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So viel Spaß macht Wissenschaft: „Fresianer“ besuchen Science Slam im „Übel & Gefährlich“ in Hamburg

Neben Poetry Slams gibt es auch Science Slams. Dabei treten Wissenschaftler unterschiedlicher Fachgebiete gegeneinander an und versuchen dem wissbegierigen Publikum ihre Forschungsergebnisse innerhalb von zehn Minuten näher zu bringen. Die Zuhörer bewerten anschließend nach nichtwissenschaftlichen Maßstäben und mithilfe von Punktekarten den jeweiligen Vortrag. Nachdem sich die Hamburger Studierenden der Wirtschaftspsychologie im Rahmen -der Vorlesung „Allgemeine Psychologie II“ bei Dr. Yvonne Glock zunächst selbst in einem Science Slam erproben konnten, besuchten sie am 13. Dezember gemeinsam einen Weihnachtsmarkt und genossen anschließend den Science Slam der Profis im „Übel & Gefährlich“.

Kulturwissenschaftlerin Jutta Teuwsen eröffnete den Slam mit der Präsentation „Gewalt, Sex oder Missbrauch und Hitler in der Kunst“. Ihr folgte der promovierte Neurowissenschaftler Dong-Seon Chang mit dem Thema „Wie funktioniert Wahrnehmung“. Am Beispiel der Miss Germany Kandidatinnen 2014 und Miss Korea Kandidatinnen 2013 erläuterte Chang, warum Asiaten für Europäer tendenziell gleich aussehen: Den Europäern fehlt schlicht die Erfahrung mit asiatischen Gesichtern. Matthias Warkus, theoretischer Philosoph, konfrontierte das Publikum mit seiner These „Existenz – das gibt´s doch gar nicht“. So argumentierte er, dass wir Menschen uns einig sind, dass es Dinge gibt, die es gar nicht gibt – zum Beispiel das Einhorn. Nach einer Pause stellte der Polarbiologe Michael Kloster seine Forschung über die Fortpflanzung der Kieselalge, Fragilariopsis kerguelensis (O´Meara) Hustedt, kurz: „F.-kerg.“, vor. Die Fortpflanzung dieser Alge sei noch nahezu unerforscht. Zu guter Letzt präsentierte der Physiker Philip Willke anschaulich den Effekt der Supraleitung am Beispiel eines Heavy-Metal-Konzerts. Nachdem das Publikum am Abend ein letztes Mal abstimmt hatte war klar: Philip Willke hat den vorweihnachtlichen Science Slam gewonnen.

Die Hochschule Fresenius bedankt sich bei Dr. Yvonne Glock für die Organisation des Besuchs beim Science Slam und die gesammelten Erfahrungen darüber, wie viel Spaß die Vermittlung von Forschungsergebnissen machen kann.

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