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Physiotherapie-Studenten der Hochschule Fresenius beim Japan-Austausch

Physiotherapie-Studenten der Hochschule Fresenius beim Japan-Austausch  Bereits seit 2012 besteht zwischen der Hochschule Fresenius und der Takasaki University of Health and Welfare in Japan eine Kooperation. Bei den wechselseitigen Besuchen lernen Studierende eine neue Kultur kennen und tauschen sich auf fachlich-therapeutischer Ebene aus. Jetzt reisten wieder 15 Physiotherapie-Studenten der Hochschule Fresenius nach Takasaki. Sie sind an den Standorten Düsseldorf, Frankfurt am Main und München eingeschrieben.    Die Reise stand unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Jung, Professor am Fachbereich Gesundheit & Soziales, sowie Jennifer Höning, wissenschaftliche Mitarbeiterin in Frankfurt am Main. Insgesamt verbrachte die deutsche Delegation 10 Tage in Japan. Die fachlichen Schwerpunkte lagen auf den Themen „Pädiatrie“ und „activities of daily living“ (ADL). Die Studierenden der Hochschule Fresenius lernten die abweichenden Lebensbedingungen in Japan kennen, so sind Betten und Stühle beispielsweise viel niedriger als hierzulande. Zum Essen sitzen Japaner auch oft am Boden. „Für die Senioren stellen alltägliche Handlungen wie Hinsetzen und Aufstehen eine sehr große Herausforderung dar“, berichtet Jennifer Höning. „Das hat Auswirkungen auf das ADL-Training. Wir haben gesehen, wie im Rahmen der Rehabilitation in speziellen Übungsräumen, zu denen nachgebaute Schlafzimmer oder Bäder gehören, mehrmals täglich trainiert wird.“ In einer Gemeinschaftsarbeit entwickelten deutsche und japanische Studierende ADL-Hilfsmittel. Neben dem Besuch einer regionalen Kinderklinik und dem Aufzeigen der in Japan üblichen Versorgungen von schwerstkranken Kindern wurde in einer Vorlesung zu Kinesiotape von Prof. Jung die entsprechende Versorgung von neurologisch betroffenen Kindern gezeigt.    Besuche in japanischen Einrichtungen verdeutlichten teilweise signifikante Unterschiede zur Bundesrepublik. Patienten sind in Krankenhäusern in Einzelzimmern untergebracht, diese verfügen jeweils über sehr geräumige Bäder. „Die physiotherapeutische Behandlungszeit liegt bei drei Stunden am Tag“, so Höning. „Die Patienten werden in großen Trainingsräumen auf sehr breiten Liegen behandelt.“ Es sind aber auch Gemeinsamkeiten festzustellen. Das zeigte beispielsweise die Beobachtung der Atem-Therapie nach Herzoperationen bei Kindern im Gunma Childrens Medical Center. Der Zauber einer Fernreise offenbart sich aber gerade auch in der Berührung mit fremden Sitten und Gebräuchen. Die Studierenden erleben in ihren Gastfamilien den japanischen Alltag hautnah mit. Zu den festen Programmpunkten des Austauschs gehören Ikebana, das kunstvolle Arrangieren von Blumen, die Teezeremonie und ein intensives Sportprogramm, bei dem auch die Wirksamkeit von Leuko- und Kinesiotapes bei Kindern und Erwachsenen demonstriert und ausgetestet wird.

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