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Musik malen zum Fest für Körper und Sinne 2016

Kunst und Musik sind Ausdrucksformen, die Menschen miteinander verbinden. So auch an der Hochschule Fresenius in Idstein, an der zurzeit Studierende derErgotherapie gemeinsam mit einer Studentin desBachelors Betriebswirtschaftslehrean einem inklusiven Projekt mit Bewohnern der Werkstatt für Menschen mit Behinderung von Vitos Teilhabe (ehemals Vitos Kalmenhof) arbeiten. Das Ergebnis ist am Fest für Körper und Sinne in Wiesbaden am 17. September zu bestaunen und kaufen.  Insgesamt 17 Bewohner der Behindertenhilfe Idstein beteiligen sich am diesjährigen Fest für Körper und Sinne und malten Bilder zu ihren Lieblingsliedern. Durch die unterschiedlichen Beeinträchtigungen der Bewohner sind auch die Bedürfnisse sehr verschieden. Um allen gerecht zu werden, leiteten Studierende desBachelor-Studiengangs Ergotherapie die Künstler an einem zweitägigen Workshop am Campus der Hochschule Fresenius dazu an, ihre Lieblingsmusik in Bilder zu verwandeln. Bereits im Vorfeld besuchten die Ergotherapie-Studierenden die angehenden Künstler auf dem Gelände des Kalmenhofes und machten sich miteinander vertraut, sodass schon beim Wiedersehen am ersten Workshop-Tag ein entspanntes Miteinander möglich war. Atemlos mit Pinsel und Farbe
Als Inspiration dienten den Teilnehmern unter anderem Schlager-Hits von Helene Fischer und Andrea Berg, die zudem für eine ausgelassene Stimmung sorgten und Anlass zu kleineren Tanzeinlagen boten. „Die Studentinnen sind sehr nett und es macht viel Spaß zu der Musik zu malen, das geht dann viel leichter“, freut sich Teilnehmer André. „Mir gefällt das Projekt so gut, weil es mir einmal mehr vor Augen führt, dass Geschlecht, Alter oder Einschränkungen keine Rolle spielen, sondern es um den Menschen geht. Wir sind uns hier auf Augenhöhe begegnet“, schildert Selina Wolfraum ihre Eindrücke. Auch fachlich haben die angehenden Ergotherapeutinnen viel gelernt: „Neben den theoretischen Inhalten im Studium, legen wir großen Wert auf einen praktischen Bezug, denn wir lernen am meisten in der praktischen Anwendung. In den zwei Workshop-Tagen haben unsere Studierenden gelernt, die theoretischen Inhalte und die praktische Anwendung zu verknüpfen.“, so Nina Klemann, Dozentin für Ergotherapie. Zudem sei das Projekt ein gutes Beispiel für gelungene Inklusion, so Julia Drosselmeyer, Studiendekanin Ergotherapie: „Dieses Projekt, dass wir gemeinsam mit den Bewohnern der Behindertenhilfe Idstein und unseren Studierenden der Ergotherapie durchführen dürfen, zeigt eindrücklich, wie einfach eine inklusive Gesellschaft gelebt und gestaltet werden kann, wenn Menschen aufeinander zugehen und gemeinsam Dinge in die Hand nehmen. Wir erleben dieses Projekt als große menschliche Bereicherung und Freude.“ Fachbereichsübergreifender Austausch
Die Idee zu diesem Projekt stammt aus der Projektstudie von Rebecca Heil, Studierende des Bachelors Betriebswirtschaftslehre. Hier galt es, ein Konzept für eine ungewöhnliche Ausstellung zu entwickeln und dieses entsprechend umzusetzen: „Ich habe früher ein Sozialpraktikum absolviert und fand das toll. Es macht einfach viel Spaß zu sehen, wie sich unsere Künstler über die Aufgabe freuen. Das motiviert mich besonders an diesem Projekt.“ Neben den Künstlern vonVitos Teilhabe nehmen noch andere Einrichtungen, wie das Sozialwerk Main Taunus an der Ausstellung teil. Die fertigen Kunstwerke werden am 17. September zum 8. Fest für Körper und Sinne in Wiesbaden ausgestellt. Vitos Teilhabe
Der Kalmenhof hat bereits eine lange Tradition in Idstein. Seit dem 1. Januar werden unter dem NamenVitos Teilhabe gGmbH hessenweit über 600 Menschen mit geistiger Behinderung sowie rund 640 Kinder und Jugendliche in verschiedensten Angeboten betreut. Die angegliederte Werkstatt dient als Arbeitsstätte, aber auch als Ausbildungs- und Lehrbetrieb und sorgt so für eine gerechte Teilhabe. „Wir freuen uns, dass unsere Bewohner bei diesem besonderen Projekt teilnehmen können und durch die Präsentation der Kunstwerke eine Wertschätzung Ihres Könnens erfahren“, so Marianne Priebe, Werkstattleitung derBehindertenhilfe Idstein.
Mehr dazu auf vitos:blog„Alles S(ch)wingt!“Kreativität kennt keine Grenzen

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