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Münchner Standort begrüßt neue Hochschulprofessoren

Am 11. Juni 2019 hielten Prof. Dr. Claudia Bader, Fachbereich Gesundheit & Soziales, und Prof. Dr. Stefan Gewald, Fachbereich Wirtschaft & Medien, ihre Antrittsvorlesungen. Im Anschluss erhielten sie ihre Berufungsurkunden.

„Das Interesse unseres privaten, sozialen und unternehmerischen Seins ist das Überleben, dessen Geheimnis wir aus dem Gebilde nehmen können, welches 1,5 Milliarden Jahre überlebt hat: der Eukaryonten-Zelle“, sagte Prof. Dr. Claudia Bader in ihrem Vortrag. Die Phlebologin erläuterte, dass das Modell einer eukaryotischen Zelle auf verschiedene Realitäten übertragen werden könne, unter anderem auf eine ökonomische. Eine eukaryotische Zelle besitzt einen Zellkern, der von verschiedenen spezialisierten Kompartimenten umgeben ist. Eine Firmenführung gemäß dieser Zellorganisation sichere das Überleben eines Unternehmens. „Die Betrachtung des gesamten Zellzyklus mit Vorbereitungsphase für die Zellteilung, Synthesephase der DNS und Nachbereitungsphase der Synthesephase impliziert u.a. ständige, höchste Qualität garantierende Kontrollmechanismen“, so Prof. Bader, die unter anderem im Studiengang Physiotherapie (B.Sc.) lehrt.

Die Zelle sei zudem ein Paradebeispiel für inhaltliche Gegensätze: Egal ob Muskelzellen, Nervenzellen oder Bindegewebszellen – sie alle besitzen sowohl eine offensichtliche als auch eine versteckte Dynamik. Ein Muskel z.B. kontrahiert sich sichtbar, die zelluläre Ebene dessen mit der millionenfachen Aktin-und Myosinaktivität arbeitet im Verborgenen: „Diese Dynamik ist lebenserhaltend für alle Arten von Zellen“, schloss Prof. Bader ihren Vortrag.

Prof. Dr. Stefan Gewald, Studiendekan für International Business Management (B.A. und M.A.) widmete sich in seinem Vortrag ausgewählten Aspekten des modernen Hotelmanagements. Dabei ging er unter anderem auf die Digitalisierung der Tourismusbranche ein: Er diskutierte, ob die großen Buchungsplattformen für Hotels in einer ganzheitlichen Betrachtung mehr oder weniger Vorteile als Nachteile bringen. „Viele Privathotels, auf der einen Seite über die mit den großen Buchungsplattformen einhergehende Demokratisierungstendenz erfreut, leiden unter den hohen Buchungsgebühren in einem Maße, dass dies den betriebswirtschaftlichen Gesamteffekt nach unten zieht“, erläuterte Prof. Gewald.

Anhand von Beispielen aus der Praxis demonstrierte der Experte außerdem, dass die Hotellerie in den Bereichen der sozialen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit bereits stark aufgestellt sei. Das Thema Revenue Management wurde ebenfalls anhand einer realen Case Study vorgestellt, in die auch das in der internationalen Hotellerie führende Hotel-Accounting-System Uniform System of Accounts for the Lodging Industry Eingang fand.

„Ausgewählte Aspekte des modernen Hotelmanagements“ lautete das Vortragsthema von Prof. Gewald.
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