessen, sondern bundesweit werden Argumente zwischen den beiden Hochschultypen und deren Vertretern für und wider ein Promotionsrecht ausgetauscht. Bis heute hat sich dahingehend ein breiter Diskurs ausgebildet.

Dieser Diskurs um das Promotionsrecht an Hochschulen ist gerade für die Soziale Arbeit besonders bedeutsam, da der Sozialarbeitswissenschaft als Angewandte Wissenschaft erstmals die Möglichkeit eröffnet werden kann, Nachwuchswissenschaftler für die Soziale Arbeit an einer Hochschule zu promovieren, ohne dass ein Wechsel oder eine Anbindung an eine Universität notwendig ist. Vor diesem Hintergrund ist die Befürwortung aus der Sozialen Arbeit bezüglich eines eigenständigen Promotionsrechts groß. Die Auseinandersetzung hinsichtlich des Promotionsrechts und die Akademisierung Sozialer Arbeit stehen demnach in einem besonderen Zusammenhang.

Diesen Zusammenhang greiftJens M. Schneider in seinem anlaufenden Forschungsprojekt im Studiengang Soziale Arbeit auf. Sein Forschungsinteresse bezieht sich dabei auf den öffentlich-medialen sowie den wissenschaftlichen Diskurs. Im Vordergrund steht dabei die Rekonstruktion der Dimensionen und Bilder, die durch den Diskurs transportiert werden sowie der Argumentationen innerhalb der Debatte. Ein Ziel dabei ist, durch die Rekonstruktion Klarheit darüber zu gewinnen, ob der Diskurs beispielsweise durch wissenschaftspolitische oder wissenschaftstheoretische Machtfragen geprägt ist. Weiterhin soll herausgestellt werden, auf welchen Fakten bzw. Überzeugungen die Argumentationen beruhen.

Das Projekt ist zunächst auf zwei Jahre angelegt und wird im kontinuierlichen Austausch mit Vertretern der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit sowie des Deutschen Berufsverbandes für Soziale Arbeit diskutiert. Die Studierenden der Sozialen Arbeit werden im Kontext von Seminaren und als studentische Hilfskräfte in die Forschung miteinbezogen.

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