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Neuropsychologie: Gastvortrag bietet umfassenden Einblick in das Berufsbild

Im Rahmen der Veranstaltung „Allgemeine Psychologie“ gab am Berliner Standort die angehende Neuropsychologin Anne Ueck den „Erstis“ im Studiengang Psychologie (B.Sc.) einen praktischen Einblick in die Arbeit einer Neuropsychologin.

Frau Ueck stellte die klinische Neuropsychologie als praktisches und vor allem interessantes Einsatzgebiet für Psychologen vor und berichtete über den Ausbildungsweg dorthin. Obschon dieser Bereich der Psychologie nach wie vor eine Nische darstellt, erläuterte Frau Ueck eine Vielzahl an Krankheitsbildern, die den Einsatz von Neuropsychologen erforderlich machen. Naheliegendes wie Schlaganfallpatienten, aber auch Unfallopfer mit Hirnschädigungen, entzündliche Erkrankungen des Gehirns sowie Auswirkungen von Tumoren gehören dazu. Durch die lebhaften Erfahrungsberichte wurden den Studierenden Krankheitsbilder praktisch verständlich nahegebracht. Auch wurden sie dadurch für die fragile, vermeintlich objektive Wahrnehmung der Welt sensibilisiert. Besonders das Krankheitsbild des Neglects rief Erstaunen und Interesse bei den Studierenden hervor: Bei Neglect-Betroffenen ist die Aufmerksamkeit gestört, so dass sie von Räumen, Körpern oder Objekten nur eine Hälfte wahrnehmen.

Zum Abschluss ihres Vortrags illustrierte Frau Ueck die verschiedenen Reha-Phasen, in der Neuropsychologen tätig werden können und beschrieb die jeweiligen spezifischen Anforderungen.

Resümierend lässt sich feststellen, dass es sinnvoll und wichtig ist, potentielle Einsatzgebiete den Studierenden recht früh in ihrem Studium durch die Erfahrungsberichte von Praktikern aufzuzeigen. Dass dieser Gastvortrag reges Interesse hervorrief, spiegelte sich nicht zuletzt in den zahlreichen Fragen weit nach Vortragsende wider.

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