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Ressourcenorientierte Interventionen: „Tankstellen“ für Coachees

Wie ein „Coachee“, also eine Person, die ein Coaching in Anspruch nimmt, richtig „auftanken“ kann, erfuhren die Hamburger Studierenden im Rahmen der Vorlesung „Systemisches Coaching“. Im psychologischen Schwerpunktfach
„Organisationspsychologie und –beratung“ referierte die externe Dozentin Sandra Pickert Anfang April am Campus Alte Rabenstraße über mögliche Blockaden bei den Klienten. Neben ihrer Tätigkeit als selbstständige Beraterin und Coach bildet Sandra Pickert auch Trainer methodisch-didaktisch aus und steht häufig im Kontakt mit Coachees, die beispielsweise eine Rollenveränderung erleben.
Zum Einstieg zeigte Sandra Picktert den Studierenden zunächst ein kurzes Video über zwei Zwillingsbrüder, die sehr gegensätzliche Haltungen haben: Optimist vs. Pessimist. Eine Lebenseinstellung seit laut Sandra Pickert zwar träge, aber veränderbar. Ziel ist es daher beim Coaching unter anderem, den Klienten zu öffnen, ihm eine andere Sichtweise auf die Dinge zu ermöglichen und zur Lösungsorientierung zu bewegen. Dies wurde durch eine praktische Übung verdeutlicht. Jeder Studierende klebte sich einen Zettel auf den Rücken, auf dem ihm fünf Kommilitonen jeweils ein Kompliment schrieben. Grundlage des Ressourcenorientierten Coachings bildet der Glaube an die eigene Selbstwirksamkeit – vielen Coachees sei jedoch der Zugang zu den eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten verschlossen, so Pickert. Und es fehle die Zuversicht, das Problem aus eigener Kraft lösen zu können. Hilfreich kann hierbei das sogenannte „Reframing“ sein. Eine Methode, die der Entschärfung von Konfliktsituationen dient. An einem selbstgewählten Beispiel wandten die Studierenden das Reframing an. Dabei wurde deutlich: Jedes menschliche Verhalten macht einen Sinn, wenn man den jeweiligen Kontext kennt und sich den unterschiedlichen inneren Landkarten jedes Einzelnen bewusst ist. Anschließend wurden zwölf hilfreiche Fragen zur „Fahndung“ nach Ressourcen vorgestellt, die sich auf die drei Ebenen Denken, Fühlen und Handeln beziehen. Abschließend fasste ein Zitat des amerikanischen Autors Kupferberg zusammen, was einen wichtigen Aspekt des Coachings ausmacht: „Wo Muster durchbrochen werden, kommen neue Welten zum Vorschein.“ Dies möchte auch Sandra Pickert ihren Coachees ermöglichen: Eine Veränderung, eine positive Entwicklung. Die Hochschule Fresenius, insbesondere der Kurs Organisationspsychologie und –beratung, bedankt sich herzlich bei Sandra Pickert für ihren aufschlussreichen Vortrag sowie bei Prof. Dr. Gerhardt für die Organisation und Unterstützung der Veranstaltung.

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