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Neuer Professor am Fachbereich Chemie & Biologie

Prof. Dr. Stephan Haubold ist neuer Professor an der Hochschule Fresenius in Idstein. Seit sechs Monaten ist er für den Studiengang Wirtschaftschemie (Bachelor und Master) verantwortlich. Seine Antrittsvorlesung trug den Titel: „Die chemische Industrie braucht keine Start-ups … oder?“.

Die Zahl an Chemieunternehmen in Deutschland nimmt stetig zu, um die Jahrtausendwende waren es rund 3.300 Betriebe, 2016 schon 4.500. Seit 1995 werden auch jedes Jahr immer um die 200 Firmen neu gegründet – mindestens 190 pro Jahr, in der Spitze auch schon einmal 290, wie das 2008 der Fall war. „Diese Analyse überrascht“, sagt Prof. Dr. Stephan Haubold, der gemeinsam mit einem Studierenden Rohdaten der Creditreform ausgewertet und geprüft hat. Aber: der Anteil der Start-ups am Gesamtbestand aller Unternehmen in der chemischen Industrie liegt aktuell nur bei circa fünf Prozent. Und noch eine Statistik präsentierte der 45-Jährige, der im brasilianischen Pelotas zur Welt kam, in Hamburg Chemie studierte und selbst langjährige Erfahrungen mit Unternehmensgründungen sammelte: Laut statistischem Bundesamt liegen die Innovationsaufwendungen der chemischen Industrie gemessen am Branchengesamtumsatz ebenfalls gerade einmal bei fünf Prozent. Zum Vergleich: die pharmazeutische Industrie investiert hier knapp 18 Prozent und ist damit Spitzenreiter in Deutschland.

Liegen gelassene Chancen

Für Stephan Haubold ist das ein Indiz, dass die Branche offensichtlich „Potenzial liegen lässt“. Das wollte er genauer wissen und startete eine Umfrage unter 40 Unternehmen der Branche. „Dabei kam heraus, dass bei mehr als der Hälfte der befragten Betriebe zwischen 25 und 75 Prozent der Ideen mit hohem Potenzial auf der Strecke bleiben.“ Anlass genug, auch nach dem „Warum“ zu fragen. „Wir gingen davon aus, dass der Hauptgrund darin liegt, dass diese Ideen nicht zum Kerngeschäft gehören und deshalb nicht weiterverfolgt werden – und erlebten eine Überraschung: Das scheint gar nicht so das Problem zu sein.“ Nur 15 Prozent der Unternehmen gaben das als Begründung an. Am wichtigsten: Wir haben haben zu viele tolle Ideen, um diese noch verarbeiten zu können – sagen 38 Prozent. 28 Prozent bemängeln fehlende Zeit, 13 Prozent fehlende Prozesse.

„Idee sucht Gründer“

Danach gefragt, wie sich diese Herausforderung stemmen lasse, sagten fast drei Viertel der Unternehmen: „in Kooperation mit Externen“. Das war für Stephan Haubold die Initialzündung, die Ressourcen der Hochschule ins Spiel zu bringen und für Unternehmen und Studierende eine Win-Win-Situation herbeizuführen. Erstere bekommen konkrete Vorschläge zur Umsetzung ihrer Ideen, letztere üben direkt in der Praxis den Ernstfall und agieren als Start-up. „Idee sucht Gründer“ heißt die Erfindung Haubolds, erstmals getestet wurde sie im September 2017. Firmen liefern die Idee und stellen einen Mentor. Die Studierenden haben neun Monate Zeit, einen Business-Plan zu entwickeln und diese Idee zur Umsetzungsreife zu bringen. Mittlerweile haben sich zehn Studierende in fünf Projekten versucht, drei potenzielle Neugründungen haben sich daraus entwickelt. Stephan Haubold ist überzeugt: „Jeder Wirtschaftschemiker ist ein potenzieller Unternehmer.“ Seine provokante Eingangsfrage wollte Haubold nicht allgemeingültig beantworten. Seine Meinung stellte er aber klar: „Die chemische Industrie kann Start-ups sehr gut brauchen. Sie können notwendige Innovationen voranbringen, denken quer und werfen die richtigen Fragestellungen auf.“