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News

So vielfältig ist Künstliche Intelligenz

Das diesjährige Zukunftsforum am Münchener Campus der Hochschule Fresenius widmete sich einem der wichtigsten Themen unserer Zeit: der Künstlichen Intelligenz (KI).

Was hat KI mit einem Sixpack zu tun? Kann KI kreativ sein? Welche Aufgaben können schon bald automatisiert werden und was bedeutet das für Ausbildung, Wirtschaft und Gesellschaft? Welche Kompetenzen müssen wir in der Zukunft beherrschen? Wie wird das Zusammenspiel von Mensch und Maschine organisiert werden und welche ethischen Herausforderungen bestehen hierbei? Diese und weitere Fragen wurden beim Zukunftsforum 2019, das am 23. Mai an der Hochschule Fresenius in München stattfand, diskutiert.

Den Auftakt der Veranstaltung machte Prof. Dr. Stefan Gröner, Studiendekan Digitales Management (M.A.), der in das spannende Thema einleitete und durch die Veranstaltung führte. Auch Prof. Dr. Ludwig Hinkofer, Prodekan des Fachbereiches Wirtschaft und Medien in München, und Prof. Jan Oliver Schwarz, Prodekan des Fachbereiches Design (AMD) München, begrüßten die Gäste im voll besetzten Audimax.

Von Sixpack bis Karriere: KI in Beratung und Coaching

Als erster Redner war Volker Darius, Head of Insights Driven Enterprise bei Capgemini, zu Gast. Der KI-Enthusiast zeigte Einsatzpotenziale in der Wirtschaft auf und gab spannende Einblicke, wie KI die Arbeit von Beratungsunternehmen verändert. Dabei betonte Volker Darius, dass KI den Menschen nicht ersetzen, sondern ihn dabei unterstützen solle, die richtigen Entscheidungen zu treffen und konkrete Lösungen zu finden.

Christian Weber, Director Coaching & Data bei Freeletics, erklärte im Anschluss, wie KI als digitaler Coach eingesetzt werden kann. So kombiniere das Unternehmen sportwissenschaftliche Erkenntnisse mit der Power von KI. Damit könne für jeden Kundentyp eine individuelle „Experience“ geschaffen werden, so Christian Weber.

Herzlich Willkommen beim Zukunftsforum!

Um eine Art von Coaching ging es auch im Vortrag von Prof. Dr. Stefan Wiedmann von der Hochschule Fresenius. Er stellte StudyPLUS vor, eine Online-Plattform, auf der Studierende der Hochschule datenbasiert personalisierte Empfehlungen zur Karriere- und Kompetenzentwicklung erhalten. Perspektivisch werden auch Alumni und Unternehmen Zugang zu StudyPLUS erhalten, was die Vernetzung der Nutzer ermögliche, kündigte Prof. Wiedmann an.

„The New Rembrandt“: KI in Kunst, Design und Mode

Wie kreativ ist KI eigentlich? Mit dieser Frage leitete Juliane Kahl, Digital Design Expert, Founder & CEO des Responsive Fashion Institute, ihren Vortrag ein. Sie erklärte, welche Einsatzmöglichkeiten für KI es in Mode, Kunst und Design aktuell gebe: So könne KI ein kuratiertes Shopping ermöglichen, selbstständig Websites entwerfen, Kunstobjekte gestalten oder auch Gemälde anfertigen. Ein bekanntes Beispiel dafür ist „The Next Rembrandt“, ein Bild das täuschend echt den Meisterwerken von Rembrandt gleicht. Juliane Kahl stellte auch die ethischen Fragen, die mit diesem KI-Fähigkeiten einhergehen, in den Raum; z. B.: Handelt es sich dabei überhaupt um Kunst? Wenn ja, wem gehört das so produzierte künstlerische Gut?

An dieser Stelle übernahm Prof. Dr. Stephanie Heinecke, Studiendekanin Digital Psychology (M.Sc.), und leitete eine angeregte Diskussionsrunde ein. Dabei ging es unter anderem um die Frage: Was ist das meist unterschätzte KI-Thema? Der Mensch, waren sich alle Diskussionsteilnehmer einig. Zudem gebe es schon viele Einsatzmöglichkeiten von KI, das Wissen darüber sei aber noch nicht weit verbreitet und häufig herrsche auch Angst und Skepsis. Dieser müsse mit transparenten Informationen und einer offenen Kommunikation begegnet werden. Abschließend drehte sich die Diskussion auch um Regeln und Grenzen beim Einsatz von KI.

Im Anschluss kamen die Gäste und Referenten beim Maifest am Münchener Campus zusammen, um sich über die Eindrücke des Tages auszutauschen und in entspannter Atmosphäre weiter über das Thema KI zu diskutieren.