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ScienceSlam – wenn Forschung lebendig wird

Die Studierenden des Kurses Wirtschaftspsychologie II nahmen am ScienceSlam in Hamburg teil. Die Impressionen des Besuchs hat die Master-Studentin Elisa Weiser in ihrem nachfolgendem Nachbericht zusammengefasst: „Kittel, Versuchslabore und Reagenzgläser; Messinstrumente, Kabel und endlose Protokollseiten; Pinselquasten, Kellen und Geländekarten… Jede Wissenschaft ist durch ganz eigene Stereotype gekennzeichnet. Dass diese nicht zwangsläufig der Realität entsprechen und ihre Forscher keine brilletragenden, struwelhaarigen Nerds sein müssen, mit diesem Vorurteil versucht der ScienceSlam aufzuräumen – mit Erfolg! Am 06. April besuchte der Hamburger Wirtschaftspsychologie II-Kurs gemeinsam mit seiner Dozentin Dr. Yvonne Glock den Hamburger Science Slam. Nachdem sich fast alle im Vorfeld in der „Schanze“ bei einem Drink versammelt hatten, ging es weiter ins Uebel & Gefährlich im alten Bunker an der Feldstraße. Der Saal war bereits ordentlich gefüllt und nicht nur die Hochschule Fresenius Studierenden waren bester Stimmung als es losging. In sechs ganz unterschiedlichen Slams konnte neues Wissen aus den unterschiedlichsten Fachbereichen, wie Internationale Kriminologie, Jura, Physik, Biochemie und Archäologie gewonnen werden. Sich selbst in seiner Vortragsweise in Szene zu setzen und das eigene, vermeintlich trockene Thema von allen anderen abzuheben, gelang den sechs Slamern scheinbar mühelos! Nicht nur die Lernkurve, auch das Darbietungsniveau stieg im zweiten Teil steil an. Thema des ersten Slams war die Krankheit EPP, bei der die Haut durch geringste Exposition im Sonnenlicht sofort verbrennt und das bereits gefundene Gegenmittel noch eine volle Lebenslänge auf dem Markt bestehen muss, um zugelassen zu werden. Anhand von Gesetzesauszügen, Beobachtungen und Zitaten zur Flüchtlingskrise wurde im zweiten Vortrag deutlich gemacht, dass Helfen in der Flüchtlingskrise durchaus richtig und wichtig ist, sich aufgrund der uneindeutigen Rechtslage aber immer auch am Rand zur Illegalität bewegt. Warum die Gallier urplötzlich aus Otzenhausen am Hunnenring verschwanden, dass Julius Cäsar höchstvermutlich seine mittellosen Hände im Spiel hatte, ließ sich nur mit der hohen Kunst im Dreck zu graben eindeutig klären. Und dass Supraleiter im Einsatz mit Magnetschwebebahnen auf sächsisch genauso gut funktionieren, wie auf hochdeutsch, brachte sogar den Sieg hervor. Ein stimmungsvoller und lehrreicher Abend zugleich ging mit viel Applaus zu Ende. Die Aufgabe des WP II-Kurses ist es jetzt, die gesammelten Slam-Erfahrungen zu nutzen, um ihre eigenen Themen aus den Bereichen Motivation und Emotionen in der Vorlesung Allgemeine Psychologie II unterhaltsam aufzubereiten und im Kurs vorzustellen. Reichlich Ideen und Inspiration für die Umsetzung einer solchen Herausforderung gab es an diesem Abend genügend. Alles in allem ein sehr gelungener Abend! Dies zeigten auch die Nachfragen und Vorschläge in der Vorlesung darauf, weitere Slams verschiedener Art gemeinsam zu besuchen.“ Die Hochschule Fresenius bedankt sich bei Elisa Weiser für Ihren Nachbericht und bei Dr. Yvonne Glock für ihr Engagement und die Organisation der abendlichen Exkursion.

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