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Paid Content Studie 2017: Zahlungsbereitschaft der deutschen Internet-User steigt

Im Januar 2017 führte Prof. Dr. von Borcke, Leiter der Media School an der Hochschule Fresenius Hamburg, in Zusammenarbeit mit der DCI Institute GmbH, ein Hamburger Forschungs- und Beratungsinstitut mit den Themenschwerpunkten Digital Change und Innovation, eine empirische Erhebung durch. So wurden in der repräsentativen Online-Befragung insgesamt 2.612 Online-Nutzer zu ihren Nutzungsgewohnheiten von Medieninhalten im Internet befragt. Die Ergebnisse der „Paid Content Studie 2017“ fasst das Fachmagazin Horizont wie folgt zusammen:
„Bereits 17,6 Prozent der Befragten haben für digitale Inhalte und Services bezahlt. Gegenüber der Vorjahresstudie ist das ein Plus von 5 Prozent. Darüber hinaus wollen 15,1 Prozent der Befragten Geld für Fachinformationen ausgeben. Vor allem der Zielgruppe zwischen 55-64 Jahren sind diese Informationen Geld wert. Damit legen die Fachinformationsanbieter um 23 Prozent zu – so viel wie keine andere Sparte. Deutlich besser stehen Anbieter von Spielen da, die sicherlich auch vom Hype um PokemonGo profitieren. Games sollen laut Studie um 14 Prozent wachsen. Der Anteil der Zahlungswilligen steigt somit auf 54,3 Prozent. Fast auf Augenhöhe liegen die Musikanbieter. Mit 53,1 Prozent haben ebenfalls mehr als die Hälfte bereits für Musik-Angebote bezahlt. Filme / Serien legen dagegen um 10 Prozent auf 42,9 Prozent zu. Am schlechtesten performen die Ebooks. Der Anteil der zahlungswilligen Verbraucher sinkt von 32 auf 26,6 Prozent. Bei der News-Sparte klettert der Wert von 4 auf 10,2 Prozent. Die meisten Nutzer – nämlich 90 Prozent – tätigen Einzelkäufe. Lediglich 29 Prozent schließen ein Abo ab. Dies bedeutet konkret: Wer keine Einzelkauferfahrung hat, schließt auch kein Abonnement für die einzelnen Angebote ab. Die höchste Zahlungsbereitschaft legen die 35- bis 44-Jährigen an den Tag. 34,6 Prozent sagen, dass sie schon mal ein Abo abgeschlossen haben. Die 18-24-Jährigen hingegen weisen nur eine Bereitschaft von 30 Prozent auf. In der Altersgruppe zwischen 25 und 34 Jahren zeigt sich eine hohe Affinität mit satten 31 Prozent. Die 45- bis 54-Jährigen hingegen tätigen mehr Einzelkäufe und schließen weniger Abos ab (25 Prozent). Am geringsten ist die Zahlbereitschaft bei den älteren Verbrauchern ausgeprägt: Von den Ü-65-Jährigen nutzen nur 16,7 Prozent Paid-Content-Angebote. Was den Verlagen Mut machen dürfte ist, dass nicht nur Cent-Beträge ausgegeben werden: So investieren rund 27,1 Prozent monatlich mehr als 10 Euro. 11,1 Prozent lassen sich Paid-Content-Angebote mehr als 15 Euro kosten. Knapp 9,8 Prozent investieren sogar mehr als 20 Euro im Monat, bei rund 20,2 Prozent sind es allerdings lediglich 5 Euro. Der Ausblick fällt positiv aus: Mehr als 65 Prozent der Befragten wollen auch in Zukunft Bezahl-Angebote nutzen. Lediglich 1,5 Prozent wollen in Zukunft darauf verzichten.“http://www.horizont.net/medien/nachrichten/Paid-Content-in-Deutschland-2017-145795 „Unsere Studie zeigt, dass sich das Medienbudget, sprich Geld und Zeit der Konsumenten, weiter zu Gunsten digitaler Angebote verschiebt. In den Studiengängen der Media School machen wir daher unsere Studierende fit für den digitalen Wandel“, kommentiert Prof. von Borcke von der Hochschule Fresenius die neuen Studienergebnisse.

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